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Apple bahnt Weg fürs iPhone 5: Samsung Galaxy soll verboten werden

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Smartphone-Konkurrenten zittern vor Apple

28.08.2012, 12:06 Uhr | Andreas Lerg / dpa / dapd, dapd, dpa

Apple bahnt Weg fürs iPhone 5: Samsung Galaxy soll verboten werden. Samsung Galaxy S 2 (Quelle: Hersteller)

Samsung Galaxy S 2 (Quelle: Hersteller)

Apple legt nach dem Sieg im kalifornischen Patentprozess gegen Samsung nach und beantragt ein US-Verkaufsverbot für acht Smartphones des südkoreanischen Herstellers. Dies wäre ein weiterer massiver Schlag für Samsung. Doch nun zittern auch andere Smartphone-Hersteller vor möglichen Klagen Apples. Droht am Ende sogar eine Smartphone-Monokultur?

Acht Smartphones von Samsung sollen nach dem Willen von Apple in den USA nicht mehr vertrieben werden dürfen. Mit einem entsprechenden Antrag wird sich das Gericht im kalifornischen San Jose am 20. September beschäftigen – pikanterweise einen Tag vor dem voraussichtlichen Verkaufsstart für das iPhone 5. Richterin Lucy Koh setzte für diesen Tag die entsprechende Anhörung fest.

Smartphones der Galaxy S-Reihe betroffen

Auf der Liste der acht Smartphones sind sechs Geräte der Baureihe Samsung Galaxy S zu finden. Bei vier davon handelt es sich um Varianten des Smartphones Samsung Galaxy S2. Gerade dieses Modell ist für Samsung sehr wichtig, da es als günstigeres Top-Gerät recht beliebt ist und sich gut verkauft. Weiterhin sollen gemäß des Antrages von Apple die Smartphones Droid Charge und Galaxy Prevail verboten werden. Apples Antrag zielt vor allem auf Geräte, deren Front dem iPhone ähnelt. Auch andere Hersteller bieten Mobiltelefone an, die optisch an Apples Smartphone erinnern. Gestärkt durch den Ausgang des Patentprozesses könnte Apples Rechtsabteilung auch diese jetzt ins Visier nehmen.

Apple feiert Sieg gegen Samsung

Vergangenen Freitag hatten die Geschworenen in dem US-Prozess nach überraschend kurzer Beratung zu Gunsten von Apple entschieden. So wurde Samsung für schuldig gesprochen, Apple-Patente mit mehr als 20 seiner Smartphones verletzt zu haben. Da viele dieser Geräte mittlerweile aber kaum noch eine Rolle spielen - die Klage wurde im Frühjahr 2011 eingereicht - hat Apple seinen Antrag auf acht aktuelle Smartphone-Modelle beschränkt. Laut dem Urteil vom Freitag soll Samsung 1,05 Milliarden Dollar Schadenersatz bezahlen, umgerechnet 838 Millionen Euro. Samsung hat bereits angekündigt, gegen das Geschworenen-Urteil in Berufung zu gehen. Seit dem Urteil ist Samsungs Aktie auf Talfahrt, während die Apple-Aktie ein neues Allzeithoch erreicht.

Apple geht weltweit gegen Kopien vor

Auch wenn der Patentstreit in den USA als bisheriger Höhepunkt des Schlagabtausches zwischen Apple und Samsung gilt, so kämpfen beide Unternehmen doch in vielen Ländern vor Gericht um die Vorherrschaft im Smartphone-Markt. Denn um nichts anderes geht es in diesen zahlreichen Verfahren. In Deutschland waren bisher Gerichte in Düsseldorf, Mannheim und München Schauplatz der meisten Auseinandersetzungen. Die einzelnen Patentvorwürfe sind in Deutschland nicht in einer Klage gebündelt, sondern auf verschiedene Gerichte verteilt, was das Gesamtbild deutlich unübersichtlicher macht. Für große Aufmerksamkeit sorgte ein Verfahren in Düsseldorf, in dem es Apple 2011 gelang, den Verkauf des Tablets Galaxy Tab 10.1 zu stoppen, aber nicht des leicht umgebauten Nachfolgemodells 10.1N.

Droht eine Monokultur bei Smartphones?

Es ist damit zu rechnen, das Apple seinen Erfolg vor dem US-Gericht auch international wiederholen will. Branchenkenner spekulieren nun, dass andere Hersteller von Android-Smartphones eilends das Design ihrer Geräte überarbeiten, um nicht als nächstes auf der Anklagebank zu sitzen. Es könnte also durchaus sein, dass die Zahl der iPhone-ähnlichen Smartphones bald abnimmt. Indirekt sitzt immer Google mit auf der Anklagebank, denn Apple-Boss Steve Jobs war nach dem Start von Google Android sehr aufgebracht und versprach, einen "Atomkrieg" gegen das Betriebssystem zu führen. "Wenn es sein muss, werde ich meinen letzten Atemzug dafür verwenden, und jeden Penny von Apples 40 Milliarden Dollar bei der Bank, um dieses Unrecht zu korrigieren. Ich werde Android vernichten, weil es ein gestohlenes Produkt ist", zitiert Jobs-Biograf Walter Isaacson den ehemaligen Apple-Chef in seinem Buch.

Microsoft als lachender Dritter

Microsoft ist unterdessen der lachende Dritte in diesem Patentstreit. Der weltgrößte Software-Konzern ist mit Windows Phone zwar bislang am Markt nur mäßig erfolgreich. Aber Windows Phone kann nicht mit dem iPhone und dessen Benutzeroberfläche verwechselt werden und ist außerdem durch rechtliche Vereinbarungen mit Apple vor Patentklagen weitgehend geschützt. Außerdem bekam die Software auch von etlichen Produkttestern gute Noten und gilt in einigen Bereichen als innovativ. Bill Cox, zuständig für die Marketingkommunikation für das Mobilsystem, konnte seine Schadenfreude nach dem Urteil in San Jose jedenfalls nicht verkneifen: "Windows Phone sieht gerade richtig guuuuuut aus", verkündete Cox im Kurzmitteilungsdienst Twitter. Und auch für Windows 8, das Microsoft explizit für die Nutzung auf Tablet-Computern aber auch Smartphones entwickelt hat, könnte der aktuelle Patentstreit auch günstige Startbedingungen schaffen.

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