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Firefox OS: Mozilla-Betriebssystem auf MWC präsentiert

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Firefox OS kommt nach Europa

26.02.2013, 09:12 Uhr | dpa

Firefox OS: Mozilla-Betriebssystem auf MWC präsentiert. Alcatel One Touch Fire, das erste Firefox-Smartphone (Quelle: Hersteller)

Alcatel One Touch Fire, das erste Firefox-Smartphone (Quelle: Hersteller)

Die Browser-Schmiede Mozilla hat auf dem Mobile World Congress (MWC) erstmals eine kommerzielle Version von Firefox-OS vorgestellt – ein besonders günstiges Smartphone-Betriebssystem. Die dazu passenden Firefox-Smartphones sollen erschwinglich sein und so offen wie das Internet. Bereits im Sommer soll das erste Smartphone mit Mozillas Betriebssystem auf dem europäischen Markt erscheinen.

Gleich 18 Mobilfunk-Anbieter unterstützen das Mozilla-System Firefox OS. Auch René Obermann, Chef der Deutschen Telekom, lässt es sich nicht nehmen, bei der Präsentation auf der Branchenmesse Mobile World Congress (MWC) dabei zu sein. "Es ist unsere Aufgabe, das Internet zu den Massen zu bringen", sagt sein Kollege vom norwegischen Telekom-Anbieter Telenor, Jon Fredrick Baksaas.

Erstes Firefox-Phone von Alcatel

Mozilla hat sich der Open-Source-Idee verschrieben: Wie beim PC-Betriebssystem Linux ist der Quellcode der Software offen, alle können ihn weiterentwickeln und verändern. Hier sehen die Mobilfunkbetreiber eine Chance, wieder eine größere Rolle zu spielen. "Wir wollen Teil des Projekts sein und wir wollen mithelfen", sagt Deutsche-Telekom-Chef Obermann. Er kündigte für den Sommer in Polen ein erstes Firefox-Smartphone für Europa an, das Alcatel One Touch Fire. Weitere osteuropäische Länder sollen noch in diesem Jahr folgen.

"Wir fangen mit Geräten an, die etwas langsamer sind und optimieren das dann", erklärt der Mozilla-Entwickler Christian Heilmann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Zielgruppe sind nicht die Konsum-Eliten in den reichen Ländern, sondern Menschen in Schwellenländern wie Brasilien oder Indien. In vier oder fünf Jahren könne er sich das Firefox-Smartphone aber auch in den "Best Markets" wie USA oder Deutschland vorstellen, sagt Heilmann. Tablet-Computer mit Firefox OS seien noch nicht geplant, doch gebe es bereits Entwickler, die das ausprobierten.

Konkurrenz in Schwellenländern wird größer

Apple und die Hersteller von Android-Telefonen müssen sich vorerst wohl nicht um die neue Konkurrenz sorgen. Aber für Anbieter, die wie Nokia oder Huawei ebenfalls ihren Blick auf die große Kundschaft in den Schwellenländern richten, könnte sich der Wettbewerb weiter verschärfen. Huawei-Manager Lars-Christian Weisswange äußert sich in Barcelona skeptisch über Firefox OS: "Heutzutage fährt man mit Android am besten." Es sei die Frage, "ob und wann der Markt das will".

Dass günstige Smartphones ein großes Potenzial haben, ist unbestritten. Der Vorstandschef des Chip-Spezialisten Qualcomm, Paul Jacobs, schwärmt in Barcelona von "diesem unglaublichen Markt all der Leute, die ein Smartphone wollen und sich das nicht leisten können". Auch Qualcomm will das Firefox OS unterstützen und seinen Beitrag leisten, "die bestmögliche Plattform daraus zu machen."

Ebenfalls neu: Tizen

Intel und Samsung fördern ebenfalls ein mobiles Betriebssystem auf Linux-Basis – der Smartphone-Marktführer aus Südkorea soll sein erstes Gerät mit diesem System namens Tizen bereits in der Schublade haben. In Barcelona ist davon aber noch nichts zu sehen – nach Informationen des Portals cnet.com soll es erst im Juli oder August soweit sein.

Ein Betriebssystem stellt alle nötigen Schnittstellen zwischen den Hardware-Bausteinen des Smartphones und der Software bereit. Dafür sorgen bei Firefox OS eine Reihe von Software-Bausteinen rund um HTML5 und JavaScript, die schlanke Linux-Plattform Gonk und die Software Gecko, die Web-Apps zum Laufen bringen. Auch Android hat einen Linux-Kern. "Android ist zwar offen, aber nicht Open-Source", sagt Heilmann auf die Frage, ob nicht schon das Google-System das leisten kann, was jetzt mit dem Firefox OS angestrebt wird.

Firefox OS bringt Apps und Internet zusammen

Und für Google stehen wie für alle großen Anbieter die kommerziellen Interessen im Mittelpunkt. Deswegen haben diese ihre Systeme so gestaltet, dass die Nutzer in ihrem jeweiligen Ökosystem bleiben, wie das in der Branche genannt wird. Und an den Online-Shops für die große Vielfalt der Apps verdienen die Anbieter kräftig mit. Beim Firefox-Handy soll wieder das gesamte Internet zum App-Shop werden, die Anwendungen können über den "Firefox Marketplace" gefunden und heruntergeladen werden. "Firefox OS reißt die Mauern zwischen Apps und dem Web ein, weil Firefox-OS-Apps auf Webtechnologien wie HTML5 basieren", erklärt Mozilla-Manager Jay Sullivan.

Mozilla geht die Sache mit einer gehörigen Portion Sendungsbewusstsein an. "Das Internet sollte nie von irgendwelchen Firmen kontrolliert werden", sagt Mozilla-Chef Gary Kovacs mit Blick auf Google oder Apple. Als erste Geräte stellt er am Vorabend der Messe zwei Smartphones der Hersteller Alcatel und ZTE vor. Kovacs gibt sich aber sicher: "Es werden noch weit mehr kommen."

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