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iPhone: Wörterbuch-App prangert Nutzer als Raubkopierer an

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iPhone-App blamiert ihre Nutzer

27.11.2012, 11:29 Uhr | Yaw Awuku

iPhone: Wörterbuch-App prangert Nutzer als Raubkopierer an. Ein App-Hersteller blamierte zahlreiche seiner Kunden auf Twitter. (Quelle: imago)

Ein App-Hersteller blamierte zahlreiche seiner Kunden auf Twitter. (Quelle: imago)

Einige Wörterbuch-Apps für Apples mobiles Betriebssystem iOS haben sich selbstständig gemacht und prangern ihre Nutzer fälschlich als Raubkopierer an. Wie der Sicherheits-Blog NakedSecurity berichtet, veröffentlichten die Apps unter dem Namen der Nutzer peinliche Kurznachrichten auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Der Hersteller der Apps gab eine kuriose Begründung für das Problem.

Wer eines der mehrsprachigen Wörterbücher des japanischen App-Herstellers Enfour nutzt, sollte sein Twitter-Profil genau im Auge behalten. Denn die Apps versenden unter den Namen ihrer nichtsahnenden Nutzer und dem Schlagwort "#softwarepirateconfession" auf dem Kurznachrichtendienst peinliche Geständnisse mit dem Standard-Text: "Wie wär's, wenn wir alle damit aufhören, iOS-Apps zu stehlen? Ich verspreche, damit aufzuhören. Das werde ich wirklich."

Wörterbuch-Apps blamieren Twitter-Nutzer

Wenn es sich bei den Betroffenen Twitter-Nutzern tatsächlich um Raubkopierer handelt, ist dies reiner Zufall. Wie Enfour in einer Pressemitteilung gestand, ist ein Software-Fehler an den unfreiwilligen Geständnissen schuld. Wenn die Wörterbuch-Apps aus dem Stand-by aufgeweckt werden, erscheint ein Programmfenster mit der Meldung "Run in Safe Mode". Anschließend deaktivieren sich die Apps selbst. Haben die Nutzer der App jedoch erlaubt, auf ihr Twitter-Konto zuzugreifen, verschicken die Apps zuvor noch die peinliche Kurznachricht.

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Internetpranger für Raubkopierer

Enfour versicherte in seiner Pressemitteilung, dass das Problem weder durch einen Hackerangriff noch durch Schadsoftware verursacht wurde. Der Hersteller habe die Funktion selbst eingebaut, um Softwarepiraten einen Denkzettel zu verpassen. "Rückbetrachtend nicht die weiseste Entscheidung", wie der Hersteller kleinlaut zugibt. Enfour sei nur ein kleines Familienunternehmen mit wenigen Angestellten, da tue jede illegale Kopie weh, erklärte der Hersteller. Die Firma veröffentlichte umgehend korrigierte Versionen ihrer Apps und entschuldigte sich bei ihren Kunden.

Falsche Geständnisse im Minutentakt

Wie viele iPhone- und iPad-Nutzer von dem Problem betroffen gab Enfour zwar nicht bekannt, doch auf Twitter trudeln im Minutentakt falsche Raubkopierer-Geständnisse ein. Zu den beliebtesten Apps des japanischen Herstellers gehören das "Oxford Deluxe – Oxford Dictionary of English" für knapp 55 US-Dollar sowie etliche Wörterbücher der Marke Collins in zwei Sprachen.

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