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NASA schießt HTC Nexus One und Samsung Nexus S ins Weltall

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NASA schießt Smartphones ins Weltall

08.05.2013, 08:23 Uhr | Andreas Lerg

NASA schießt HTC Nexus One und Samsung Nexus S ins Weltall. NASA schießt Smartphones ins All (Quelle: NASA Ames)

Im Kern dieses Nano-Satelliten steckt ein Smartphone als Steuerungscomputer. (Quelle: NASA Ames)

Smartphones im Weltall: Smartphones krempelten den Mobilfunkmarkt um. In Zukunft könnten sie sogar die Raumfahrt revolutionieren. Im April hat die NASA drei Android-Smartphones in eine Umlaufbahn um die Erde geschossen. Dort fotografierten sie als Smartphone-Satelliten die Erde und sendeten Funksignale, bevor sie nach wenigen Tagen verglühten.

Die NASA erforscht im Rahmen des Programmes "Small Spacecraft" Möglichkeiten, wie sich kleine und möglichst günstige Raumfahrzeuge einsetzen lassen. Aus diesem Grund, schoss die NASA zwei HTC Nexus One-Smartphones und ein Samsung Nexus S mit einer Antares-Rakete in eine erdnahe Umlaufbahn von 240 Kilometern Höhe.

Von dort funkten die drei sogenannten PhoneSats "Alexander", "Graham" und "Bell" Bilder zur Erde und strahlten Funkpeilsignale ab. Die wurden von Funkamateuren weltweit empfangen und an die NASA gemeldet. So konnte die Projektgruppe die Positionen der Satelliten in Echtzeit verfolgen und auf einer Karte veröffentlichen. Nach knapp zehn Tagen schließlich verglühten die Satelliten planmäßig beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Smartphones als günstige Nano-Satelliten

Die NASA hat allerdings nicht drei Smartphones aus der Verpackung genommen und unverändert ins All geschossen. Die drei Smartphones dienten als zentrale Steuercomputer für die Satelliten. Zusätzlich wurden die PhoneSats mit einem stärkeren Akku und Radio ausgestattet. Die Telefon- und SMS-Funktionen der Smartphones deaktivierten die Weltraumtechniker.

Die NASA legte Wert darauf nur handelsübliche Materialien für die Smartphone-Satelliten zu verwenden. So benutzten die Techniker ein Stück von einem Metallmaßband als Hochfrequenzantenne. Die fertigen PhoneSats besitzen eine würfelförmige Außenhülle, sind nur zehn Zentimeter hoch und wiegen etwa ein Kilogramm.

Bruce Yost, Manager des Small Spacecraft-Programms erklärt in einem Video: "Das PhoneSat-Programm erkundet neue und einzigartige Möglichkeiten, kleine Satelliten zu bauen." Ziel sei es, Satelliten mit handelsüblichem Material "off the shelf" (aus dem Regal) für unter 8000 Euro zu bauen. Die drei PhoneSats kosteten schließlich nur zwischen 2600 und 5400 Euro.

Schwarm von Nano-Satelliten

Laut Jasper Wolfe, Cheftechniker des PhoneSat-Projekts, könnte auf diese Art und Weise bald sehr günstig ein ganzer Schwarm von Satelliten in den Orbit geschickt werden und ein sehr dichtes Netz an Messdaten liefern. Auf diese Weise ließen sich beispielsweise sehr exakte Modelle der Erdatmosphäre erstellen.

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Smartphone-Mission ein voller Erfolg

Die NASA war mit dem Experiment, das die Weltraumtauglichkeit von Smartphones prüfen sollte, sehr zufrieden. Michael Gazarik, bei der NASA zuständig für Weltraumtechnologie, erklärte in einer Pressemeldung: "Smartphones bieten eine Fülle von Fähigkeiten, um günstige und dennoch leistungsfähige Satelliten für Atmosphärenforschung, die Erforschung der Erde, Kommunikationsaufgaben oder andere Anwendungen im Weltall zu steuern." Zudem würden Smartphones auch eine neue Generation von kommerziellen, akademischen oder bürgerlichen Weltraumprojekten ermöglichen.

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