Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone & Tablet PC >

Handy-Weitwurf-WM feiert Jubiläum

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Volle Deckung! Hier fliegen die Handys!

24.06.2010, 11:52 Uhr | t-online, t-online.de

Handy-Weitwurf-WM feiert Jubiläum. Teilnehmer bei der WM im Handy-Weitwurf. (Foto: dpa)

Teilnehmer bei der WM im Handy-Weitwurf. (Foto: dpa)

Während in Südafrika die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Milliarden von Menschen in ihren Bann zieht, bricht im kleinen finnischen Juva das nächste WM-Fieber aus. Mit Spannung richten sich die Blicke der Fans wieder Richtung Norden, die Athleten legen beim Trainings-Schlussspurt noch einmal zu, denn ab dem 21. August heißt es in Finnland: "Die Weltmeisterschaften im Handy-Weitwurf sind eröffnet!" Die junge und zugegeben etwas skurrile Sportart feiert ihr kleines Jubiläum. Vor genau zehn Jahren fand das erste internationale Turnier in der Stadt Savonlinna statt - der Ursprung liegt in einem ganz ungewöhnlichem Fall!

"Werfen Sie Ihr Handy am besten ganz weit weg!" Den Satz, den kein Mobilfunk-Kunde von seinem Betreuer hören möchte, haben sich die Erfinder des Handy-Weitwurfs zum Leitsatz gemacht. Nach finnischem Reglement sind dabei nur Mobiltelefone mit Akku als Sportgerät zugelassen. Geworfen wird in zwei Disziplinen: Beim traditionellen Stil, dem Wurf über die Schulter, zählt ausschließlich die erzielte Weite. Beim Freistil-Wurf werden keine Vorgaben zur Wurftechnik gemacht, dafür wird neben der Weite die Ausführung mit Blick auf ästhetische und choreografische Gesichtspunkte bewertet. Die Teilnehmer treten einzeln oder als Team gegeneinander an. Ein Finne hält derzeit mit 82,55 Metern den Weltrekord im klassischen Stil aus dem Jahre 2004. Der Juniorenmeister kommt ebenfalls aus Finnland, immerhin 46,83 Meter aus dem Jahr 2003 gilt es zu knacken.

Handy-Werfer auch in Deutschland

Auch hierzulande sind Begeisterte von Anfang an dabei. Zusammengeschlossen haben sich die Sportler in der "Vereinigung Deutscher Handywerfer e. V." (VDH e. V.). Geworfen werden nach den Regeln der IAMPT (International Association of Mobile Phone Throwers) zumeist Handys ohne Akku. Hochburg ist die Stadt Kamenz, wo 2004 die erste deutsche Meisterschaft ausgetragen wurde. Im Jahr 2005 gastierte hier die Europameisterschaft erstmals auf deutschem Boden und 2006 fand dort sogar die erste Weltmeisterschaft nach Version der IAMPT statt. Den aktuellen IAMPT-Weltrekord hält derzeit denn auch ein Deutscher, Marko Hübenbecker konnte sich mit 83,32 Metern im Buch der Geschichte verewigen.

"Humor verbindet Menschen weltweit"

Könnten Sie Ihr Handy manchmal an die Wand werfen? Dann müssen wir Sie leider enttäuschen: Aus Gründen der Chancengleichheit dürfen in der Regel keine selbst mitgebrachten Geräte dem sportlichen Zweck zugeführt werden. Dabei entspringt der Handy-Weitwurf dem Frust, mit dem Nutzer und Kundenbetreuer in der Pionierzeit des Mobilfunks im Jahr 2001 zu kämpfen hatten. Die massenhafte Produktion von Prepaid-Handys hielt nicht mehr mit dem Qualitätsanspruch der Kunden mit. Als frustriertem Kundenbetreuer lag es uns auf der Zungenspitze den vielen betroffenen Kunden "Am besten diese Dinger nehmen und weit, weit wegwerfen." zu raten, erinnert sich der Initiator der Handy-Weitwurf-Meisterschaft. Und so entstand dann die Idee, daraus einen Sport zu kreieren und die "Vereinigung Deutscher Handywerfer e. V." (VDH e. V.) zu gründen. Bei einem Stadtfest in Kamenz wurde erstmals ein Handy-Weitwurf-Wettbewerb veranstaltet, bei dem als erster Rekordhalter H. Scholl ermittelt wurde, der mit einem Siemens S6 eine Distanz von 65,8 Metern überwand.

Längst aber hat sich der humorvolle Umgang mit der aufgestauten Verzweiflung der Handy-Geplagten zu einem internationalen Fest der Begegnung gemausert, die karnevalsähnliche Stimmung begeistert Teilnehmer und Besucher alljährlich aufs Neue. "Humor verbindet Menschen weltweit und ist Teil dieses Sports", schreibt der Veranstalter auf seiner Webseite. Ganz ernst dagegen mahnt das Ereignis aber auch den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen dieser Welt an, so gehört von Anfang an ein ortsansässiges Recycling-Unternehmen zu den engen Partnern der WM. Auf jeden Fall macht die Idee Lust auf mehr und deswegen heißt es auch bei der zehnten Neuauflage: "Wir sehen uns in Finnland!"

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.savonlinnafestivals.com

7 Tage gratis testen: SMS- & MMS-Dienste direkt aufs Handy - auch zur WM!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video



Anzeige
shopping-portal