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Ein Handy für 60 Ratten: Kurioses Kopfgeld auf Ratten

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Ein Handy für 60 Ratten

01.11.2012, 13:52 Uhr | Yaw Awuku

Ein Handy für 60 Ratten: Kurioses Kopfgeld auf Ratten . Ratte. (Quelle: imago)

Skurrile Tauschaktion: 60 Ratten sind ein Handy wert. (Quelle: imago)

Mit einer Rattenplage fertig zu werden ist nicht ganz einfach und fordert manchmal ungewöhnliche Mittel. So setzte nun die Hilfsorganisation LifeLine ein Kopfgeld auf die Nagetiere aus: Ein Handy für 60 Ratten. Wie die Zeitung Mail & Guardian berichtet, soll diese merkwürdige Aktion verhindern, dass ein gesamter Stadtteil in einem Meer von Ratten versinkt.

Als Ratte lässt es sich in Alexandra offensichtlich gut leben. Das Viertel gehört zu den ärmsten Gegenden in der südafrikanischen Stadt Johannisburg. Die Bevölkerung wächst stetig, während gleichzeitig die Infrastruktur zerfällt. Das marode Abwassersystem bietet den Nagern zahlreiche Schlupflöcher an die Oberfläche. Essensabfälle in den Straßen machen die Ratten satt und fett. "Nachts erwacht der Ort zum Leben", erzählte ein Einwohner Alexandras Mail & Guardian. Zu dieser Zeit schwärmen die Nager aus, um sich an den Resten vom Abendessen zu laben. "Sie bedeuten eine große Gefahr für unsere Gemeinschaft", sagte ein anderer Einwohner. "Man erzählt sich von Kindern, die gebissen wurden und wenn man nachts unterwegs ist, tritt man ständig auf sie".

Ein Handy für 60 Ratten

Die Stadtverwaltung versucht bereits mit Gift, Rattenfallen und Eulen der Situation Herr zu werden. Die nichtstaatliche Organisation LifeLine versucht zusätzlich die Bevölkerung mit einem speziellen Kopfgeld zu motivieren. Wer 60 Ratten lebend fängt und abliefert, bekommt zur Belohnung ein Handy. "Das ist einfach", erklärte Joseph Mothapo. "Sie legen einfach ein paar Essensreste in einen Käfig, die Ratten klettern hinein und die Fall schnappt zu". Auf diese Weise habe er in einer Nacht 23 Nager gefangen. Als Rattenfänger habe Mothapo sich inzwischen zwei Handys verdient und wolle auch noch welche für den Rest seiner Familie. Von welcher Marke und welchen Typs die Gratis-Mobiltelefone sind ist allerdings nicht bekannt. Indirekt gespendet wurden die Handys jedoch von dem Mobilfunkanbieter 8ta, der LifeLine bereits seit längerem unterstützt.

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Ratten in die Gaskammer

Die Sammelstelle für eingefangenen Ratten befindet sich in einem lokalen Sportzentrum. Dort warten Mitarbeiter von LifeLine wie Ashford Sidzumo, um die Ratten zu vergasen. In den wenigen die er dort arbeitete habe er nach eigener Aussage Tausende von Ratten getötet. Sein Job bestehe aber nicht nur darin die Tiere zu töten, sondern auch die persönlichen Daten der Rattenfänger aufzunehmen. So könne LifeLine feststellen, in welchen Gegenden sich besonders viele Tiere aufhalten. Auf Grundlage dieser Daten entsendet die Organisation Teams, um Rattennester gezielt auszuräuchern.

Handy-Kopfgeld empört Tierschützer

Die Aktion rief allerdings auch sehr kritische Reaktionen hervor. Tierschützer äußerten sich auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken empört über die Kopfgeldjagd auf Ratten und vermuteten dahinter eine Werbeaktion des Mobilfunkanbieters 8ta. Eine Sprecherin des Konzerns versicherte der britischen Zeitung The Guardian jedoch, dass 8ta nichts mit der Aktion zu tun habe. Die Sprecherin bestätigte der Zeitung zwar, dass der Konzern ein langjähriger Sponsor der Hilfsorganisation ist, konnte aber auch keine Antwort auf die Frage geben, warum LifeLine ausgerechnet ihre Werbeprodukte für diese Aktion verwendete.

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