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Handys und Smartphones vor Viren und Trojanern schützen

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Viren und Trojaner abwehren  

Handys und Smartphones vor Hackern schützen

15.02.2011, 12:00 Uhr | t-online, t-online.de

Handys und Smartphones vor Viren und Trojanern schützen. Viren, Trojaner und Würmer bedrohen nicht nur Computer, sondern auch Handys. (Montage: t-online.de)

Viren, Trojaner und Würmer bedrohen nicht nur Computer, sondern auch Handys. (Montage: t-online.de)

Im Gegensatz zu Computern sind Handys sicher vor Viren und Trojanern - ein fataler Irrglaube! Mittlerweile sind auch Smartphones zur lukrativen Zielscheibe krimineller Hacker geworden. Hunderte Handyviren jagen nach sensiblen Nutzerdaten wie Passwörtern oder jubeln Besitzern der Mobiltelefone automatische Einwahlsoftware unter. Selbst das bislang als sehr sicher geltende Online-Banking-Verfahren mTan erwies sich nach einigen Attacken als riskant. Dennoch unterschätzen viele Handybesitzer die Gefahren. Wir geben Tipps, wie Sie Ihr Handy vor Viren und Abzockfallen schützen.

Auch wenn Windows-Computer weiterhin das größte Ziel sind, nehmen Hacker und Kriminelle verstärkt Mobiletelefone ins Visier. Denn Schadsoftware kann jedes Handy befallen, das mobile Java-Anwendungen ausführt. Das trifft auf nahezu alle auf dem Markt befindlichen Geräte. Zudem bieten Handys und Smartphones mit Bluetooth, UMTS, WLAN und Co. "unendlich viele Ansatzpunkte" für Hacker, sagte Marco Di Filippo von der Compass Security AG. Dabei ist die Gefahr längst nicht mehr graue Theorie. Die Sicherheits-Experten von Compass erhalten zunehmend Anfragen von Unternehmen, die mit virenverseuchten Mobiltelefonen zu kämpfen haben. Diese Entwicklung bestätigte auch Marco Preuß, Virus-Analyst bei Kaspersky Lab: "Wir sehen einen Anstieg im Bereich mobiler Schadsoftware. Allein im Juli 2010 wurden 44 neue Modifikationen von mobiler Malware entdeckt." Mittlerweile kennt der Sicherheitsanbieter laut Preuß über 140 sogenannte "Malware-Familien" in fast 1000 Modifikationen. Beunruhigend: Vor etwa einem Jahr lag die Zahl noch bei etwas mehr als 500 Varianten.

mTan-Verfahren ausgehebelt

Sogar das mTan-Verfahren, bei dem über eine SMS die nur kurze Zeit gültige Transaktionsnummer fürs Online-Banking verschickt wird, stellt mittels PC- und Handy-Trojaner für Hacker keine Hürde mehr dar. Die "wirksame Absicherung der von außen zugänglichen technischen Systeme gegen unbefugte Nutzung", wie der TÜV Rheinland bescheinigte, ist nicht mehr gegeben. Dass es darüber hinaus kinderleicht ist, einen Handy-Virus zu programmieren, bewiesen BBC-Reporter: Trotz geringer Programmierkenntnisse bastelten sie einen als Spiel getarnten Trojaner, der im Hintergrund Handydaten ausspähte.

So gelangen Viren aufs Handy

Viele Handy-Viren verbreiten sich über drahtlose Schnittstellen wie Bluetooth und WLAN, oder sie verschicken sich per MMS. Das Opfer wird dabei mit einer vermeintlich harmlosen Systemnachricht, beispielsweise einem angeblichen Software-Update, zur Installation des Schadprogramms aufgefordert. Aber selbst dann, wenn die Nachricht von einem Bekannten stammt, ist Vorsicht geboten: Handy-Viren picken sich neue Opfer gerne aus dem Adressbuch eines bereits infizierten Handys heraus. Vermehrt nutzen Kriminelle auch die beliebten Zusatzprogramme (Apps) für Smartphones als Trojanische Pferde. Neben dem neuen Spiel installiert sich das unerwünschte Programm einfach gleich mit. Doch auch hier sind Hacker auf die Gutgläubigkeit der Nutzer angewiesen, daher können Sie sich zu einem gewissen Maß vor Handy-Hackern schützen. Eher ungewöhnliche, aber fatale Fälle: Anfang 2010 gelangten Tausende infizierter microSD-Speicherkarten und eine ganze Charge des legendären Toshiba TG01 virenverseucht in den Handel.

Was Schadsoftware anrichten kann

Hoch in der Gunst der Hacker stehen nach wie vor Dialer, die selbständig Auslandsnummern anrufen oder teure Premium-SMS versenden. Diese fiesen Programme werden zum Teil erst über Nacht auf dem Handy aktiv, während das Opfer im tief und fest schläft. Der Handybesitzer bekommt erst Wind von der Sache, wenn die Telefonrechnung ins Haus flattert und die horrenden Gebühren längst abgebucht sind. Dann wird es schwierig, das Geld wieder zurückzubekommen. Laut Di Filippo liegen die größten Gefahren jedoch nicht in offensichtlichen Schäden, sondern im Ausspähen von Nutzerdaten. Trojaner können das fremde Handy in eine Abhörwanze oder Überwachungskamera verwandeln. Aber vor allem haben es Mobilfunk-Spione auf Kreditkartennummern, Bank- und Anmeldedaten abgesehen. Diese gestohlenen Informationen versprechen lukrative finanzielle Beute; daher werden Kriminelle auch in Zukunft versuchen, an diese Daten zu gelangen.

Zusätzlicher Schutz durch Antiviren-Software

Einige Entwickler bieten Antiviren-Software für Smartphones an. Die verschiedenen Betriebssysteme sind dabei unterschiedlich stark gefährdet. Etwa ein Drittel der bekannten Schadprogramme basiert laut Kaspersky auf der Symbian-Plattform, die vorwiegend auf Handys von Nokia eingesetzt wird. Hingegen waren Viren für Google Android oder für das iPhone bis vor kurzem noch völlig unbekannt. Da sich die Google- und Apple-Handys jedoch wachsender Beliebtheit erfreuen, erwarten die Sicherheitsexperten - vor allem auf Android - vermehrt Angriffe. Windows Phone 7 dagegen ist noch zu neu, um eine verlässliche Prognose abzugeben.

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