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App-Märkte zunehmend mit Viren verseucht

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App-Märkte mutieren zu den neuen Viren-Brutstätten

14.11.2011, 13:04 Uhr | Yaw Awuku

Unter laschen Sicherheitsvorkehrungen mutieren App-Märkte zu Virenschleudern. (Quelle: dpa, T-Online)

Unter laschen Sicherheitsvorkehrungen mutieren App-Märkte zu Virenschleudern. (Quelle: dpa, T-Online)

Das Sicherheitsrisiko für Smartphones und Tabelt-PC nimmt rapide zu. Laut dem jüngsten Sicherheitsreport des IT-Konzerns IBM wird sich die Anzahl der Schadprogramme für mobile Endgeräte in diesem Jahr voraussichtlich verdoppeln. Besonders über App-Märkte von Drittanbietern bringen Hacker Viren und Trojaner in Umlauf.Den Nutzern kann dies teuer zu stehen kommen.

Ein Smartphone oder Tablet-PC ohne eine gepflegte Sammlung an Hilfsprogrammen (Apps) macht kaum Sinn. Doch wer nicht aufpasst, fängt sich mit den Apps einen Trojaner ein. Denn die Schadprogramme tarnen sich oft als kostenlose Kopien beliebter Programme, Lösungshilfen für Smartphone-Spiele (cheats) oder Cracks, die Kauf-Software auch ohne Zahlung freischalten. Sind die Schädlinge erst einmal auf dem Handy können Sie persönliche Daten wie Passwörter und TANs für das Online-Banking ausspionieren. Ein neuer Typ Schadsoftware versendet laut dem IBM-Report sogar Texte an kostenpflichtige Premium-SMS-Dienste, die von den Hackern eigens eingerichtet wurden. Die Opfer merken frühesten mit der nächsten Handyrechnung, dass etwas nicht stimmt.

Android-Marktplätze für Viren

Besonders Smartphones mit Googles Betriebssystem Android sind von schadhafter Software bedroht. Denn während die Anzahl der Android-Nutzer stetig steigt, überprüft Google die Sicherheit der Apps nur im Schnelldurchlauf. So tauchen immer wieder bösartige Anwendungen im offiziellen App-Markt Google Play auf, die der Konzern erst nachträglich löscht. Neben Google Play gibt es auch eine Reihe von App-Märkten, die von Dritten betrieben werden. Da hier noch weniger Kontrolle herrscht, sind diese inoffiziellen Downloadportale vor allem mit schädlichen Raubkopien verseucht. Wie IBM berichtet werden illegal kopierte Apps mit Viren auch gerne über Peer-2-Peer-Netzwerke verbreitet.

iPhones mit Jailbreak

Die Besitzer eines iPhone oder iPads müssen sich beim Download neuer App weniger Sorgen machen. Denn im Gegensatz zu Google überprüft Apple die Neuzugänge in seinen AppStore sehr gründlich. Dennoch ist auch das iPhone nicht vor Hackern und Abzockern gefeit. Viele iPhone-Nutzer wenden beispielsweise einen Jailbreak an. Denn nur so lassen sich auch nicht genehmigte Apps nutzen, die auf alternativen AppStore wie Cynga angeboten werden. Damit setzen sich iPhone-Nutzer jedoch derselben Gefahr aus wie die Besitzer eines Android-Handys. Darüber hinaus weist Apples mobiles Betriebssystem ebenso wie Android unterschiedliche Sicherheitslücken auf, die Hackern immer wieder ein Schlupfloch bieten.

Smartphones sicher machen

Einen absoluten Schutz gegen Handy-Viren gibt es zwar nicht, dennoch können Sie das Risiko bereits mit wenigen Maßnahmen minimieren. Dabei ist ein Antiviren-Programm auch für das Handy unbedingt notwendig. Darüberhinaus sollten Sie neue Apps nur über die offiziellen App-Märkte herunterladen. Achten Sie auch auf die Berechtigungen, die Sie einer App geben. Zum Beispiel sollte "ein Spiel keine Zugriff auf GPS und SMS benötigen", warnt IBM. Finden Sie einen Gratis-Download für ein kostenpflichtiges-Programm, heißt es Vorsicht. Die Chancen, dass es sich dabei um Schadsoftware handelt, sind sehr hoch.

Quelle: Yaw Awuku

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