Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone & Tablet PC >

Handy-Navis: Was taugen kostenlose Wegbegleiter?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Handy-Navis: Was taugen die kostenlosen Wegbegleiter?

06.07.2011, 17:00 Uhr | t-online.de, t-online.de

Handy-Navis: Was taugen kostenlose Wegbegleiter?. Navis für Handys können klassischen Navigationsgeräten problemlos die Stirn bieten. (Screenshot: skobbler.de)

Navis für Handys können klassischen Navigationsgeräten problemlos die Stirn bieten. (Screenshot: skobbler.de)

Immer dabei, handlich und auch noch gratis: Die Vorteile einer Handy-Navigation mit kostenlosem Google Maps, Ovi Maps Navigation oder Navigon telekom edition sprechen für sich. Wir sagen Ihnen in unseren Foto-Shows, welche kostenlosen Navi-Lösungen es auf dem Markt gibt und was Sie beim Einsatz eines Handy-Navis beachten sollten.

Es muss nicht immer ein Navigationsgerät sein, wenn man im Auto oder zu Fuß den richtigen Weg sucht. Auch viele Handys sind bereits mit einem GPS-Empfänger ausgerüstet. Zusammen mit kostenlosen Programmen zur Navigation verwandelt sich das Mobiltelefon leicht zum vollwertigen Navigationssystem. Ob ein Handy mit einer Navigationssoftware kompatibel ist, hängt immer vom einzelnen Modell ab. Besonders eignen sich GPS-Smartphones mit großen und hellen Displays, die auch bei Sonnenschein noch gut ablesbar sind.

Große Auswahl bei Nokia-Handys

Nokia stattet eine große Anzahl seiner Modelle mit der kostenlosen Navigationslösung Ovi Maps aus. Bei neuen Modellen ist die Software vorinstalliert, viele ältere Geräte können nachträglich Navi-tauglich gemacht werden. Ovi Maps gibt es in Nokia Store, beim Herunterladen kann man die Karten einzelner Länder an- oder abwählen. Es sind Karten für über 100 Länder auf der ganzen Welt verfügbar. Die Daten werden im Handyspeicher (Onboard-Navi) abgelegt, eine Internetverbindung ist zum Navigieren nicht notwendig. Allein bei eingeschaltetem A-GPS ruft das Handy zur besseren Positionsbestimmung wenige Kilobyte an Daten ab. A-GPS lässt sich in den Einstellungen deaktivieren. Bei einigen der Nokia Navi-Handys gehört sogar das notwendige Kfz-Zubehör wie Ladekabel und Halterung zum Lieferumfang.

Bei den Smartphones von Garmin steht die Navifunktion sogar im Vordergrund. Zurzeit bietet der Navigationsgeräte-Spezialist mit den nüviphones A50 und M10 zwei verschiedene Modelle an. Auch andere Hersteller bieten Modelle mit kompletter Onboard-Navigation an. Manchmal ist das Navi auch Bestandteil des Handy-Vertrags.

Handy-Navigation immer dabei

Der größte Vorteil von Smartphones als Navigationsgerät ist die Funktionsvielfalt in einem einzigen Gerät. Das Handy ist ohnehin immer dabei, ein Saugnapf-Navi muss zusätzlich eingesteckt werden. Deshalb eignet sich der mobile Begleiter auch hervorragend als Fußgänger-Navigation. Klassische Navigationsgeräte werden schon mal gerne im Auto liegen gelassen und locken so Diebe an.

Einschränkung bei Navi-Programmen

Die beliebtesten kostenlosen Navigationsprogramme fürs Handy sind Ovi Maps Navigation für diverse Nokia-Handys, das Billig-Navi Skobbler, Google Maps Navigation für Android-Smartphones und die Telekom edition von Navigon, die in der kostenlosen Version T-Mobile-Kunden mit iPhone oder Android-Handy vorbehalten ist. Alle Programme navigieren problemlos vom aktuellen Standort zu einem bestimmten Ziel. Außerdem zeigen die kostenlosen Navigationssysteme bestimmte Positionen wie etwa das nächste Parkhaus auf der Karte an. Nokias Ovi Maps Navigation beispielsweise blendet noch Details wie Zugstrecken oder Gebäudeumrisse ein. Auch eine 3D-Ansicht sowie Satellitenbilder stehen beim Finnen-Navi zur Verfügung. Auch als Fußgänger-Navigation punktet Ovi Maps. So können sich Fußgänger über angepasste Audio-Ansagen und viele Extrainformationen für die meisten Großstädte freuen.

Google mit Spracherkennung und Satellitenansicht

Google Maps bietet durch seine Internet-Integration zusätzliche Möglichkeiten: Mit Google Maps Navigation kann man aus jedem Handy-Programm heraus – etwa beim Surfen im Web – eine Adresse als Navigationsziel eingegeben werden. Es gibt auch einen Fußgängermodus, allerdings kennt er keine gesonderten Fußwege. Eine 3D-Ansicht steht ebenfalls zur Verfügung. Ein Fahrspurassistent ist beim Google-Navi zurzeit in Deutschland noch nicht verfügbar. Ein Highlight ist aber dennoch die Spracherkennung und die Satellitenansicht. Die Select Edition für T-Mobile-Kunden leitet dagegen nur in der Vogelperspektive. Eine Zielsuche per Adressbuch gibt es kostenlos, wenn man sich bei Navigon registriert. Alle weiteren Extras wie Europakarten oder auch eine 3D-Ansicht müssen häppchenweise dazugekauft werden. Skobbler greift auf Karten aus dem Open-Source-Projekt Open Street Map zu und kennt deswegen sogar kleinste Pfade innerhalb Deutschland, allerdings sind noch lange nicht alle Regionen voll erschlossen. Mit 1,59 Euro ist die Software fürs iPhone sowie Google-Handys so gut wie kostenlos.

Onboard- oder Offboard-Navi?

Bei den kostenlosen Navigationssystemen von Nokia sowie von Navigon handelt es sich um so genannte Onboard-Lösungen. Das heißt, alle Karten sind auf dem Smartphone bereits gespeichert und müssen nicht erst aus dem Internet geladen werden. Dagegen zieht das Navigationssystem von Google sowie Skobbler das komplette Kartenmaterial in Echtzeit aus dem Netz. Deshalb ist hier eine Internet-Flat fürs Handy unbedingt empfehlenswert. Pluspunkt bei den Onboard-Lösungen ist die Navigation im Ausland. Ein Navigationssystem, das die Karten nicht via Internetverbindung nachladen muss, ist ohne teures Daten-Roaming nutzbar. Ebenfalls teuer kann es ohne Autohalterung werden: Wer mit einem Handy, ganz gleich zu welchem Zweck, beim Autofahren in der Hand erwischt wird, muss 40 Euro zahlen und bekommt einen Punkt in Flensburg. Zwingend erforderlich ist ein Saugnapfhalter aber nicht, für den Gesetzgeber reicht eine geeignete Ablage aus. Komfortabel ist das aber nicht, zudem kann das Smartphone bei einem Unfall zum fliegenden Geschoss werden. Eine Autohalterung ist mit Preisen um 30 Euro daher seine Anschaffung wert. Ebenfalls wichtig ist ein Ladekabel, da das aktivierte Display und die Navigationssoftware den Handyakku schnell leer saugen.

Computer-Video 
ADAC: Handy schlägt Navi

Test: Navigationsgeräte gegen Handy-Software. Das Handy hat oft die Nase vorn. Video

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Computer
Navi zapft Motordaten an
Navigationssystem checkt Motordaten

Ein neuartiges Navigationssystem checkt sogar den Spritverbrauch. Video

Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video



Anzeige
shopping-portal