Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone & Tablet PC >

Schockrechnung bei kostenlosen iPad- und iPhone-Spielen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Rechnungs-Schock bei iPhone-Spielen

03.02.2011, 09:27 Uhr | t-online.de

Schockrechnung bei kostenlosen iPad- und iPhone-Spielen. Apples App Store auf einem iPhone (Foto: imago).

Apples App Store auf einem iPhone. (Quelle: imago)

Vorsicht vor Kostenfalle in Apps für iOS: Gerade in Spielen für iPhone und iPad lassen sich oft Spielgegenstände kaufen, die hinterher für riesige Rechnungen und schockierte Nutzer sorgen. Gerade Kinder tappen immer wieder in die Kostenfalle. So sind Fälle bekannt geworden, in denen Kinder Rechnungsbeträge von mehr als einhundert Euro aufgehäuft haben, weil sie arglos in Zoo- und Dschungelspielen Spielgeld oder Items gekauft hatten. Möglich wird das durch einen Denkfehler in der Passwortverwaltung des mobilen Betriebssystems von Apple.

Eines der erfolgreichsten Spiele für Apples mobile Geräte iPhone und iPad ist Tap Zoo. In dem besonders für Kinder gedachten Spiel geht es darum, Tiere zu sammeln und mit ihnen einen großen Tierpark zu errichten. Das macht Spaß, und ist vor allem kostenlos – das Spiel ist als freier Download in Apples App Store zu haben. Eine Familie in den USA ist das Spiel trotzdem teuer zu stehen gekommen, wie die Washington Post am Mittwoch berichtete. Denn das Programm erlaubt kostenpflichtige Zusatzkäufe aus dem Spiel heraus – und die achtjährige Tochter der Familie hatte beherzt zugeschlagen. Am Ende lag die Telefonrechnung bei 150 US-Dollar.

Geschäft mit In-App-Verkäufen boomt

Denn die Preise für solche Downloads können recht schnell happig werden. 19 US-Dollar kostet ein Eimer voller Sterne, 99 Dollar sogar ein Eimer voller Münzen – mit beidem lässt sich der Tierpark sehr viel schneller ausbauen und verschönern. Das ist das Konzept dieser Spiele: Mit viel Geduld und täglichem Spielen können die Spieler auch kostenlos erfolgreich sein. Mit den Bezahl-Downloads geht es nur viel schneller. Pocket Gems, der Hersteller von Tap Zoo, ist damit durchaus erfolgreich, auch andere Hersteller sind bereits auf den Zug aufgesprungen. Die Analysten des auf Marktbeobachtung im Mobil-Bereich spezialisierten Unternehmens Distino hatten im Januar Zahlen veröffentlicht, nach denen sich die Umsätze mit solchen Käufen aus dem Spiel heraus im zweiten Halbjahr 2010 fast verdoppelt hatten.

Denkfehler in der Passwortverwaltung

Apple kassiert von jedem dieser kostenpflichtigen Downloads bis zu 30 Prozent. Offiziell will Apple natürlich solche Fälle wie den der achtjährigen Tochter verhindern und die Bezahldownloads für Kinder sperren. Doch ist es gerade ein Denkfehler im Umgang des App Stores mit Passwörtern, die solche unabsichtlichen Käufe durch Kinder überhaupt möglich macht. Wenn die Eltern eine App über ihr iPad oder iPhone herunterladen, bleibt ihr Login inklusive Kreditkarten-Zugang noch fünfzehn weitere Minuten aktiv. Spielt das Kind in dieser Zeit, kann es im Spiel einkaufen, ohne dass es noch einmal ein Passwort eingeben muss. Gerade kleineren Kindern ist dann nicht bewusst, dass sie nun Downloads für reales Geld erwerben.

Einkaufs-Möglichkeit einfach abschalten

Besorgte Eltern können die Möglichkeit ganz abschalten, aus dem Spiel heraus Gegenstände zu kaufen. Dazu müssen sie nur in den Bereich "Einstellungen" wechseln, dort unter "Allgemein" den Punkt "Einschränkungen aktivieren" anwählen. Nach Eingabe des Sicherheitscodes können Sie unter "Zulässiger Inhalt" die Einstellung "In-App-Käufe" ausschalten. Dann sind versehentliche Käufe in allen Applikationen ausgeschaltet. Die Einstellung kann jedoch zu Problemen führen, wenn Sie selbst Anwendungen verwenden, aus denen heraus sie Dienstleistungen bezahlen wollen. Dafür müssten Sie die Einstellung wieder einschalten.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video



Anzeige
shopping-portal