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Touchscreen-Displays - Quantentechnik soll Handys revolutionieren

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Touchscreen-Displays - Quantentechnik soll Handys revolutionieren

09.02.2010, 13:56 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Quanteneffekte sollen Handy-Displays feinfühlig machen (Foto: Pretect)Quanteneffekte sollen Handy-Displays feinfühlig machen. (Foto: Pretect) Rufton lauter? Stark drücken! Doch lieber leiser? Leicht drücken! Mehrere Hersteller planen Handys mit druckempfindlichen Bildschirmen - und sind überzeugt: Die Technologie kann die Bedienung von Mobiltelefonen grundlegend verändern.

Teil 2: Tunneleffekt macht Touchscreens feinfühlig

Wie kräftig drückt der Finger?

Ein sanfter Druck, die Seite scrollt langsam über den Bildschirm, ein wenig mehr Druck und schon huscht das Bild rasant über das Display: So in etwa kann man sich die Funktionsweise der neuen Displays vorstellen, die unter anderem Samsung künftig in seine Mobiltelefone einbauen will. Aktuelle Touchscreen-Handys können nur die Position eines Fingers erkennen, funktionieren wie ein Lichtschalter: Sie kennen nur die Funktion Ein oder Aus. Mit der neuen Technik hingegen sollen Handys auch darauf reagieren können, wie kräftig man den Finger auf das Display drückt.

Nächste Handy-Generation mit 3D-Betriebssystem?

Samsung-Manager Ho-Chul Joung sieht darin eine Technik, die "die Spielregeln für die Mensch-Maschine-Kommunikation verändern wird", 3-D-Benutzeroberflächen in kleinen, tragbaren Geräten möglich machen werde. Man könne davon ausgehen, dass schon die nächste Handy-Generation damit ausgestattet sein und deshalb "aufregende neue Funktionen" haben wird.

Vorbild Klavier

Vergleichbar ist die Technik mit dem Unterschied zwischen billigen Kinder-Keyboards und einem Klavier. Dem Keyboard ist es egal, ob man kräftig in die Tasten haut oder diese nur sanft herunter drückt. Der Ton den es als Reaktion auf einen Tastendruck erzeugt, ist immer derselbe. Bei einem Klavier - oder einem teuren Keyboard - verändert sich der Ton dagegen, je nachdem wie schnell und hart man eine Taste anschlägt. Nur so können Pianisten die Nuancen herausarbeiten, die Musik lebendig machen.

Gilt bislang als das Handy mit dem besten Touchscreen: Das iPhone (Foto: imago)Gilt bislang als das Handy mit dem besten Touchscreen: Das iPhone. (Foto: imago)

Kapazitive Touchscreens erkennen keine Handschuhe

Ähnlich wie das Billig-Keyboard in diesem Beispiel funktionieren auch aktuelle Touchscreen-Displays. Sie können lediglich feststellen, das und wo ein Finger den Bildschirm berührt, haben keine Sensoren eingebaut, die etwas über die Intensität der Berührung aussagen könnten. Bei kapazitiven Touchscreens etwa, wie jenem, der im iPhone steckt, wird das Deckglas des Bildschirms mit einem hauchdünnen Metallfilm bedampft, an den eine sehr niedrige Spannung angelegt wird. Berührt man diese Fläche mit dem Finger, ändert sich die Spannungsverteilung, was über Sensoren in den Bildschirmecken gemessen werden kann. Aus den jeweiligen Spannungsänderungen lässt sich dann die Position des Fingers bestimmen. Naturgemäß funktioniert diese Technik nur, wenn man mit dem Finger über den Bildschirm streicht. iPhone-User erkennt man im Winter deshalb immer an ihren blau gefrorenen Fingern: Behandschuhte Finger erkennt ein solcher Touchscreen nicht.

Teil 2: Tunneleffekt macht Touchscreens feinfühlig

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