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Laternen mit dem Handy anknipsen - Ein System mit Zukunft?

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Laternen mit dem Handy anknipsen - Ein System mit Zukunft?

11.11.2010, 11:27 Uhr | JHO, dpa, t-online.de

Laternen mit dem Handy anknipsen - Ein System mit Zukunft?. Das Handy als Lichtschalter (Montage: t-online.de)

Das Handy als Lichtschalter (Montage: t-online.de)

Sie wollen per Handy selbst die Laternen anknipsen, wenn Sie nachts auf entlegenen Straßen unterwegs sind? Wer glaubt, das ginge nicht, der irrt. Man muss sich lediglich auf der Internetseite "Dial4Light" registrieren, eine Nummer wählen und schon wird die Straße hell. Bislang gibt es das System aber nur in wenigen Ortschaften, doch weitere werden wohl folgen. Wir haben uns die Handy-Technik mal etwas genauer angesehen.

Dass man das Handy als Fernbedienung nutzen kann, um etwa den Computer zu steuern, ist nichts wirklich Neues. Dass man jedoch mit dem Handy auch beim nächtlichen Spaziergang die Laternen anknipsen kann, dürfte vielen noch nicht geläufig sein. In sieben ostwestfälischen Gemeinden ist das aber im Rahmen eines Pilotprojekts bereits möglich. Wer sich bei "Dial4Light" anmeldet, kann beispielsweise mit dem Handy in der Gemeinde Lemgo auf über 40 abgelegenen Strecken nach Belieben die Straßenlaternen für etwa eine Viertelstunde anschalten.

Anmeldung und Nutzung ist kostenlos

Nutzer wählen zum Anschalten der Straßenlaternen eine Festnetznummer und geben dann einen sechsstelligen Code über die Tastatur ein. Den Code erfährt man zum einen über die Website des Unternehmens. Zum anderen steht der Code an der jeweiligen Straßenlaterne, der dann direkt über das Tastenfeld eingegeben werden kann. Die Anmeldung und die Nutzung ist kostenlos. Es fallen nur Gebühren für den Anruf an die Festnetznummer an.

Wie kommt es beim Nutzer an?

Bislang scheint das Laternensystem auch sehr gut bei den Handynutzern anzukommen. Das erklärt zumindest Klaus Siekmann vom Bau- und Umweltamt der Gemeinde Dörentrup, die das System bereits seit knapp zwei Jahren nutzt. "Anfangs haben sich die Handyanwender zwar vereinzelt etwas schwer mit der neuen Handytechnik getan, doch mittlerweile scheint jeder gut damit klar zu kommen." Beschwerdemails gäbe es zurzeit fast kaum noch, so Siekmann. Die Laternen-Technologie wird in Dörentrup jetzt sogar auf weitere Gemeindestraßen erweitert - mit dem Hauptziel Stromkosten zu sparen.

Kommunen wollen Geld sparen

Das System "Dial4Light" haben die Stadtwerke in Eigenregie entwickelt. Eingesetzt wird es nur auf Straßen jenseits des Stadtkerns, die sonst nicht beleuchtet würden. Andere Kommunen hätten aber bereits Interesse an der Idee bekundet, erklärt Frank Breuer, Projekt- und Verkaufsleiter von "Dial4Light". Anscheinend handelt es sich für die Ortschaften um ein lukratives Geschäft: "Die Gemeinde Lemgo spart jetzt pro Jahr rund 100.000 Euro an Stromkosten" meint Breuer. Eine Stunde pro Tag im "Dial4Light"-Betrieb bringe sogar schon eine jährliche Ersparnis von 23.000 Euro. Und natürlich seien auch die Handynutzer sehr zufrieden mit dem Service.

Noch in den Kinderschuhen

Freilich steckt das neuartige Handysystem zurzeit noch in den Kinderschuhen. In Deutschland sind bislang nur ein paar Gemeinden mit dem System ausgestattet. Auch scheint das Anschalt-Prozedere der Straßenlaternen mit dem Handy noch etwas umständlich zu sein: Code raussuchen, Nummer wählen, Code eintippen - und das Ganze im Dunkeln. In Zeiten von Smartphones sollte dies eigentlich viel einfacher über eine Handy-App funktionieren, die automatisch den Standort lokalisiert und daraufhin die entsprechenden Laternen aktiviert. Jedoch seien die Entwicklung solcher Smartphone-Programme, so Breuer, nur eine Frage der Zeit. Man kann also gespannt sein, in welchen Städten das Handy bald noch als Lichtschalter zum Einsatz kommen wird.

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