15.01.2013, 18:03 Uhr | Christian Fenselau
Minustemperaturen können die Handynutzung beeinträchtigen (Quelle: blickwinkel/imago)
Minustemperaturen sind schlechte Voraussetzungen für die Benutzung von Handys und Smartphones. Die Kälte kann der empfindlichen Elektronik der Geräte Probleme bereiten. So sinkt beispielsweise die Akkuleistung, die Touchscreens reagieren träger. Bei anhaltendem Frost können die Smartphones sogar irreparabel beschädigt werden.
Die empfindlichen Geräte sollten möglichst warm, also etwa in einer Innentasche aufbewahrt werden. Bei kurzzeitiger Nutzung in frostiger Umgebung sind keine bleibenden Schäden zu befürchten – selbst wenn Akku oder Display zunächst den Dienst quittieren.
Zurück in wärmeren Temperaturen, "erholt" sich die Technik recht schnell. War das Smartphone allerdings längere Zeit dem Frost ausgesetzt, kann Kondenswasser im Inneren entstehen und die Elektronik dauerhaft schädigen, warnt der Branchenverband Bitkom.
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Die verschiedenen Handy-Modelle reagieren unterschiedlich empfindlich auf Kälte. 2012 testete eine finnische Zeitschrift Handys und Smartphones in der Kältekammer. Sowohl das iPhone 4S als auch ein Nokia-Modell erwiesen sich als ausgesprochene Frostbeulen, sie versagten schon bei geringen Minustemperaturen. Klassische Tastenhandys hielten im Test länger durch, einzelne waren sogar noch bei minus 40 Grad benutzbar.
Bei Kälte verlangsamen sich die chemischen Prozesse im Akku, was dazu führen kann, dass dieser keinen Strom mehr liefert. Ein weiterer Grund für größere Kältetauglichkeit liegt in der Art des Displays – organische AMOLED-Displays halten bei Frost länger durch als LCD- oder IPS-Bildschirme.
Staub- und wasserdichte Handys sind ebenfalls unempfindlicher gegen Kälte, durch die Abschottung des Innenlebens kann sich auch nicht so schnell Kondenswasser bilden. Die Outdoor-Eignung wird generell in Schutzarten unterteilt. So schützt etwa eine IP67-Zertifizierung gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen, IP64 immerhin noch gegen Spritzwasser.
Nicht nur einfache oder veraltete Tastenhandys und gummiummantelte Robustlinge in Militär-Optik funktionieren bei Kälte, Schmutz und Nässe, sondern auch einige Smartphones mit moderner Technik. Beispiele sind das Sony Xperia go oder das Panasonic Eluga. Auch das jüngst vorgestellte Super-Smartphone Sony Xperia Z ist durch eine spezielle Beschichtung wasser- und staubgeschützt.
Quelle: Christian Fenselau
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