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Geheimnisvolles Microsoft-Handy gibt Rätsel auf

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Mysteriöser Prototyp: Microsofts Menlo-Handy gibt Rätsel auf

09.08.2010, 14:31 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Geheimnisvolles Microsoft-Handy gibt Rätsel auf. Was hat es mit dem geheimnisvollen Menlo-Projekt auf sich? (Foto: Microsoft)

Kaum hat Microsoft seine ersten Handys vom Markt genommen, tauchen im Internet schon Spekulationen über die nächste Generation von Microsoft-Mobiltelefonen auf. Ausgerechnet ein öffentlich einsehbarer Forschungsbericht soll das Geheimnis preisgegeben haben - inklusive Fotos.

Immer wenn im Netz etwas bis dato unbekanntes auftaucht, beginnt das große Rätselraten. Warum hätte das bei Menlo anders sein sollen? Seit Monaten machten leise Gerüchte über ein Microsoft-Projekt namens Menlo die Runde. Irgendetwas mit mobilen Geräten sollte es zu tun haben. Möglicherweise gehe es um ein neues Betriebssystem, genaues wusste niemand - bis jetzt.

Microsoft-Forscher plaudern Geheimnis aus

Eine Gruppe von Microsoft-Forschern hat die Katze aus dem Sack gelassen, ganz nebenbei, in einem Forschungsbericht, den man als PDF von Microsofts Servern laden kann. Menlo ist ein Handy, nicht mehr und nicht weniger. Aber das reicht schon aus, um Spekulationen in Gang zu bringen.

Menlo als Kin-Nachfolger?

Schließlich ist es gerade erst ein paar Wochen her, dass Microsoft seine ersten eigenen Handys zu Grabe getragen hat. Die Smartphones der Serie Kin waren voll auf Nutzer Sozialer Netzwerke zugeschnitten, hatten aber selbst nur wenige Freunde gefunden. Sollte nun also Menlo, das als Randnotiz mit einem winzigen Foto in jenem Forschungsbericht auftaucht, schon der Nachfolger von Kin sein?

Forschungsplattform statt Prototyp

Wohl kaum, wenn man sich genauer anschaut, was die Forscher da über das mysteriöse Microsoft Mobiltelefon schreiben. Dass es sich bei Menlo in erster Linie um eine Forschungsplattform handelt und nicht um einen Prototypen, der Vorbild für ein Seriengerät sein soll, offenbart ein Blick auf dessen technische Ausstattung. Die Forscher beschreiben es als: "Prototypen mit einem kapazitiven Touchscreen (4,1 Zoll, 800 x 480 Pixel) auf dem Windows Enbedded CE 6.0 R2 läuft und der einen Bosch BMA150 Drei-Achsen-Beschleunigungsmesser sowie einen digitalen Drucksensor (Barometer) vom Typ Bosch BMP085 enthält."

Menlo mit Menlow?

Was dabei auffällt: Zum verwendeten Prozessor ist dort nicht zu lesen. Obwohl der in letzter Zeit doch auch bei Handys als wichtiges Kernelement angesehen wird. Vielleicht aber gibt ja der Name des Prototypen einen Hinweis auf seinen Antrieb. Denn Menlo hört sich gesprochen fast genauso an wie Menlow, und das ist die Bezeichnung für eine Intel-Mobilplattform aus Chipsatz und Prozessor, die 2008 erstmals vorgestellt wurde.

Konkurrenz für Smartphones

Menlow basiert auf einem abgespeckten Atom-Chip, wie man ihn von Netbooks kennt, der speziell für die Verwendung in sogenannten MIDs, mobilen Internetgeräten (Mobile Internet Device) und UMPC, ultramobilen Mini-PC, entwickelt wurde. Beide Gerätegattungen tauchen bislang allerdings bestenfalls in homöopathischen Dosierungen auf dem Markt auf. Stattdessen haben längst Smartphones das Rennen für sich entschieden - allerdings ohne Menlow.

Wo steht mein Auto?

Ein wirklich ernstzunehmender Handy-Prototyp ist Menlo also nicht, ein spannendes Forschungsprojekt schon. Denn wenn man den Microsoft-Forschungsbericht tatsächlich einmal liest, findet man darin einige interessante Details. Das betrifft vor allem die Software, die auf Menlo getestet wird. Das "Greenfield" genannte Programm dient dazu, eine neue Form der Navigation zu testen, die Fußgänger unabhängig von den Signalen von GPS-Satelliten machen könnte, zumindest teilweise.

Handy als Parkplatzfinder

Dazu zeichnet die Software beispielsweise über den Beschleunigungssensor die Schritte auf, die man etwa nach dem Verlassen seines geparkten Wagens gemacht hat. In Kombination mit den Barometerdaten des extrem sensiblen Bosch-Sensor kann man dabei sogar feststellen, ob jemand zu Fuß beispielsweise das Stockwerk gewechselt hat. Die Forscher geben als Nutzungsmöglichkeit an, dass man sich auf diese Weise auf großen Parkplätzen zu seinem Auto zurück führen lassen könnte. Wer die Parkplätze amerikanischer Mega-Malls kennt, weiß, dass eine solche Software durchaus eine Daseinsberechtigung hat.

Navi für Fußgänger

Und doch sind die tatsächlichen Möglichkeiten viel umfassender und könnten am Ende zu einer Navigationssoftware für Fußgänger führen, die auch in geschlossenen Räumen zuverlässig funktioniert - anders als GPS-basierte Systeme. Wann es soweit sein wird, ist allerdings noch vollkommen unklar. Fürs Erste haben Microsofts Programmierer noch gut damit zu tun, das im Frühjahr angekündigte Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 fertig zu kriegen. Viel Zeit haben sie dafür nicht mehr. Die ersten Handys mit dem neuen System sollen im Oktober auf den Markt kommen - ohne Menlo und wohl auch ohne Digital-Barometer.

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