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Sparsam surfen mit dem Smartphone

16.04.2013, 13:21 Uhr | dpa

Sparsam surfen mit dem Smartphone. Datenzähler-Apps zeigen den Datenverbrauch per Mobilfunk an und helfen so beim sparen. (Quelle: dpa)

Datenzähler-Apps zeigen den Datenverbrauch per Mobilfunk an und helfen so beim sparen. (Quelle: dpa)

Wer unterwegs viel mit dem Smartphone im Internet surft, kann unter Umständen das Volumenlimit seines Datentarifs überschreiten. Damit surft er dann für den Rest des Monats langsamer. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich dieser Moment nicht nur hinauszögern, sondern das mobile Surfvergnügen sogar beschleunigen.

Hier ein Video, da eine Mail, und am besten noch zwei Songs aus der Cloud runterladen. Wer mit seinem Smartphone oder Tablet ständig online ist, hat sein Datenvolumen oft vor dem Monatsende ausgereizt. Der Provider drosselt dann die Geschwindigkeit für den Rest des Monats. Um das zu vermeiden, sollte der Nutzer sein Surfvolumen genau im Blick haben.

App zählt Datenverbrauch

Dafür gibt es sogenannte Datenzähler-Apps, die auf Geräten mit iOS und Windows Phone bereits installiert sind. Auch auf Smartphones und Tablets mit Android 4.0 oder den Nachfolgern gibt es eine Zählfunktion, die einen Überblick über die verbrauchten Datenmengen gibt. Wer noch eine ältere Android-Version benutzt, kann den Zähler mit Apps wie Netcounter, Mobile Counter oder Traffic Counter nachrüsten. Stellt sich dabei heraus, dass das eigene Surfverhalten die Grenzen der Flatrate überschreitet, kann der Nutzer den Datenverbrauch mit einigen Handgriffen verringern.

Einstellungen des Browsers anpassen

Das beginnt bei den Einstellungen des Mobilbrowsers. "Bilder und Videos auf Webseiten verursachen den meisten Traffic", sagt Prof. Kai Rannenberg vom Lehrstuhl für Mobile Business an der Goethe-Universität in Frankfurt. Ratsam sei es deshalb, das Laden der Bilder abzustellen. "Bei Webseiten mit eingebauten Videos sollte das Bewegtbild wenn möglich sofort gestoppt werden." Denn das Video läuft schon an, ohne das es komplett geladen ist. Wenn es läuft, dann wird auch der Rest geladen. Stoppt man das Video, stoppt man damit auch die Datenübertragung.

Sparsame Browser als Alternative zur Serienausstattung

Wer auf Bilder nicht verzichten möchte, greift am besten auf einen alternativen, sparsamen Browser wie Opera Mini zurück. Dieser komprimiert besuchte Internetseiten automatisch und senkt so den Datenverbrauch. Der Nutzer kann außerdem die Bildqualität zum Beispiel auf "gering" stellen und so weitere Bytes sparen.

Apps regelmäßig schließen

Apps setzen Mobilsurfer mit niedrigem Datenlimit am besten ebenfalls nur sparsam ein. Wenn man Apps nicht braucht, sollte man sie regelmäßig schließen. Der Grund: Viele Anwendungen laufen im Hintergrund weiter und verursachen dann auch Traffic. Nebenbei wird so auch der Akku geschont. Zurückhaltung ist auch bei Hintergrund- und Synchronisierungsdiensten gefragt: "Der automatische Abgleich von E-Mails, Kontakten und Kalendern erzeugt eine dauernde Hintergrundlast", sagt Martin Schmalohr vom Institut für Rundfunktechnik. Statt dessen reicht es für die meisten Nutzer, beispielsweise einmal in der Stunde manuell den Datenabgleich anzustoßen.

Flugmodus ist die radikalste Einstellung

Am meisten Daten und Strom spart ein Smartphone im Flugmodus, allerdings werden dabei ausnahmslos alle Verbindungen gekappt, Telefon inklusive. Es werden also nicht nur keine Daten übertragen, der Smartphone-Besitzer kann auch nicht mehr telefonieren oder angerufen werden. "Zumindest einzelne Netzeinstellungen wie WLAN, mobiles Internet oder Bluetooth sollten aber nur bei Bedarf hinzu geschaltet werden", rät Schmalohr. Besonders datenintensiv seien Cloud-Dienste wie iTunes, Google Drive oder Dropbox. Standortbezogene Dienste oder GPS-Funktionen belasten nicht nur den Akku, sondern verursachen bei der Positionsbestimmung auch Datenverkehr.

Eine bessere Alternative zum Flugmodus ist es, die mobile Datenübertragung abzuschalten und nur die Mobiltelefonie zu nutzen. Der Nutzer kann weiter ganz normal telefonieren, aber Daten werden nur übertragen, wenn das Smartphone in einem WLAN eingeklinkt ist. Alle Smartphones bieten diese Funktion an. Meist wird sie nur als "Urlaubs-Funktion" genutzt, damit im Ausland und in den dortigen fremden Netzen keine Daten via Mobilfunk übertragen werden. Durch die Roaming-Gebühren würde das zu einem teuren Spaß.

WLAN konsequent nutzen

Grundsätzlich gilt: Je öfter der Nutzer per WLAN ins Netz kommen kann, desto länger hat er etwas von seiner Mobilfunk-Datenflatrate und surft in der Regel sogar schneller. Einen kostenlosen Zugang ins drahtlose Netz gibt es beispielsweise in Hotels, Restaurants oder Cafés. Bei vielen Providern ist die Nutzung der WLAN-Hotspots auch inklusive. Den Sicherheitsaspekt sollte man dabei aber nicht aus den Augen verlieren. "In einem öffentlichen Netz kann es passieren, dass Unbekannte E-Mails, Browsereingaben und Datenströme von laufenden Apps mitlesen können", warnt Schmalohr. Über eine Mobilfunkverbindung surft es sich meist langsamer und kostenpflichtig, dafür aber auch sicherer.

Große Datenmengen nur per WLAN

Ob man ein Album von iTunes herunter lädt oder zahlreiche Bilder per Mail verschickt, wer größere Datenmengen laden oder senden muss, sollte dies möglichst nicht unterwegs machen. "Downloads und Aktualisierungen können vorausschauend getätigt werden - etwa wenn WLAN zur Verfügung steht oder die Datenflatrate am Ende des Monats ausläuft", sagt Andreas Albers, der ebenfalls am Mobile-Business-Lehrstuhl in Frankfurt forscht. Android lässt sich sogar so einstellen, dass es Updates von sich aus nur bei einer aktiven WLAN-Verbindung anbietet. iOS indes lässt Download von über 50 MB nicht über Mobilfunk zu.

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Wenn sich ein Download unterwegs mal nicht vermeiden lässt, sollte zumindest die Verbindung optimal sein. "Guter Empfang ist wichtig, weil der Ladevorgang sonst abbricht und immer wieder von neuem startet", erklärt Albers. Die Datenflatrate des Nutzers werde dabei unnötig strapaziert. Mit gutem Empfang lassen sich die Daten dagegen in einem Schwung herüberziehen. Mit anderen Worten: Finger weg von großen Downloads im Auto oder im fahrenden Zug.

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