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Neuer Personalausweis per Handy lesbar

26.02.2010, 10:58 Uhr

Neuer Personalausweis per Handy lesbar. Der neue Personalausweis soll in Kombination mit dem Handy Online-Banking sicherer machen (Foto: Fraunhofer SIT)

Der neue Personalausweis soll in Kombination mit dem Handy Online-Banking sicherer machen. (Foto: Fraunhofer SIT)

Ohne geht fast kein Deutscher aus dem Haus. Auch bei Auslandsreisen kann niemand darauf verzichten. Die Rede ist ausnahmsweise nicht von Handys, sondern von unserem Personalausweis. Allerdings könnten diese beiden unverzichtbaren Begleiter in Zukunft Hand in Hand gehen. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) in Darmstadt wollen auf der CeBit ein entsprechendes Konzept vorstellen. Das Zusammenwirken von Handys und Personalausweis würde viele Probleme z.B. beim Online-Banking oder bei Behördengängen lösen - die nötige Technik wäre bereits vorhanden.

"Bequem und gleichzeitig sicher"

Grundlage für das Konzept ist der neue Personalausweis, der ab November diesen Jahres eingeführt wird. Er kann mittels der so genannten Near Field Communication Technology (NFC) ausgelesen werden. Um sich mit der so genannten eID-Funktion im Internet zu identifizieren, muss der Ausweis nur an ein entsprechend ausgestattetes Handy gehalten werden. Eine sechsstellige PIN soll sicherstellen, dass Unbefugte im Fall eines Diebstahls keinen Unfug anrichten können. Der große Vorteil ist dabei, dass NFC-Lesegeräte Daten nur auf wenige Zentimeter Entfernung empfangen können. Dadurch wird das Abhören der Kommunikation zwischen Ausweis und Handy fast unmöglich. "Die Handhabung ist äußerst bequem und gleichzeitig sehr sicher," schwärmt Forschungsbereichsleiter Mario Hoffmann vom Fraunhofer SIT gegenüber dem "Informationsdienst Wissenschaft".

Kaum NFC-Handys im Angebot

Bislang kam die so genannte Near Field Communication Technology (NFC) nur im Personennahverkehr zum Einsatz. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund startete im April 2006 ein Pilotprojekt in Hanau, bei dem ein entsprechend ausgerüstetes Nokia 6131 das herkömmliche Ticket aus Papier ersetzte. Auch auf dem Mobile World Congress - der wichtigsten Mobilfunkmesse in Europa - war NFC ein großes Thema. Problematisch für das neue Konzept könnte es jedoch sein, dass außer Nokia noch kein Hersteller entsprechende Geräte im Angebot hat. "Noch sind nur wenige Mobilfunkgeräte mit dieser Technik ausgestattet, aber das wird sich ändern", gibt sich Mario Hoffmann zuversichtlich.

Noch technische Hürden beim Bürgerclient

Erschwerend kommt auch die Tatsache hinzu, dass sich der neue Personalausweis nur schrittweise verbreiten wird. Auch einige technische Hürden stehen der endgültigen Umsetzung noch im Weg: "So müssen beispielsweise noch der sogenannte Bürgerclient und die mobile eCard-API standardkonform implementiert sowie für die unterschiedlichen Handy-Plattformen angepasst werden", sagt Hoffmann. Bis zur Einführung des neuen Ausweises im November könnten diese Probleme freilich bereits gelöst sein. Möglicherweise können wir uns in Zukunft dann den Gang zum Einwohnermeldeamt oder zur Bank ersparen - schließlich haben wir ohnehin immer alles dabei, was dazu nötig ist.

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