11.07.2012, 15:53 Uhr | Christian Fenselau
Das neue Asus PadFone ist ein Smartphone. Und ein Tablet. Und später auch noch ein Notebook. Zumindest dann, wenn alle Einzelteile miteinander gekoppelt sind. Denn das Smartphone bildet das Herzstück für ein dazugehöriges Tablet, an das sich eine Tastatur anstecken lässt.
Das Asus PadFone ist ein vollwertiges Android-Smartphone – mitgeliefert wird die PadFone Station: Ein zusätzliches Display, das einen Einschubschacht für das Handy besitzt. Zusammen kombiniert wird daraus ein Android-Tablet. Eigenständig funktioniert das Display nicht, denn das Smartphone liefert das notwendige Rechenwerk. Mit einer ansteckbaren Tastatur ist die letzte Ausbaustufe des Asus PadFone erreicht. Dann sieht es aus wie ein vollwertiges Notebook – mit einem Android-Betriebssystem.
Die drei Einzelteile des Asus PadFone sind in der Summe weniger als drei vollwertige Geräte, da sie nicht unabhängig voneinander betrieben werden können. Das spart jedoch Gewicht und auch Geld. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem Smartphone als zentralem Antriebselement: Eine Daten-Synchronisation, wie sie auf einzelnen Geräten nötig wäre, entfällt somit. So lassen sich zum Beispiel mit dem Asus PadFone geschossene Fotos ohne Datenübertragung sofort auf dem Tablet anschauen. Ebenso ist nur eine SIM-Karte und nur ein Mobilfunktarif nötig.
Ganz neu ist die Idee nicht, ein Smartphone mit einem Tablet und Tastatur zu verbinden. Das Prinzip gibt es schon einige Zeit mit dem Motorola Atrix, das bei der Stiftung Warentest Testsieger wurde. Hier wird das Smartphone aber nur aufgesteckt und nicht eingelegt. Auch Asus hat ein Kombigerät im Sortiment; beim Asus Eee Pad Transformer lässt sich eine Tastatur an ein Tablet anstecken.
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Das Asus PadFone spielt als Smartphone technisch in der Oberklasse, ist allerdings schwächer bestückt als etwa das Samsung Galaxy S3. Das Display des Asus PadFone misst 4,3 Zoll (10,9 cm) bei einer Auflösung von 960 × 540 Pixeln. Der Prozessor hat zwei Rechenkerne und ist mit 1,5 GHz getaktet, die Kamera fotografiert mit 8 Megapixeln und hat einen Autofokus. Je nach Ausführung sind 16 bis 64 GB Speicher integriert, die noch mit einer Speicherkarte erweitert werden können. Das Tablet-Dock bietet einen 10,1 Zoll großen Bildschirm mit 1280 × 800 Pixeln und liegt damit auf dem Niveau vieler anderer Android-Tablets.
Durch die Docking-Funktion ist der Tablet-Teil des Asus PadFone allerdings ziemlich dick, mit integriertem Smartphone auch recht schwer. Praktisch ist der mitgelieferte Stick des Asus PadFone, der nicht nur als Stift dienen kann, sondern auch eine Telefoniefunktion enthält. Dann kann bei Gesprächen das Asus PadFone angedockt bleiben. Die Kombination soll im Sommer auf den Markt kommen und etwa 700 Euro kosten. Die Tastatur ist als Zubehör separat erhältlich, soll aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.
Quelle: Christian Fenselau
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