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Riskante Smartphone-Apps jagen Daten und Geld der Nutzer

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Aufpassen bei diesen Smartphone-Apps

11.07.2012, 12:19 Uhr | Yaw Awuku

Riskante Smartphone-Apps jagen Daten und Geld der Nutzer. Aufgepasst: Smartphone-Apps verraten oft mehr als ihren Besitzern lieb ist. (Montage: imago)

Aufgepasst: Smartphone-Apps verraten oft mehr als ihren Besitzern lieb ist. (Montage: imago)

Smartphone-Apps sind unterhaltsam und praktisch. Doch was die kleinen Helferlein für iPhone und Co. im Hintergrund treiben, ist vielen unbekannt. Immer wieder erweisen sich die Mini-Programme als ausgewachsene Datenkraken und Kostenfallen. Sicherheitslecks bieten Hackern Zugang zu intimen Details. In unserer Foto-Show zeigen wir Ihnen, worauf Sie besonders achten sollten.

So können gerade kostenlose Smartphone-Spiele und Apps schnell zum teuren Vergnügen werden – manchmal sogar, ohne dass der Nutzer etwas merkt. Ein achtjähriges Mädchen aus den USA etwa übte sich auf dem iPhone in einem Spiel als virtuelle Zoo-Managerin. Das Spiel war vollkommen kostenlos, weshalb die Eltern auch keine Einwände gegen den harmlosen Zeitvertreib hatten. Ein böses Erwachen erlebte die Familie jedoch bei der Telefonrechnung, die mit 150 Dollar deutlich höher als sonst ausfiel. Der Grund: Über den Kauf virtueller Münzen und Sterne hatte sich das Kind neue Zoo-Bewohner zugelegt und dabei nicht bemerkt, dass diese virtuellen Güter echtes Geld kosteten. So genannte In-App-Käufe sind in vielen Spielen möglich.

Datenschnüffler in der Hosentasche

Ebenso trickreich gelangen Werbenetzwerke über die Apps an die Daten der Smartphone-Nutzer. Telefonnummern, Positionsdaten, Passwörter, Adressbücher, Alter, Geschlecht und engster Freundeskreis – all diese Informationen sind für Smartphone-Apps leicht zugänglich. Einige Hersteller sammeln persönliche Daten sogar ohne die Zustimmung der Nutzer und leiten sie an Werbenetzwerke weiter. Die Nutzer sind nur schlecht darüber informiert, welche Daten eine App sammelt und was mit diesen Daten geschieht. Hier hilft ein Blick in die Nutzungsbedingungen der Software. Holt sich hier der Hersteller eine Erlaubnis für die Weitergabe der Daten an Dritte oder fehlt eine Stellungnahme zum Umgang mit den Daten gleich ganz, sollte der Nutzer sich den Download der Programme zwei Mal überlegen.

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Unsichere Apps – für Hacker ein Genuss

Kein App-Hersteller ist vor Datenlecks und Hackerangriffen gefeit. Bestes Beispiel dafür ist die MMS-App "Quip". Hacker nutzten eine Sicherheitslücke in der App aus und gelangten so an über 1000 Handy-Fotos. Darunter fanden die Cyber-Kriminellen auch zahlreiche Selbstportraits nackter Mädchen, die sie anschließend im Internet veröffentlichten. Die Anwendung Quip ist inzwischen aus den offiziellen App-Shops verschwunden. Doch auch neuere Apps sind für Hacker oft ein leichtes Ziel. Auch deshalb sollten Nutzer darauf achten, worauf die vielen spaßigen Apps so zugreifen – wenn die kleine Software an bestimmte Daten gelangen darf, haben bei einem Einbruch auch Hacker Zugriff darauf.

Trojaner in offiziellen App-Märkten

Richtig teuer können auch Smartphone-Trojaner werden, die sich zunehmend in den App-Märkten tummeln. Als Kopien beliebter Apps getarnt, wie zum Beispiel das Spiel Angry Birds, installieren sich Nutzer die Schadprogramme oft nichtsahnend auf dem Smartphone. Weil die App-Kopien der Hacker oft voll funktionsfähig sind, merken die Nutzer meist erst bei einem Blick auf die Telefonrechnung, dass sie sich ein Schadprogramm eingefangen haben. Auch die Sicherheitsvorkehrungen von App-Märkten wie Apples App Store oder Google Play bieten keinen vollkommenen Schutz vor Trojanern. Denn die Hacker verstecken oft nur einen kleinen Teil des Schadcodes in den Programmen. Der gesamte Code des Schädlings wird erst nach der App-Installation über eine sogenannte Payload-Funktion nachgeladen. So können die Hacker den Zweck ihrer Apps oft verschleiern.

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