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Samsung Galaxy S4 im Schnellcheck: Was taugen die neuen Funktionen?

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Samsung Galaxy S4 im Schnellcheck

17.03.2013, 10:41 Uhr | Aus New York berichtet Matthias Kremp, Spiegel Online

Samsung Galaxy S4 im Schnellcheck:  Was taugen die neuen Funktionen?. Samsung Galaxy S4 Hands-on (Quelle: Reuters)

Erstes Hands-on zum neuen Samsung Galaxy S4. Was taugen die neuen Funktionen? (Quelle: Reuters)

Ein Smartphone, das nicht nur per Knopfdruck reagiert, sondern schon auf einen Wimpernschlag: Samsung hat in New York das Galaxy S4 vorgestellt. Was taugen die neuen Funktionen?

Ach, schon wieder Plastik, dieser Gedanke geht mir durch den Kopf, als das Galaxy S4 in einem New Yorker Hotel vor mir auf dem Tisch liegt. Ebenso wie beim Vorgänger hat Samsung darauf verzichtet, seinem Top-Modell eine edle Metallhülle zu spendieren, das Gerät stattdessen mit Glas und Kunststoff ummantelt. Als ich anfasse, verfliegen die Zweifel an der billig wirkenden Verpackung. Gut liegt es in der Hand, ist schön abgerundet, fühlt sich warm und leicht an. Ein Polycarbonatgehäuse hat eben auch Vorteile.

Samsung Galaxy S4 angefasst

Nach dem Einschalten strahlt mich der fünf Zoll große Full-HD-Amoled-Bildschirm an. Im Vergleich zu meinem Galaxy S3 wirkt er übertrieben bunt. Aber das lässt sich leicht beheben. Das Display des S3 habe ich in den Modus "Natürlich" geschaltet. Eine ähnliche Option finde ich auch im S4. Dort heißt sie "Professional Photo". Die Farben wirken dann flauer, aber eben auch realistischer.

Als erstes probiere ich Air View aus. Ist diese Funktion aktiviert, soll es schon genügen, dem Bildschirm mit den Fingern nahe zu kommen, um beispielsweise die Vorschau eines E-Mail-Textes anzeigen zu lassen.

Tatsächlich funktioniert das auf Anhieb: Lasse ich den Finger knapp über dem Display schweben, erscheint eine Textbox mit der Vorschau. Dass das auf Dauer angenehm ist, bezweifle ich aber. Wackelt man dabei und berührt den Bildschirm doch, wird sofort die fragliche E-Mail geöffnet und der Nutzen ist dahin. Air View ist ein Gimmick.

Air Gesture für Autofahrer nützlich

Das könnte man auch über Air Gesture sagen, das ich erst beim fünften Versuch richtig anwende. Diese Funktion soll es möglich machen, Bildschirminhalte umzublättern oder Aktionen auszulösen, indem man mit der Hand über dem Display wedelt. Ich wedele zunächst fruchtlos über dem Bildschirm herum. Dann lerne ich: Nicht über dem Bildschirm, sondern vor der Kamera muss man wedeln, dann klappt das auch. Ein Gimmick ist das schon, aber beim Autofahren sicher ein nützliches.

Ebenso schnell erlerne ich Smart Scroll. Wenn man auf den Bildschirm schaut und das S4 leicht nach vorne oder hinten neigt, wird automatisch der Text gescrollt. Schaut man woanders hin, verschwindet der Effekt. Ganz zuverlässig funktioniert das im Kurztest aber nicht. Immer mal wieder passiert nichts, wenn ich die Funktion ausprobieren will. Offenbar ist das Handy irritiert, weil mir Beobachter über die Schulter schauen.

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Übersetzer hört aufs Wort

Als nächstes schaue ich mir den Schrittzähler S Health an. Hübsch sieht der aus, ist grafisch nett und übersichtlich aufgemacht. Einmal aktiviert soll die App automatisch aufzeichnen, wie viele Schritte ich am Tag gehe oder laufe. Ganz im Sinne der Selbstvermessung kann ich diese Daten auch statistisch auswerten und mit Daten darüber anreichern, was ich wann gegessen habe.

Letzteres allerdings muss ich von Hand eingeben. Nett gemacht ist das alles, einzigartig ist es nicht. Gadgets wie das Fitbit oder App wie die iOS-App Mover können ähnliches schon lange und sind teilweise sogar kostenlos.

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Ganz ähnlich ergeht es mir, als ich die S Translator genannte Übersetzungs-App ausprobiere. Die kann prima Texte vom Deutschen ins Englische übersetzen und umgekehrt. Sogar als ich etwa ins Handy spreche, wirft sie eine korrekte Übersetzung aus. Auch das ist schön, aber nicht einzigartig. Der Google Translator beherrscht denselben Trick und ist kostenlos nutzbar. Und er ist sprachlich flexibler als der Samsung-Translator, der zwar insgesamt viele Sprachen beherrscht, vom Deutschen aber nur ins Englische übersetzen kann.

(K)eine Revolution

Wie es um die Kameras steht, lässt sich nach dem kurzen Test kaum beurteilen. Schnell sind sie und liefern, zumindest auf dem Handybildschirm, schön anzusehende Ergebnisse ab. Aber der Bildschirm ist ohnehin makellos. Er hat dieselbe Qualität wie das Display des Galaxy S3, nur mit einer höheren Auflösung und Pixeldichte (441 Punkte pro Zoll). Das sieht gut aus, scheint aber im direkten Vergleich mit dem S3 keine Revolution zu sein.

Der erste kurze Test des S4 jedenfalls bestätigt weitgehend den Eindruck, den das Handy nach der Präsentation in New York machte: Wie seinerzeit bei Apples iPhone 4S hat man das Gefühl, ein bereits bekanntes Gerät in den Händen zu halten, mit mehr Leistung und ein paar neuen Funktionen.

Wie sinnvoll die sich im Alltag einsetzen lassen, wird später ein ausführlicher Test zeigen. Aber bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Mit der Auslieferung des S4 will Samsung erst im zweiten Quartal beginnen, das mit dem 1. April beginnt.

Die technischen Daten des Samsung Galaxy S4

BetriebssystemAndroid 4.2.2
Kamera (Megapixel)13 (hinten) / 2 (vorne)
Display-Auflösung (Pixel)1080 × 1920
Bildschirmgröße (Zoll/cm) 5/12,7
Maße in mm (H×B×T)136,6 × 69,8 × 7,9
Prozessor8 × 1,6 GHz
Speicher in GB16/32/64 + microSD
GPSja
LTEja/5-Band
NFCja
Akku2600 mAh
Schnittstellen

WLAN-a/b/g/n, Bluetooth 4.0, Infrarot

USB 2.0, 3,5-mm-Klinke

Farbenweiß/schwarz
MarktstartApril 2013
UVP699 Euro

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