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Apple: Konkurrenten wie Samsung mit Lizenzgebühren melken

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Apple wollte Konkurrenten melken

13.08.2012, 16:58 Uhr | t-online.de, t-online.de

Apple: Konkurrenten wie Samsung mit Lizenzgebühren melken. Das Samsung Galaxy S fällt in die höchste Lizenzklasse (Quelle: Hersteller)

Das Samsung Galaxy S fällt in die höchste Lizenzklasse (Quelle: Hersteller)

Apple wollte nicht nur mit den eigenen Smartphones und Tablets Kasse machen, sondern auch bei denen der Konkurrenz. Das geht aus einer Apple-Präsentation zum Prozess zwischen Samsung und Apple hervor, der zurzeit in Kalifornien verhandelt wird. Für jedes fremdfabrizierte Smartphone sollten 30 Dollar an Apple fließen, für jedes Tablet 40 Dollar. Die Zahlen wurden bereits bei Verhandlungen im Oktober 2010 vorgelegt, wie aus Unterlagen hervorgeht, die am Wochenende das US-Technik-Blog All Things D veröffentlichte.

Apple gliederte laut der eigenen Präsentation seine Lizenzansprüche in drei Klassen: Die erste und damit als Einstiegsklasse zu umschreibende Geräte-Architektur bezeichnet die "Phone License" und umfasst grundlegende Telefonfunktionen. Wird dabei Apple-eigene Technologie verwendet, greift die nächsthöhere "Smart License" und beim Einsatz von Touchscreens, möglicher Musikwiedergabe und nachladbaren Apps wäre eine "Advanced Mobile License" fällig – die teuerste Lizenzklasse. Für ein Smartphone in eine der beiden erstgenannten Kategorien sah Apple ein Rabattsystem vor. Ebenso wollte Apple Samsung Rabatte einräumen, da der koreanische Hersteller ein Zulieferer für iPhone und iPad ist.

200 Millionen an Apple

Wäre Samsung auf die Forderungen eingegangen, hätte der Konzern etwa 200 Millionen Euro an Lizenzgebühren an Apple zahlen müssen, errechnete der Branchendienst heise online. Samsung zahlt bereits Lizenzgebühren für jedes verkaufte Android-Smartphone an Microsoft.

Die Verhandlungen blieben jedoch erfolglos und es kam zu dem Patentkrieg mit gegenseitigen Ideenklau-Vorwürfen. Auch vom Gericht angeordnete Friedensgespräche vor dem jetzt laufenden möglicherweise entscheidenden Prozess in Kalifornien brachten kein Ergebnis. Apple will von den Koreanern über 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,0 Mrd. Euro) Schadenersatz.

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