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SMS-Nachrichten  

Krank getippt: 4000 SMS pro Monat

25.03.2010, 11:18 Uhr | Jens Höfling, t-online.de

Krank getippt: 4000 SMS pro Monat. Exzessives Simsen kann krank machen (Foto: Archiv)

Exzessives Simsen kann krank machen (Foto: Archiv)

Ständiges und häufiges SMS-Tippen kann der Gesundheit schaden. Das zeigt der Fall von Annie Levitz. Die 16-jährige aus dem US-Bundesstaat Illinois tippte in einem Monat mehr als 4000 SMS. Diagnose nach einem Arztbesuch: Karpaltunnelsyndrom. Normalerweise wird diese Krankheit an der Handwurzel bei Menschen festgestellt, die übermäßig viel auf einer Tastatur schreiben. Jetzt droht Annie sogar eine Handgelenks-Operation. Dabei gibt es doch Alternativen fürs Viel-Simsen.

Manche Jugendliche schreiben auf dem Handy so schnell wie auf einer Computertastatur - auf Dauer eine Folter für den Daumen. Peter W. Johnson, Professor an der University of Washington erklärt in der 'New York Times': "Basierend auf unseren Erfahrungen mit Computernutzern wissen wir, dass der intensive und wiederholte Gebrauch der oberen Extremitäten zu Skelettmuskelkrankheit führen kann. Wir haben daher durchaus Grund zur Sorge, dass zu viel SMS-Schreiben zu zeitweiligen oder dauerhaften Schäden am Daumen führen kann".

Karpaltunnelsyndrom - die ersten Anzeichen

Im Frühstadium des Syndroms tauchen Gefühlsstörungen wie Kribbeln und Schmerzen des Daumens, Zeigefingers und Mittelfingers auf der Handflächeninnenseite auf. Im Verlauf der Erkrankung entwickeln sich ausgeprägte Schmerzen, die in den Unterarm, gelegentlich sogar bis in die Schulter ziehen können.

SMS-Flatrates locken

Doch das so genannte Simsen gehört bei Jugendlichen zu einer der beliebtesten Kommunikationsform. Die Zahl verschickter Kurznachrichten in Deutschland hat sich laut Branchenverband Bitkom in den vergangenen zehn Jahren nahezu verzehnfacht, auf rund 30 Milliarden SMS im Jahr 2009. Immer günstigere Mobilfunktarife mit SMS-Flatrates, die unbegrenztes Simsen zum Festpreis erlauben, tragen zu diesem Siegeszug bei. Dass das Verschicken von SMS-Nachrichten bei Jugendlichen mitunter auch zu einer wahren Sucht werden kann, zeigt das Beispiel Annie. Unter Berücksichtigung, dass laut Bitkom 80 Prozent der rund 82 Millionen Deutschen ein Handy nutzt, verschickt jeder der annähernd 66 Millionen Handybesitzer jährlich etwa 454 SMS. Damit ist Annie mit ihren 4000 SMS pro Monat ein Extremfall.

Annie will sich das iPhone kaufen

Wozu dies führen kann, lehrt der Fall Annie. Das Mädchen bekommt jetzt infolge der Erkrankung vorerst Kortison verabreicht und muss sich möglicherweise einer Handgelenk-Operation unterziehen. Offenbar hat die Schülerin aber daraus gelernt: Auf das ungezügelte SMS-Schreiben will die junge Amerikanerin zwar auch künftig nicht verzichten, aber immerhin kauft sie sich das iPhone, weil das SMS-Tippen mit dem Zeigefinger - statt des Daumens - dann nicht mehr so schwer fallen soll. Und mit einem Google "Nexus One" wäre Annie noch besser bedient: Auf diesem Handy können die Nutzer ihre SMS diktieren.

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