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Microsoft verramscht Flop-Handys für 1 Cent

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Amazon verramscht Microsoft-Handys für einen Cent

09.07.2010, 10:18 Uhr | JHO, t-online.de

Microsoft verramscht Flop-Handys für 1 Cent. Microsoft hat seine Geräte Kin One und Kin Two eingestellt (Bild: Reuters)

Die Microsoft-Smartphones Kin One und Kin Two wollte kaum jemand haben. Nach kurzer Zeit stoppte Microsoft die Produktion. (Bild: Reuters)

Erst vor wenigen Tagen hat Microsoft seine ersten eigenen Smartphones Kin One und Kin Two komplett eingestellt - nur 48 Tage nach dem Verkaufstart in den USA. Jetzt sind die gescheiterten Microsoft-Smartphones auf dem Handy-Wühltisch bei Amazon gelandet. Der Online-Händler verramscht die Geräte für gerade einmal einen US-Cent. Doch die Sache hat einen Haken.

Offenbar will Amazon die Ladenhüter Kin One und Kin Two (Foto-Show) so schnell wie möglich aus seinen Regalen schaffen. Die beiden Geräte verkaufen sich wohl sehr schlecht. Nur ein paar Hundert Geräte sollen in den ersten Tagen über die Ladentheken gegangen sein. Ob sich die Regale bei Amazon jetzt zügig leeren, bleibt dennoch fraglich. Denn die Microsoft-Smartphones gibt es zum symbolischen Preis von 0,01 US-Dollar nur mit einem Mobilfunkvertrag bei Verizon. Und laut Brachendienst CNET ist genau das einer der Hauptkritikpunkte potenzieller Kin-Käufer: Bei einem Zweijahresvertrag und der Nutzung aller Internet-Angebote können locker 85 US-Dollar monatlich anfallen. Das sind happige 67 Euro.

Fehlende Standard-Funktionen schrecken Käufer ab

Der US-Netzanbieter Verizon hatte die Microsoft-Smartphones Kin One und Kin Two ursprünglich für 50 beziehungsweise 100 Dollar im Angebot. Nachdem bekannt wurde, dass die Geräte eingestellt werden, senkte der Anbieter bereits die Preise des Kin One von 50 auf 30 Dollar und die des Kin Two von 100 auf 50 Dollar. Neben den hohen monatlichen Kosten bemängelten potenzielle Käufer auch fehlende Standard-Funktionen wie etwa einen Kalender. Solche Funktionen sollten bei modernen Smartphones, die auf soziale Netzwerke ausgerichtet sind, eigentlich Grundvoraussetzung sein.

Kin One und Kin Two floppen in den USA

Microsoft hatte mit den beiden Kin-Handys erstmals eigene Mobiltelefone vorgestellt und damit ehrgeizige Ziele verbunden. Doch die Smartphones hatten sich im Gegensatz zum Konkurrenten Apple iPhone schnell zum Ladenhüter entwickelt. Gerüchteweise sollen in den anderthalb Monaten seit dem Verkaufsstart nur 500 Handys verkauft worden sein, berichtete das US-Magazin Business Insider.

Kin-Erfahrung fließt in Windows Phone 7 ein

Andy Lees, Chef von Microsofts Mobilfunksparte, sagte CNET: "Wir haben entschieden, uns exklusiv auf die Entwicklung von Windows Phone 7 zu konzentrieren und werden Kin in Europa nicht ausliefern. Das Kin-Team wird vollständig in das Team von Windows Phone 7 integriert, die mit dem Kin gemachten Erfahrungen fließen in zukünftige Funktionen von Windows Phone 7 ein." Microsoft will mit seinem kommenden Smartphone-Betriebssystem gegen Apple iOS 4 und Google Android antreten.

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