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iPhone und iPad: Apple-Geräte speichern heimlich Standortdaten

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iPhone und iPad  

iPhone und iPad speichern heimlich jede Bewegung

21.04.2011, 14:40 Uhr | Andreas Lerg

Reise mit dem iPhone durch Deutschland: An den dicken Punkten hat sich der Nutzer besonders lange aufgehalten. (Quelle: dpa)Reise mit dem iPhone durch Deutschland: An den dicken Punkten hat sich der Nutzer besonders lange aufgehalten. (Quelle: dpa) Apple-Geräte spionieren heimlich ihre Besitzer aus: Das iPhone und das iPad mit iOS 4 speichern regelmäßig den aktuellen Standort des Nutzers in einer unverschlüsselten Datei. Problemlos lassen sich so Bewegungsprofile erstellen. Doch mit einem Trick kann die Speicherung abgeschaltet werden.

Die Entdeckung zweier Informatiker, präsentiert auf der Computer-Konferenz "Where 2.0" in San Francisco, sorgt in der Fachwelt derzeit für Wirbel. Sowohl das Apple iPhone als auch das UMTS-fähige iPad mit der aktuellen Betriebssystemversion iOS 4 speichern immer wieder ungefragt den Standort des Gerätes und damit des Nutzers. Die Geräte sammeln diese Daten in einer ungeschützten Datei namens consolidated.db. Die Datei wird beim Synchronisieren mit iTunes auf dem Computer abgelegt und enthält Standortdaten, die bis zu einem Jahr zurück gehen.

Bewegungsprofile der Nutzer

Die Standortdaten werden jeweils inklusive eines Zeitstempels bestehend aus Datum und Uhrzeit gespeichert. Der Standort wird dabei jedoch nicht über den eingebauten GPS-Chip ermittelt, sondern über eine Dreieckspeilung von Mobilfunkmasten. Dabei wird über die Signalstärke der Abstand zu mehreren Sendeanlagen ermittelt und so der Standort bestimmt. Damit sind die Positionsdaten weniger präzise als es GPS-Koordinaten wären. Die GPS-Ortung aber kann der Nutzer abschalten, die Mobilfunkortung jedoch kann er nicht deaktivieren. Dennoch genügt diese Datensammlung, um Bewegungsprofile der Nutzer zu erstellen. Die beiden Informatiker haben die Daten in eine Kartendarstellung übertragen, die zeigt, wann das Gerät und damit dessen Nutzer sich an welchem Ort aufgehalten hat. Je dicker die Ortsmarken auf der Karte sind, um so länger oder häufiger war der Nutzer dort.

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Mobilfunkortung per Opt-Out abschalten

Über die Interaddresse http://oo.apple.com kann die Datenspeicherung der Standortdaten abgeschaltet werden. (Screenshot: t-online.de)Über die Interaddresse http://oo.apple.com kann die Datenspeicherung der Standortdaten abgeschaltet werden. (Screenshot: t-online.de) Es gibt einen Trick, mit dem diese Speicherung der Daten doch deaktiviert werden kann. Dazu muss mit dem Browser des iPhones oder iPad nur diese Internet-Adresse angesurft werden: http://oo.apple.com. Apple hatte diese Seite zum "Opt out" (also zum abmelden eines Dienstens), ursprünglich eingerichtet, damit Personen standortbasierte Werbung abschalten können. Aber sie soll jetzt auch für die Abschaltung dieser Datenspeicherung funktionieren.

Daten werden offenbar nicht an Apple übertragen

Der Apple-Nutzer erfährt von all dem nichts. Lediglich in den Datenschutzbestimmungen von Apple findet sich ein Passus, indem Apple sich das Recht einräumt, "präzise Standortdaten" zu erfassen, zu speichern und weiterzugeben. Das schließt den "... geografischen Standort Ihres Apple-Computers oder Geräts in Echtzeit..." ein. Allerdings haben die Entdecker Alasdair Allan und Pete Warden bislang keine Hinweise gefunden, dass die Datei an Apple oder andere Ziele übertragen wird. Doch warum diese Daten überhaupt ungeschützt gespeichert werden und zu welchem Zweck Apple diese Speicherung mit iOS 4 eingeführt hat, ist nicht bekannt. Apple selbst hat zu dieser Entdeckung bisher kein Statement abgegeben.

iPhone Tracker

Allan und Warden haben eine kostenlose Software "iPhone-Tracker" zum Download bereit gestellt, mit der jeder Nutzer auf einem Apple Mac die bei der Synchronisation übertragene Datei auslesen und auswerten kann. Auf der Internetseite sind auch zwei Videos zu sehen, die Bewegungsprofile von Nutzern zeigen. Ein Video zeigt die Standortmarken einer Zugfahrt mit dem Amtrac von Washington nach New York. Die Speicherung der Geodaten beginnt laut den beiden Experten ab dem Update auf iOS 4. In den älteren Betriebssystemversionen fand diese Standortauswertung also nicht statt.

iPhone-Backup verschlüsseln

Wirklich löschen können Nutzer diese Datei derzeit nicht. Die beiden Experten empfehlen, die Backup-Datei auf dem Computer zu verschlüsseln, so dass Fremde nicht an die Daten gelangen können. Dazu genügt es, in iTunes im Menü Optionen bei der Einstellung iPhone-Backup verschlüsseln den Haken zu setzen. Aber: Auf dem iPhone oder iPad exisitiert weiterhin eine aktualisierte Datei, die beim Synchronisieren auf den Computer übertragen wird. Wird die Backup-Datei nicht wie empfohlen verschlüsselt, dann ist es auf für Unbefugte sehr einfach, die Daten auszulesen.

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