26.01.2013, 10:20 Uhr | Andreas Lerg
Motorola soll für Google den iPhone-Killer "X-Phone" bauen. (Quelle: Symbolbild: Motorola)
Einem neuen Gerücht zufolge will Google nun auch direkt im Smartphone-Markt eingreifen. Einem neuen Gerücht zufolge soll im Juli ein neues GoogleSmartphone auf den Markt kommen. Als Name wird X Phone gehandelt. Zu den Besonderheiten soll unter anderem eine besonders lange Akkulaufzeit und ein sturzfestes Gehäuse gehören.
Der Marktstart des X Phone soll für den Juli geplant sein. Google will das Smartphone im eigenen Play Store verkaufen. Gebaut wird es von Motorola, seit letztem Jahr Tochterunternehmen von Google. Das Gerät könnte als Motorola X Phone auf der Google Entwicklerkonferenz im Mai vorgestellt werden.
Das X Phone soll dank eines leistungsstarken Akkus mehrere Tage ohne Ladepause im Betrieb bleiben können. Ein besonders robustes Gehäuse soll dafür sorgen, dass das Gerät auch heftige Stürze übersteht. Weiterhin wird gemunkelt, dass das Google X Phone mit einem 5 Zoll großen Touchscreen ausgestattet wird. Ein Teil dieser Spekulationen basiert auf Aussagen des Google Konzernchefs Larry Page. Der berichtete anlässlich der Bekanntgabe von Quartalszahlen, dass Motorola am Thema Akkulaufzeiten und Gehäusestabilität arbeitet.
Als Betriebssystem wird mit Android 5.0, Codename Key Lime Pie (Limettenkuchen), gerechnet. Dabei soll Android ohne spezielle Anpassungen der Oberfläche Verwendung finden. Vorteil dieser "Rohfassung" wäre, dass Updates für das Betriebssystem besonders schnell aufgespielt werden können, da ein Update nicht auf eine herstellerspezifische Version von Android angepasst werden muss.
Ein eigenes Smartphone aus dem Hause Google könnte allerdings das Verhältnis zu Samsung, dem derzeit wichtigsten Android-Hardware-Partner belasten. Die Südkoreaner sind derzeit die klare Nummer eins bei den Smartphones und Google sollte sie schon deshalb nicht verärgern. Schon seit einiger Zeit wird spekuliert, Samsung könnte auf Basis seiner Marktmacht auf ein eigenes Betriebssystem oder eine von der Google-Welt abgekoppelte Android-Variante setzen.
Google hatte umgerechnet 9,44 Milliarden Euro für Motorola bezahlt. Als vorrangiges Ziel wurde genannt, das Google-Betriebssystem Android vor Patentklagen der Konkurrenz zu schützen. Der seit Jahren schwächelnde Handy-Pionier hat ein riesiges Arsenal an Schutzrechten und Patenten, die durch die Übernahme jetzt Google gehören. Allerdings ging diese Strategie nur teilweise auf: Weil ein großer Teil der Patente zum Grundstock von Standards gehört, riefen Motorola-Klagen Regulierer auf den Plan, die dem Verdacht eines Missbrauchs der Marktposition nachgehen. Google fuhr deshalb die Klagen mit Standard-Patenten inzwischen zurück.
Quelle: Andreas Lerg
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