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SMS-Weltmeisterschaft: 50.000 Dollar für fünf Nachrichten

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Weltmeisterschaft: 50.000 Dollar für fünf SMS

02.02.2010, 11:47 Uhr

SMS-Weltmeisterschaft: 50.000 Dollar für fünf Nachrichten. Die SMS-Weltmeisterin mit ihrem LG BL20 (Foto: LG)

Die SMS-Weltmeisterin mit ihrem LG BL20. (Foto: LG)

Es klingelt, die Schüler legen die Stifte beiseite - doch Mok-min Ha kommt auch in der Pause nicht zu Ruhe. Ständig muss die 17-Jährige sich gegen die Herausforderungen ihrer Mitschüler wehren. Immerhin ist das zierliche Mädchen gerade offiziell SMS-Weltmeister geworden. Über sechs Zeichen pro Sekunde tippte sie auf dem Mobile World Cup des Handy-Herstellers LG in ihr Smartphone ein und gewann so gemeinsam mit dem 18-jährigen Yeong-ho Bae ein Preisgeld von stolzen 100.000 US-Dollar.

Die Helden des "thumb tribe"

Das siegreiche "Team Korea" wird in seinem Heimatland wie Helden verehrt, vor allem vom so genannten "thumb tribe", dem "Stamm der Daumen". So werden in Südkorea Jugendliche genannt, die lieber Kurznachrichten schreiben, als sich normal zu unterhalten. "Sie kommen mit ihren Handys und prahlen, dass sie mich schlagen können", so die 17-jährige Ha. "Ich lasse sie es versuchen". Wettbewerbe ist die Schülerin mittlerweile gewohnt. Schließlich musste sie sich erst gegen 2,8 Millionen Konkurrenten durchsetzen, ehe sie gemeinsam mit dem anderen Korea-Sieger Yeong-ho Bae zur Weltmeisterschaft nach New York fliegen durfte.

Täglich mindestens 200 SMS

Eigentlich war Mok-min Ha nur scharf auf ein paar Kino-Karten oder andere Geschenkgutscheine, als sie sich mit ein paar Freundinnen in einem Einkaufszentrum für die nationale SMS-Meisterschaft anmeldete. Doch die 17-Jährige holte sich auf Anhieb den Titel - inklusive 17.000 Dollar Preisgeld. Ihr Kollege Yeong-ho Bae ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Er hatte bereits 2008 den nationalen Wettbewerb gewonnen. "Als ich die Ankündigung für den 2008er-Wettbewerb im Internet gesehen habe, dachte ich mir: 'Das ist es.' Es war an der Zeit, dass jemand so etwas organisierte. Ich wollte Geld gewinnen und mir ein Auto kaufen", so der 18-Jährige gegenüber der New York Times. So viel Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Nach eigenen Angaben schreibt Bae täglich zwischen 200 und 300 SMS.

Rekord von 8 Zeichen pro Sekunde

"Wenn andere mir beim SMS-Schreiben zusehen, denken Sie ich wäre nicht so schnell und dass sie besser sind". Ein Trugschluss, immerhin kam Bae bei der koreanischen Meisterschaft auf 7,25 Zeichen pro Sekunde, sein Rekord liegt sogar bei 8 Zeichen pro Sekunde. Zum Vergleich: Eine durchschnittliche Sekretärin kommt auf etwa 5 Anschläge pro Sekunde - mit einer PC-Tastatur. Auch für seine Teamkollegin Ha gehört SMS-Schreiben zum täglichen Leben dazu. "In der Schule hören wir dem Lehrer zu, während wir mit unseren Handys unter dem Tisch oder in unseren Taschen Schreiben - ohne Texthilfe". Ha kommt täglich auf 150 - 200 Kurznachrichten - kein Wunder also, dass das koreanische Team die Konkurrenz aus den USA und Argentinien bei der SMS-Weltmeisterschaft auf die Plätze zwei und drei verwies.

Über sechs Millionen Teilnehmer weltweit

In den von LG Electronics ausgerichteten SMS-Meisterschaften treten die Wettbewerber in fünf Disziplinen mit so martialischen Namen wie "Monstersumpf" oder "Todesrennen" gegeneinander an. Die Teilnehmer müssen Texte von einem Teleprompter abtippen - dabei geht es genauso um Schnelligkeit wie um Präzision. Alle Teilnehmer verwenden die gleichen Handys, das LG BL20 mit einer numerischen Tastatur und das LG GW520 mit einer QWERTZ-Tastatur. Pro Land traten jeweils zwei Teilnehmer an, jeder mit einem der beiden Handy-Typen. Insgesamt sechs Millionen Handy-Fans nahmen weltweit an den Vorausscheidungen teil. In Deutschland wird der Wettbewerb noch nicht ausgerichtet. Angesichts der harten Konkurrenz aus Korea ist allerdings auch fraglich, ob hiesige Kinder überhaupt eine Chance hätten. Yeong-ho Bae hat jedenfalls keine Angst vor Konkurrenz: "Bislang hat mich noch niemand geschlagen".

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