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Adobe Flash auf dem iPad: EU-Kommission hat Apple im Visier

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Apple unter Druck  

EU-Kommission nimmt Apple ins Visier

07.07.2010, 12:31 Uhr | Andreas Lerg, t-online.de

Adobe Flash auf dem iPad: EU-Kommission hat Apple im Visier. Die EU-Kommission könnte Apple zwingen, Flash auf das iPad zu bringen. (Foto: dpa)

Apple iPad. (Foto: dpa)

Die EU-Kommission fordert, dass Nutzer von digitalen Geräten eine freie Wahl haben sollen, welche Software, Anwendungen und Funktionen darauf laufen. Weil Apple mit seinem AppStore rigide bestimmt, wer Software für das iPad oder iPhone verkaufen darf, und auch weil Flash nicht auf den Geräten läuft, könnte dem Unternehmen jetzt Ärger ins Haus stehen.

Mit der Digitalen Agenda will die EU-Kommission die Kompatibilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller und Software fördern sowie offene Standards begünstigen. EU-Kommissarin Neelie Kroes sagte während der Vorstellung der Digitalen Agenda: "Wir müssen sichergehen, dass maßgebliche Marktteilnehmer sich nicht einfach entscheiden können, die Kompatibilität mit ihren Produkten zu verweigern. Dabei geht es nicht einfach nur um Microsoft oder andere große Firmen wie Apple, IBM oder Intel. Die wesentliche Herausforderung ist, dass Konsumenten die Wahl haben müssen, wenn es um Software- oder Hardwareprodukte geht."

Apple schottet seine Geräte ab

Apple regelt sehr streng, wer im AppStore Anwendungen für das iPad oder iPhone verkaufen darf. Außerdem wird auch rigide kontrolliert, was genau diese Anbieter verkaufen. Dadurch entsteht ein geschlossenes System zwischen Apple-Geräten und dem AppStore. Das aber widerspricht der von der EU-Kommission geforderten Kompatibilität. Zudem soll die Digitale Agenda auch verhindern, dass eine Firma eine zu starke Kontrolle über einen bestimmten Markt bekommt. Kroes erläuterte dazu: "Die Kommission wird geeignete Methoden suchen, mit denen wichtige Unternehmen am Markt dazu gebracht werden können, Kompatibilität zu lizenzieren und dabei Fortschritt und Wettbewerb zu fördern."

Apple zur Nutzung von Flash zwingen

Apple weigert sich auch beharrlich, Adobes Flash auf dem iPad und iPhone anzubieten. Auch hier könnte die EU-Kommission Anstoß nehmen und von Apple verlangen, den im Internet sehr weit verbreiteten Multimediastandard auf seinen mobilen Geräten zuzulassen.

EU boxt Regelungen durch

Die von Kroes vorgestellte Digitale Agenda sieht Maßnahmen vor, um Firmen dazu zu zwingen, Geräte und Systeme für die Konkurrenz zugänglich zu machen. Dass die EU-Kommission bei wettbewerbsrechtlichen Dingen keinen Spaß versteht und mit harten Sanktionen Änderungen erzwingt, musste zuletzt Microsoft spüren. Die EU-Kommission setzte 2009 durch, dass Microsoft den Käufern seines Betriebssystems Windows alternative Browser anbieten muss. Hätte Microsoft sich nicht gebeugt, wären Bußgelder in zigfacher Millionenhöhe fällig geworden. Wegen des in Windows vorinstallierten Mediaplayers musste Microsoft zuvor bereits 500 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Apple könnte eine ähnliche Konfrontation ins Haus stehen.

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