26.02.2013, 15:18 Uhr | t-online.de, dpa
Im Kongresszentrum Fira Gran Via in Barcelona trifft sich die Mobilfunkbranche zum Mobile World Congress. (Quelle: MWC)
Auf der wichtigsten Mobilfunkmesse der Welt, dem Mobile World Congress in Barcelona, stellt die Mobilfunkbranche von Montag an die neuesten Trends und Technologien vor. Im Mittelpunkt stehen neben neuen Smartphones und Tablets auch der superschnelle neue Datenfunk und das digitale Portemonnaie. Außerdem wird bei dem Branchentreffen deutlich, dass sich die Platzhirsche Samsung, Google und Apple auf neue Rivalen gefasst machen müssen.
Längst ist der Zugang zum Internet und die Datenübertragung zur wichtigsten Anwendung auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets geworden. Deshalb ist Geschwindigkeit in den Netzen sehr wichtig und der Datenturbo LTE hat den Alltag erreicht. Immer mehr Hersteller haben LTE-taugliche Smartphones und Tablets im Angebot, und die Netzbetreiber bauen die LTE-Netze auch in Deutschland zügig aus.
Bisher schafft LTE schon bis zu 100 MBit pro Sekunde, doch auf dem Mobile World Congress ist bereits die Weiterentwicklung LTE-A im Gespräch, die noch mehr Tempo erlauben soll. Der Halbleiter-Spezialist Qualcomm präsentiert einen neuen Chip, der 40 LTE-Bänder unterstützt. Damit werden endlich Geräte möglich, die in nahezu allen LTE-Netzen weltweit funken können.
Intensiv wird an Lösungen für mobiles Bezahlen gearbeitet. Die dafür nötige Technik ist fertig, erprobt und in einigen Smartphone-Modellen schon eingebaut. Die Rede ist von der Near Field Communication (NFC). Statt den Geldbeutel zu zücken, legt der Kunde im Supermarkt zukünftig das Smartphone auf ein Lesegerät und der Betrag wird abgebucht. Entweder von einem virtuellen Guthaben auf dem Gerät oder direkt vom Bankkonto.
Auf Händlerseite werden Systeme entwickelt, mit denen Tablet-Computer oder Smartphones herkömmliche teure Kassensysteme ersetzen können. Zugleich kristallisieren sich hinter den Kulissen ganz neue Konzepte heraus, bei denen man zum Beispiel dank GPS-Daten Geldbörse oder Smartphone gar nicht erst aus der Tasche holen muss. Eine spannende Frage ist, ob sich solche Ideen gegen die NFC-Funktechnik durchsetzen können, die als Zukunftsweg für mobiles Bezahlen gilt.
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Auch neue mobile Betriebssysteme stehen in den Startlöchern. Die Entwickler des Internet-Browsers Firefox wollen mit einem gleichnamigen Betriebssystem für Smartphones den Platzhirschen Google und Apple Konkurrenz machen. Erste Geräte kommen bald in den Handel, allerdings zunächst nur in Lateinamerika. Und das einst von Nokia und Intel verworfene Betriebssystem MeeGo soll ein neues Leben in Asien unter dem Namen Jolla bekommen. Bei Blackberry setzt der deutsche Chef Thorsten Heins auf ein neues Betriebssystem, das auch in Autos oder in der Gesundheitstechnik eingesetzt werden kann.
Mit der Verbreitung schneller Mobilfunk-Verbindungen und mit neuen Sensoren in Alltagstechnik kommt die sogenannte Machine-to-Machine-Communication (M2M) richtig in Schwung. BMW beispielsweise bietet in seinen Fahrzeugen bereits Navigationssysteme an, die über eine App an das iPhone angebunden werden und dann beispielsweise E-Mails oder Facebook-Nachrichten auf dem Fahrzeug-Display anzeigen können. Als sehr sinnvolles Szenario für die nahe Zukunft sind Verbindungen zwischen vernetzten Autos denkbar, die sich zum Beispiel automatisch über Glatteis, Unfälle oder Staus austauschen sollen.
Quelle: t-online.de, dpa
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