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Windows Phone 7 frisst Daten-Guthaben der Nutzer auf

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Windows Phone 7 verschickt Phantom-Daten

11.01.2011, 09:17 Uhr | t-online.de, t-online.de

Windows Phone 7 frisst Daten-Guthaben der Nutzer auf. Steve Ballmer auf der CES 2011 in Las Vegas (Foto: dpa)

Steve Ballmer auf der CES 2011 in Las Vegas (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Mit mysteriösen Phantom-Daten verbraucht Windows Phone 7 offenbar das Datenguthaben seiner Nutzer. Das berichtet BBC News. Bis zu 50 Megabyte verschickt das Betriebssystem am Tag heimlich, ohne dass die Handy-Besitzer aktiv Datendienste genutzt hätten. Für Handy-Kunden mit einem Volumentarif wird es so im Zweifel schnell teuer – zumindest aber verlangsamt sich die Surf-Geschwindigkeit. Jetzt will sich Microsoft den Ursprung der geheimnisvollen Daten aufspüren – während mancher Anwender schon überzeugt ist, dass der Softwaregigant selbst hinter den mysteriösen Übertragungen steckt.

In verschiedenen Internet-Foren beschwerten sich Nutzer darüber, dass ihr Telefon mit Windows Phone 7 Daten verschickte, obwohl sie es gar nicht benutzten. Zwischen 30 und 50 Megabyte an Daten liefen täglich über die mobile Internetverbindung ihres Handys, schrieben die Nutzer. Bei dieser Menge an Daten sind die Kontingente vieler Volumen-Tarife schnell aufgebraucht. Bei diesen Tarifen drosseln die Mobilfunk-Anbieter nach einem bestimmten Datenvolumen die Verbindungsgeschwindigkeit, bei älteren Tarifen kann das zusätzliche Datenvolumen sogar bares Geld kosten.

Geheimnisvolle Datenübertragungen von Windows-Handys

In einer E-Mail habe ihr Anbieter sie darüber informiert, dass ihr Verbrauchslimit von zwei Gigabyte beinahe erreicht sei, schreibt eine Nutzerin namens Julie in an die auf Windows-Themen spezialisierte Seite des Microsoft-Experten Paul Thurrot. "Ich habe dann online in meinem Konto nachgesehen und festgestellt, dass mein Telefon offenbar regelmäßig große Datenpakete verschickt hatte", so Julie weiter. Andere Nutzer berichten von einem Volumen von zwei bis fünf Megabyte pro Stunde. "Das erscheint mir doch ausufernd zu sein", schreibt ein weiterer Nutzer und fragt sich, was da übermittelt wird. "Das geschieht sogar nachts, wenn ich nicht einmal E-Mails empfange", heißt es in dem Beitrag auf in dem Handy-Diskussionsforum Howard Forums.

Erste Nutzer wittern Microsoft-Schnüffelei

Die ersten Nutzer spekulieren bereits, dass es sich bei den gesendeten Daten um Feedback-Pakete handeln könnte, die Windows Phone 7 an Microsoft sendet. Der Konzern könnte sich so über die Performance seiner Software im täglichen Betrieb informieren lassen. Andere vermuten einen Fehler, der die Telefone trotz anders lautender Einstellungen Daten über die UMTS-Verbindung schicken lässt, selbst wenn ein offenes WLAN verfügbar ist. Microsoft selbst will sich mit dem Fehler auseinandersetzen. "Wir untersuchen den Fall, um die Ursache hierfür zu ermitteln", sagte ein Microsoft-Sprecher der BBC. Man wolle die Anwender auf dem Laufenden halten.

Windows Phone 7 erst im Oktober vorgestellt

Microsoft hatte Windows Phone 7 im Oktober 2010 erstmals vorgestellt. Hersteller und Anwender loben das System und seine Bedienoberfläche, Experten bezeichnen es als ersten ernstzunehmenden Versuch Microsofts, einen Fuß in den boomenden Smartphone-Markt zu setzen. Auf der CES 2011 in Las Vegas hatte Konzernchef Steve Ballmer erklärt, man wolle in den kommenden Wochen eine Reihe von Verbesserungen für das Handy-Betriebssystem veröffentlichen. Der Konzern wolle damit auf Wünsche der Nutzer eingehen.

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