28.01.2013, 09:52 Uhr | t-online.de
Smartphone-App WhatsApp (Quelle: imago / Zwei Kameraden)
Spammer haben den beliebten Nachrichtendienst WhatsApp für sich entdeckt. Die Zahl der über WhatsApp verschickten Spamnachrichten ist deutlich angestiegen, berichtet der Branchendienst Heise. Derzeit werden verstärkt Links zu Pornoseiten verschickt, die die Empfänger der Nachricht in teure Abofallen locken.
Die Nachrichten beginnen mit vertraulichem Ton und lauten beispielsweise "Endlich komme ich mal dazu, Dir die versprochenen Seiten zu schicken", oder "Hallo, hab was ganz irres gefunden!" In den Nachrichten sind dann verschleiert über Kurzlinks wie www.goo.gl/... Internetseiten verlinkt, auf denen Abofallen lauern. Derzeit sind es kostenpflichtige Pornoseiten. Damit sich der Spam auch weiter verbreitet, enden die Nachrichten oft mit der Aufforderung, diese an andere Kontakte weiter zu schicken.
WhatsApp kann leicht missbrauch werden, denn ein Absender kann an jede bekannte Mobilfunknummer eine Nachricht verschicken. Statt die Nummern mühsam zusammen zu suchen, haben die Absender nach Vermutung von Heise über einen Automatismus Nummern generiert und die Nachricht an diese verschickt. Da der Nachrichtenversand bei WhatsApp kostenlos ist, gehen die Spammer kein Risiko ein, wenn Nachrichten bei nicht existierenden Nummern ins Leere laufen.
In den meisten Nachrichten steht der Hinweis, dass der eigentliche Link im Profil zu finden ist. Dieser ist über das Profilbild zugänglich. Mit diesem Trick hebeln die Absender den Spamschutzfilter von WhatsApp aus. Dieser prüft Web-Links nämlich nur in Nachrichten, nicht aber Links in den Profilangaben.
Nutzer von WhatsApp haben derzeit keine Möglichkeit, sich gegen solche Spamnachrichten zu schützen. Sie können den Absender nur nach dem Empfang der Nachricht blockieren, damit sie keine weiteren Nachrichten mehr bekommen. Doch das wird kaum helfen, da die Spammer die Absender regelmäßig wechseln werden. WhatsApp hat schon mehrfach negative Schlagzeilen gemacht und wurde im vorigen Jahr unter anderem wegen einer Sicherheitslücke massiv von Datenschützern kritisiert.
Quelle: t-online.de
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