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Handy-Software boomt wie nie

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Handy-Software boomt wie nie

19.01.2010, 11:59 Uhr

Bringt 2,4 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr: Der App-Store (Foto: imago)Bringt 2,4 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr: Der App-Store. (Foto: imago) „Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist”, sagte einst der französische Dichter Victor Hugo (1802-85). Wie recht er damit hatte, kann man derzeit in der Mobilfunkbranche beobachten. Um satte 79 Prozent sollen die Downloads von Handy-Software in diesem Jahr gegenüber 2009 ansteigen. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner hervor. Wichtigster Akteur ist dabei Apple. Nur 1,5 Jahre nach dem Start des ersten Online-Shops für Handy-Software spült der App-Store bereits über 200 Millionen Dollar pro Monat in die Kassen des Computer-Herstellers.

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Nicht nur das iPhone, auch der zugehörige App-Store macht den Erfolg von Apple aus (Foto: imago)Nicht nur das iPhone, auch der zugehörige App-Store macht den Erfolg von Apple aus. (Foto: imago)

Apple mit Fast-Monopol

Auf dem PC-Markt verlor Apple einst den Kampf gegen den übermächtigen Konkurrenten Microsoft. Bei der Handy-Software ist es derzeit genau andersrum: Mit knapp 2,5 Milliarden Downloads im letzten Jahr erreichte der App-Store laut "Ars Technica" einen Marktanteil von 99,4 Prozent. Anders als beim PC gibt es aber bei Handys unterschiedliche Betriebssysteme. Eine Quasi-Monopolstellung wie Windows bei den Computern wird Apple mit seinem iPhone also kaum erreichen. Trotzdem: Laut einer Studie der amerikanischen Firma Admob lädt jeder Apple-Kunde im Monat durchschnittlich 10 Apps herunter. Die meisten dieser Programme sind kostenlos, dennoch erzielt der Konzern damit einen Gewinn von rund 5 Dollar pro Kunde - ein Wert, von dem die Konkurrenz derzeit nur träumen kann.

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Kurzweilige Ballerei mit Foto-Grafik. (Foto: ethannicholas.com)Kurzweilige Ballerei mit Foto-Grafik. (Foto: ethannicholas.com)

Millionär dank iPhone

Dabei kassiert Apple nur 30 Prozent der Einnahmen, die restlichen 70 Prozent gehen an die Programmierer. Da verwundert es wenig, dass einige dieser Software-Entwickler schon jetzt ihre Schäfchen im Trockenen haben. Das bekannteste Beispiel ist Ethan Nicholas, ehemals Angestellter bei Sun Microsystems. Seinen Job dort hat der Programmierer schon längst aufgegeben, seit seine App "iShoot" bis zu 17.000 mal pro Tag heruntergeladen wurde. 800.000 Dollar verdiente er mit seinem "Worms"-Klon allein im ersten Monat. Mittlerweile dürften die Einnahmen von Ethan Nicholas die Millionenmarke schon längst überschritten haben. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte kann auch die kleine Firma "Tapulous" - bekannt durch den Guitar-Hero-Klon "Tap Tap Revenge" - erzählen. Im vergangenen Dezember meldete die Nachrichtenagentur Reuters, der Umsatz des 20 Mann starken Unternehmens läge bei über einer Million Dollar pro Monat.

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PC-Klassiker fürs Handy

Bei so viel Geld macht sich im App-Store eine gewisse Goldgräber-Stimmung breit. Vor allem bei Handy-Spielen sind bereits einige professionelle Teams am Werk. So wurden in letzter Zeit viele bekannte PC- und Konsolen-Titel wie etwa "Command & Conquer", "Need for Speed Undercover" oder "GTA: Chinatown Wars" fürs iPhone umgesetzt. Electronic Arts kaufte vor kurzem das Unternehmen "Playfish", einen Spezialisten für so genannte Social Games. 275 Millionen Dollar ließ sich der Computerspiele-Gigant den Einstieg in die mobile Spielewelt kosten. Angesichts der erwarteten Wachstumszahlen kein Wunder.

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Auch Nokia hat mittlerweile einen eigenen Software-Shop (Foto: dpa)Auch Nokia hat mittlerweile einen eigenen Software-Shop. (Foto: dpa)

Hersteller setzen auf eigene Betriebssysteme

Laut "Ars Technica" sollen 2010 Apps im Gesamtwert von 4,31 Milliarden Euro verkauft werden. Bis 2013 sollen die Verkäufe sogar auf 20,53 Milliarden Euro steigen. Kein Wunder, dass neben Apple mittlerweile auch die meisten anderen Handy-Hersteller ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Vorraussetzung für den Einstieg in das lukrative Geschäft mit der Handy-Software ist allerdings ein eigenes Betriebssystem. Genau wie bei den Computern bleiben die Hersteller der Hardware hier außen vor. So lässt sich auch erklären, dass auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas gleich drei neue Betriebssysteme der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

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Konkurrenz bislang nur mäßig erfolgreich

Wer bereits über ein eigenes Betriebssystem verfügt, der startet gerade einen Online-Shop für Handy-Software, so wie Samsung in dieser Woche. Auch Nokia, Microsoft und Google haben bereits Verkaufsplattformen nach dem Vorbild des App-Store in Betrieb genommen. Allerdings bis jetzt nur mit mäßigem Erfolg. So setzte Google mit dem Android Marketplace monatlich gerade mal rund 5 Millionen Dollar um - die Einnahmen des Originals liegen derzeit etwa 40mal höher. Dem Geschäft mit der Handy-Software dürfte das freilich kaum schaden. Denn wie sagte einst Rudi Carrell: "Eine gute Idee erkennt man daran, daß sie geklaut wird.”

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