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Samsung i8520 Beam Praxistest: Android auf dem Technik-Gipfel

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Samsung i8520 Beam Praxistest: Android auf dem Technik-Gipfel

23.02.2010, 10:59 Uhr | AreaMobile

Samsung i8520 Beam Praxistest: Android auf dem Technik-Gipfel. Samsungi8520 Beam: Erstes Beamer-Handy kommt (Quelle: Areamobile)

Samsungi8520 Beam: Erstes Beamer-Handy kommt. (Quelle: Areamobile)

Auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress hat Samsung nicht nur das Highend-Handy Wave mit neuem Bada OS vorgestellt, sondern auch das i8520 Beam aka Halo gezeigt. Mit Android 2.1, Super-AMOLED-Display und Mini-Beamer markiert es die Grenzen der aktuellen Handy-Technik. Areamobile konnte das i8520 bereits ausprobieren.

Deutschland ist bereit

Im vergangenen Jahr hat Samsung schon einmal ein Beamer-Handy präsentiert, aber das W7900 Show kam in Europa nie in den Handel. Anders sieht das mit dem Minibeamer MBP200 aus, der ebenfalls im letzten Jahr gezeigt wurde und sich hierzulande gut verkauft. Er war allerdings noch so groß wie ein ganzes Handy. Jetzt ist Deutschland endlich bereit für ein Mobiltelefon mit Projektor-Technik, so die Hoffnung von Samsung. Mitte des Jahres soll das Beam in den Handel kommen - zu einem Preis, der jenseits der 600-Euro-Marke liegen wird. Technisch ist er durchaus gerechtfertigt.

Technik ohne Ende im schicken Design

Die technische Ausstattung ist nicht nur wegen des eingebauten Minibeamers hervorragend. Das i8520 Beam kommt mit einem modernen Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 480x800 Pixel. Da kann nur das Samsung Wave mithalten - allerdings ist das Display des Bada-Handys nur 3,2 Zoll groß, während der "Beamer" mit 3,7 Zoll beeindruckt. Die Betrachtungswinkel des neuen Screens sind unglaublich groß, da kommt kein anderes Display mit. Auch die Farbwiedergabe ist brillant und wirkt bisweilen schon fast unnatürlich intensiv. Am deutlichsten wird der Unterschied, wenn man ein Handy mit herkömmlichem LCD-Display daneben legt, das dann blass und farblos aussieht. Ein Panel mit Super-AMOLED soll bei Sonnenlicht etwa fünf mal besser ablesbar sein, als bisherige AMOLED-Screens. Diese Aussage von Samsung glaubt man sofort, wenn man das Beam einschaltet.

Rasand schnelle Reaktion

Abgesehen vom grandiosen Display punktet das Samsung Beam aber auch noch mit weiterer Ausstattung. 16 Gigabyte interner Speicherplatz stehen dem Nutzer zur Verfügung, sie können per microSDHC-Karte noch einmal um 32 Gigabyte erweitert werden. Ein Prozessor mit 800 Megahertz sorgt wie im Samsung Jet für rasend schnelle Reaktion des Handys, die per Touchwiz 3.0-Nutzeroberfläche aufgehübschten Android-2.0-Menüs flutschen flüssig über den Bildschirm.

Bilder mit Geodaten versehen

Für den schnellen Datentransfer steht neben HSPA mit 7,2 Megabit Down- und 5,76 Megabit Upload-Geschwindigkeit auch WLAN mit dem nagelneuen n-Standard zur Verfügung. Auf das zukünftige Bluetooth 3.0, das man beim Samsung Wave findet, hat der Hersteller beim Beam verzichtet, die aktuelle Version 2.1 muss daher reichen. Fotos knipst das i8520 mit acht Megapixel, Videos nimmt es sogar in HD-Qualität im 720p-Standard auf. LED-Blitz, Autofokus und diverse Einstellungsmöglichkeiten helfen dabei, immer für optimale Qualität zu sorgen. Über das eingebaute GPS-Modul können Bilder auch mit Geodaten versehen werden.

Wahrscheinlich ohne DVB-T

Das Vorführmodell auf dem Messestand hatte sogar eine ausziehbare Antenne integriert, mit der man digitales Fernsehen (über DMB) empfangen kann. In der europäischen Version wird diese Ausstattung aber mit großer Wahrscheinlichkeit fehlen. Schade, denn mit einem DVB-T-Empfänger würde das i8520 zum absoluten Alleskönner auf dem europäischen Markt.

Handy liegt gut in der Hand

Trotz des eingebauten Beamers, der Bilder mit einer Auflösung von 800x480 Bildpunkten mit neun Lumen Leuchtkraft auf eine Diagonale von bis zu 50 Zoll projitzieren kann, ist das Android-Smartphone überraschend handlich geblieben. 123x59,8 Millimeter sind Maße, die dem Samsung Omnia II mit gleich großem Display ähneln, nur bei der Dicke muss sich das Beam mit 14,9 Millimetern dem Windows-Mobile-Smartphone geschlagen geben. Etwa 2,5 Millimeter mehr für einen Beamer scheint aber ein vertretbarer Zuwachs zu sein, zumal das Handy gut in der Hand liegt.

Diverse Chromapplikationen

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Obwohl das i8520 Beam fast ausschließlich aus Kunststoff besteht, wirkt das Gerät äußerst hochwertig. Das erreicht der Hersteller vor allem durch diverse Chromapplikationen, auch die Sensortasten zum Annehmen und Beenden von Gesprächen machen einen edlen Eindruck und funktionierten im Test gut. Für die Rückseite haben sich die Designer etwas besonderes einfallen lassen. Auch wenn sie ebenfalls nur aus Kunststoff besteht, wurde sie mit einer dreidimensional schimmernden Struktur beschichtet, die an Karbon erinnert.

Im Dunkeln hui, im Hellen pfui

Doch wie schlägt sich der Beamer des Handys im Alltag? Auf der Messe war das schwer zu beurteilen, denn dort war es selbst im eigentlich abgedunkelte Vorführabteil noch vergleichsweise hell. Trotz der neuen Technik DLP (Digital Light Processing), bei der statt farbiger Flüssigkristalle mikroskopisch kleine, bewegliche Spiegel eingesetzt werden, konnte der Beamer daher kaum überzeugen. Die projizierten Bilder wirkten auf eine Distanz von etwa 1,5 Metern bei einer Diagonale von etwa 30 Zoll zu dunkel, farb- und kontrastarm. Auf dem hellen Messestand selbst war sogar eine Wiedergabe auf geschätzten fünf Zoll bei etwa 25 Zentimeter Abstand zur Projektionsfläche zu dunkel. Mit echten Beamern kann das Samsung Beam also keinesfalls konkurrieren, doch das hat wohl auch niemand erwartet.

Ausreichend helles Bild

Ein Test des MBP200-Minibeamers in der Redaktion von areamobile, der bis auf die Auflösung sehr ähnlichen technischen Daten hat, brachte hingegen deutlich bessere Ergebnisse. Dort konnten sich die Redakteure von der Richtigkeit der Herstellerangaben bei optimalen Lichtverhältnissen überzeugen: In einem abgedunkelten Raum schaffte es der Minibeamer tatsächlich, bei einer Bilddiagonalen von etwa 50 Zoll ein scharfes, ausreichend helles und farb- sowie kontrastreiches Bild auf eine weiße Wand zu werfen. Das müsste das Samsung Beam auch schaffen.

Auch als Overhead-Projektor nutzbar

Der Akku mit 1600 mAh soll den Handy-Beamer etwa drei Stunden mit Strom versorgen. Und zwar nicht nur bei der Darstellung von Filmen oder Fotos, sondern auch bei anderen Inhalten. Darunter fallen etwa Excel-Dateien oder Powerpoint-Präsentationen. Außerdem lässt sich das Samsung Beam auch als Overhead-Projektor nutzen. Dazu richtet man die Kamera des Handys etwa auf ein Schriftstück und projiziert es dann vergrößert auf eine ebene Fläche.

Fazit

Mit dem Samsung i8520 Beam hat es der Hersteller geschafft, ein Oberklasse-Smartphone noch einmal um ein weiteres Highlight zu erweitern. Der eingebaute Beamer des Handys spielt seine Stärken zwar nur in dunkler Umgebung aus - aber dann funktioniert er hervorragend. Es ist beeindruckend, wie feinste Technik in so einem kompakten Gehäuse Platz gefunden hat. Denn bis auf die Dicke ist das Beam nicht größer als das Windows-Mobile-Smartphone Omnia II. Mit seinem Display, dem Beamer und dem 1600 mAh starken Akku markiert es den Gipfel der aktuellen Handy-Technik. Der einzige Grund, das Gerät nicht zu kaufen, ist der Preis. Wenn es Mitte 2010 in den Handel kommt, dann wird es zweifellos zu den teuersten Android-Smartphones gehören, die es gibt. 

Die wichtigsten Daten

Samsung i8520

Allgemein
Marktstart:
Einführungspreis:
Kategorie:
 
09/2010
unbekannt
Lifestyle
Display
Auflösung:
Farbtiefe:
 
480 x 800 Pixel
16.777.216 Farben
Abmessungen
Gewicht:
Maße:
 
unbekannt
123 x 59.8 x 14.9 mm
Akku
Gesprächsdauer:
Standby:
 
850 Minuten
630 Stunden

Quelle

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