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Neuer Look für alte Blackberrys

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Neuer Look für alte Blackberrys

29.04.2010, 11:19 Uhr | mak, Spiegel Online

Neuer Look für alte Blackberrys. Blackberry hat auf seiner Hausmesse "Wireless Enterprise Symposium" sein neues Betriebsystem Blackberry OS vorgestellt (Foto: RIM)

Blackberry hat auf seiner Hausmesse "Wireless Enterprise Symposium" sein neues Betriebsystem Blackberry OS vorgestellt (Foto: RIM)

Die Blackberry-E-Mail-Handys werden aufgepeppt: Mit neuer Optik und neuen Funktionen sollen sie künftig auch Privatanwender begeistern können. Das Software-Update soll auch auf alten Geräten laufen und hat viele Anleihen bei Android und iPhone gemacht - was nötig war.

Research in Motion (RIM) hat Nachholbedarf. Zwar verkaufen sich die Blackberry-Smartphones des kanadischen Herstellers weiterhin prima, doch der Vorsprung zum Verfolger Apple schrumpft. Mit einem neuen Betriebssystem, dem Blackberry OS 6, versucht das Unternehmen nun, seine Geräte für Privatanwender attraktiver zu machen. Reichlich Multimedia-Funktionen, eine animierte Benutzeroberfläche und die Einbindung in soziale Netzwerke sollen dabei helfen.

RIM sitzt Apple im Nacken

Dass ein solches Update nötig ist, steht außer Frage. Erst vor wenigen Wochen hat das Wirtschaftsmagazin " Forbes" prognostiziert, dass Apple RIM schon 2011 überrunden wird. Apple trauen die Experten dann bis zu elf Prozent Anteil am Handymarkt zu , RIM nur acht. Drei Gründe, so "Forbes" sprechen für diese Annahme:

- Apples eng verzahntes Ökosystem von Consumer-Produkten (iTunes, Apps)
- Das Ende der Exklusivvermarktung des iPhone, beispielsweise durch AT&T in den USA
- Die zunehmende Nutzung des iPhone als Business-Handy - durch die Blackberry-Stammkunden also.

Es geht ums Anzeigengeschäft im mobilen Web

Damit nicht genug, schwindet die Bedeutung der Blackberrys bei der mobilen Internetnutzung. Aktuellen Zahlen des Anzeigennetzwerks AdMob zufolge ist der Blackberry-Anteil im mobilen Netz von neun Prozent im Dezember 2009 auf sieben Prozent im März 2010 gesunken. Kräftig zugelegt haben dagegen Android-Handys, die mittlerweile 46 Prozent des mobilen Datenverkehrs ausmachen und damit sogar das iPhone mit seinen 39 Prozent hinter sich lassen. Das zeigt nicht nur, dass sich auf Android und iPhone mit Anzeigenwerbung viel mehr Geld verdienen lässt als auf Blackberry-Geräten. Es zeigt auch, dass die Nutzer der RIM-Geräte nicht viel im Web unterwegs sind. Sie benutzen ihre Blackberrys immer noch primär als mobile E-Mail-Maschinen, ein Verhalten, dass Nutzer anderer Plattformen längst abgelegt haben.

RIM gibt Einblick ins neue Betriebssystem

Doch jetzt wollen die Kanadier offensichtlich Versäumtes nachholen. Auf der Blackberry-Konferenz WES 2010 (Wireless Enterprise Symposium) konnte man erstmals einen Blick auf das künftige Blackberry-Betriebssystem 6 werfen - und das bringt etliche Neuerungen mit sich, die Appetit auf mehr machen. Die wohl wichtigste: Die Blackberrys bekommen einen neuen Webbrowser auf Basis der Webkit-Technologie. Diese Open-Source-Technik nutzt beispielsweise Apple auch für seinen Safari-Browser auf Mac OS X und dem iPhone. Zu dessen Funktionen soll unter anderem die Möglichkeit gehören, mehrere Web-Seiten gleichzeitig zu öffnen, das sogenannte Tabbed-Browsing. Außerdem unterstützt der Browser die ins System integrierte Fähigkeit zur Multitouch-Bedienung. Man kann also wie beim iPhone mit Zweifinger-Gesten Seiten vergrößern und verkleinern, Bilder drehen.

Optisch ansprechender

Auch der generelle optische Auftritt des Betriebssystems wurde kräftig überarbeitet und modernisiert. So gibt es jetzt semitransparente Fenster, die sich über den Hintergrund legen, wenn sie geöffnet werden. Und auch über dem Hintergrund schwebende modale Pop-up-Menüs wird es geben, mit denen kontextsensitive Optionen eingeblendet werden können.

Musikansicht wie bei iTunes

Und auch der Mediaplayer scheint - ganz den Konsumenten im Blick - von Grund auf neu entwickelt worden zu sein. Seine Musikansicht erinnert stark an die Cover-Flow-Ansicht, die aus Apples iTunes bekannt ist. Genau wie dort kann man im Blackberry OS 6 mit dem Finger in einem virtuellen Plattenstapel wühlen, startet die Musikwiedergabe, indem man ein Cover antippt.

Soziale Integration

Die Einbindung in Soziale Netzwerke soll eine eigene Blackberry-App zentralisieren. Sie soll Statusmeldungen aus Twitter und Facebook einsammeln und gleichzeitig Chats über Google Talk, BB Messenger und AIM ermöglichen. Zudem haben Blackberry-Anwender mit dem neuen System die Möglichkeit, sich ihren Startbildschirm, den Homescreen, nach eigenen Wünschen zu gestalten. So kann man seine Lieblings-Apps beliebig über mehrere virtuelle Bildschirme verteilen, zwischen denen man dann per Fingerwischen hin und her wechselt, ganz so, wie man es von Android-Handys kennt.

Kompatibles Update kommt im Sommer

Trotz der vielen Änderungen soll das System laut RIM weiterhin kompatibel zu älteren Blackberry-Smartphones sein. Eine totale Absage an die QWERTZ-Tastatur, die so viele Blackberry-Anwender schätzen, ist es also nicht. Die Veröffentlichung hat der Hersteller für Juni/Juli angekündigt. Besitzer älterer Geräte dürfen auf kostenlose Updates hoffen.

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