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Apple weist Vorwürfe der Nutzerüberwachung zurück

27.04.2011, 17:10 Uhr | dpa, dapd, t-online.de, t-online.de, dapd, dpa

Apple weist Vorwürfe der Nutzerüberwachung zurück. Auch wenn der Nutzer die Ortungsdienste abschaltet, wird der Standort weiter protokolliert. (Montage: t-online.de)

Auch wenn der Nutzer die Ortungsdienste abschaltet, wird der Standort weiter protokolliert. (Montage: t-online.de)

Apple hat sein Schweigen zur umstrittenen Standortspeicherung bei iPhone und iPad gebrochen. Der US-Konzern hat Vorwürfen widersprochen, er werte gesammelte Aufenthaltsorte der Nutzer von iPhone und iPad aus. Apple sprach dabei von einem Missverständnis, will aber dennoch ein Software-Update bereitstellen.

Nach Tagen der Aufregung hat Apple am Mittwoch erstmals umfassend zum Vorwurf Stellung genommen, seine iPhones speicherten für bis zu einem Jahr detaillierte Bewegungsprofile seiner Nutzer. Die ganze Aufregung und die teils massive Kritik basierten auf einem Missverständnis, so der Technologiekonzern aus Kalifornien. In einer ersten Stellungnahme erklärte Apple am Mittwoch: "Wir denken nicht, dass das iPhone diese Daten für mehr als sieben Tage speichern sollte." Daher soll das System in wenigen Wochen über ein Update des Betriebssystems iOS 4 entsprechend geändert werden. Apple-Boss Steve Jobs soll mit einem knappen "Wir verfolgen niemanden" die Vorwürfe zuvor bereits abgewiesen haben.

Apple weist Vorwürfe zurück

Apple widersprach den Vorwürfen, die Telefone speicherten den Standort des Benutzers. Das iPhone speichere hingegen eine Liste mit WLAN-Hotspots und Funkmasten in der Nähe. Diese von Apple heruntergeladene Liste helfe dem Telefon seinen Standort festzustellen, ohne GPS-Signale in Anspruch nehmen zu müssen, teilte der Konzern mit. Apps wie Navigationsprogramme könnten so den Standort des Nutzers schneller und genauer bestimmen, hieß es. Apps wie beispielsweise AroundMe, die standortbasiert Empfehlungen zu Restaurants, Geschäften oder Sehenswürdigkeiten bieten, sollen dem Nutzer damit schneller die gewünschten Informationen liefern. Apple räumte ein, diese Funktion bislang nicht gut genug erklärt zu haben, und betonte: "Apple verfolgt nicht den Aufenthalt Ihres iPhones. Apple hat dies nie getan und hat keinerlei Pläne, dies jemals zu tun."

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Standortdaten werden nicht mehr synchronisiert

Ein Softwarefehler sorgte laut Apple dafür, dass die Daten länger als beabsichtigt gespeichert wurden. Es bestehe keine Notwendigkeit, die Daten länger als sieben Tage lang zu speichern. In den kommenden Wochen werde ein Software-Update bereitgestellt, das die maximale Größe der Datei begrenzen soll. Damit hofft Apple, die Bedenken bezüglich des Schutzes der Privatsphäre zu beruhigen. Außerdem soll nach dem Update die fragliche Datei auch nicht mehr in das Backup der Gerätedaten einbezogen und auf den Computer übertragen werden. Des Weiteren soll das Software-Update verhindern, dass die Datei auf iPhones heruntergeladen wird, bei denen die Lokalisierungsdienste ausgeschaltet sind, kündigte Apple an. Bei iPhone oder iPad mit eingeschalteten Lokalisierungsdiensten soll die Datei verschlüsselt werden.

Apple drohen Bußgelder

Die Speicherung der Ortsdaten auf den Mobilgeräten war in Deutschland auch beim für Apple Deutschland zuständigen Datenschutzbeauftragten Bayerns, Thomas Kranig, auf scharfe Kritik gestoßen. Kranig hatte Apple eine Frist bis zum 10. Mai gesetzt, um zu erklären, was das Unternehmen mit den Daten seiner Kunden mache. Ein Sprecher von Apple Deutschland betonte, sein Unternehmen werde in Kürze dem Bayerischen Landesbeauftragten für den Datenschutz antworten. Kranig hatte in der Süddeutschen Zeitung ein Bußgeld von bis zu 300.000 Euro angedroht.

Mobilfunkortung per Opt-Out abschalten

Es gibt einen Trick, mit dem diese Speicherung der Daten auf iPhone und iPad schon jetzt deaktiviert werden kann. Dazu muss mit dem Browser des iPhones oder iPad nur diese Internet-Adresse angesurft werden: http://oo.apple.com. Apple hatte diese Seite zum "Opt out" (also zum abmelden eines Dienstens), ursprünglich eingerichtet, damit Personen standortbasierte Werbung abschalten können. Aber sie soll jetzt auch für die Abschaltung dieser Datenspeicherung funktionieren.

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