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Samsung Galaxy S4 im Test: brillantes Display, tolle Kamera, extremes Tempo

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Das Samsung Galaxy S4 im Praxistest

10.05.2013, 17:39 Uhr | ´,

Samsung Galaxy S4 im Test: brillantes Display, tolle Kamera, extremes Tempo. Das Menü des Samsung Galaxy S4. Das 5 Zoll große Display ist kaum einhändig bedienbar. Allerdings ist die Gehäusegröße sogar etwas geringer als beim Vorgänger Galaxy S3. (Quelle: t-online.de)

Das Menü des Samsung Galaxy S4. Das 5 Zoll große Display ist kaum einhändig bedienbar. Allerdings ist die Gehäusegröße sogar etwas geringer als beim Vorgänger Galaxy S3. (Quelle: t-online.de)

Das seit Ende April erhältliche Samsung Galaxy S4 ist das beste Smartphone aller Zeiten – so urteilen zumindest viele Tester. Es ist groß, flach, schnell und mit Funktionen vollgestopft. Doch lässt sich das Super-Smartphone jenseits der technischen Bestmarken auch gut bedienen? Wir haben uns das neue Samsung-Vorzeigemodell einmal genauer angesehen und es auf seine Praxistauglichkeit getestet.

Optisch unterscheidet sich das Galaxy S4 kaum von seinem Vorgänger, dem Galaxy S3. Das Gehäuse ist trotz größeren Bildschirms etwa gleich groß, bei genauerem Hinsehen ist zu entdecken, dass es sogar minimal kleiner und ein Stück flacher ist.

Der Rahmen um das Display ist nicht nur deutlich kleiner als beim S3, sondern dünner als bei fast allen anderen Smartphones. Wem das Galaxy S3 nicht zu groß ist, der hat mit der Größe des Galaxy S4 ebenfalls kein Problem. Freunde von 4-Zoll-Smartphones dürften jedoch trotz der flachen Bauweise wenig Gefallen am neuen Samsung-Flaggschiff finden.

Foto-Serie mit 9 Bildern

Kunststoff-Gehäuse des Galaxy S4

Ein Kritikpunkt am Galaxy S4 ist für viele das Kunststoff-Gehäuse. Zwar fühlt es sich etwas wertiger an als das Galaxy S3, doch ein HTC One oder auch das Apple iPhone 5 wirken ohne Frage eleganter.

Samsung begründet die Bauweise dadurch, dass es ansonsten schwierig wäre, das Gerät mit Wechselakku und Speicherkartenslot auszustatten. Doch zumindest eine Speicherkarte ließe sich auch von der Seite einstecken – beim S4 muss der Akkudeckel dafür umständlicherweise entfernt werden. Das lösen andere Hersteller durchaus eleganter.

Galaxy S4 mit Full-HD-Bildschirm

Bei der Bedienung des Galaxy S4 fällt als erstes das Display auf. Trotz der immensen Auflösung von 1080 × 1920 Pixeln sind Schrift und Icons groß und sehr deutlich lesbar, auch deutlich größer als etwa beim iPhone 5. Die Anzeige ist gestochen scharf und sehr kontrastreich. Das Samsung Galaxy S4 ist das einzige Full-HD-Smartphone mit AMOLED-Display, die Konkurrenten HTC One und Sony Xperia Z nutzen LCDs.

Unangenehm fällt auf, dass die Anzeige beim Scrollen unscharf wirkt und fast schliert. Sobald das Bild wieder steht, ist die Schrift scharf. Bei anderen Smartphones mit AMOLED-Displays gibt es diesen Effekt nicht, auch nicht bei denen von Samsung. Es wäre möglich, dass sich das mit einem Software-Update verbessern lässt.

Ebenfalls störend ist, dass der Bildschirm bei automatischer Anpassung der Helligkeit zu dunkel ist. Möglich wäre auch ein Serienfehler – es gibt andere Berichte von Schatten, die nach dem Scrollen verbleiben, die bei unserem Testgerät aber nicht auftraten.

Samsung Galaxy S4: Performance

Nichts zu kritisieren gibt es an dem Tempo, das der 1,9-GHz-Vierkernprozessor vorlegt. Über 25.500 Punkte erbrachte der Antutu-Benchmark, der mehrere Performance-Tests zusammenfasst. Zum Vergleich: Das HTC One kommt auf 23.500 Punkte, das Motorola Razr i mit 2-GHz-Intel-Prozessor auf gerade einmal 15.000. Wer vor allem Wert auf viel Tempo legt, kommt am Galaxy S4 also nur schwer vorbei.

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Multimedia-Genuss mit Abstrichen

Vorinstalliert sind Apps zum Abspielen von Videos und Musik, dazu YouTube und Google Play Video sowie Play Music. Samsung liefert einen In-Ear-Kopfhörer für drei Ohrgrößen mit, am Kabel befinden sich Steuerungselemente.

Allerdings enttäuscht der Sound – Musikfans werden den Kopfhörer schnell gegen einen besseren austauschen wollen. Mit einem guten Kopfhörer ist dagegen am Klang wenig auszusetzen. Die Software bietet etliche Voreinstellungen von Bass Boost über Röhrenverstärker-Effekt bis Konzertsaal. Wem das nicht reicht, der kann die Klangregler auch einzeln verschieben.

Galaxy-S4-Kamera brilliert

Die Kamera gehört zum Besten, was jemals in einem Smartphone verbaut wurde. Allerdings belegen die 13-Megapixel-Fotos viel Platz, im Schnitt etwa 2,5 MB pro Bild. Wünschenswert wäre eine Kamerataste an der Seite, aber den haben nur wenige Smartphones. Nach der Aufnahme lässt sich das Foto bearbeiten, dazu gehören 20 teilweise interessante Effekte von Cartoon bis Gravur. Der Bildstabilisator ist ebenfalls ein Mehrwert.

Bemerkenswert ist, dass die Kamera ab Werk nicht auf 13 Megapixel voreingestellt ist, sondern nur auf 9 Megapixel im 16:9-Format. Wer die vollen 13 Megapixel nutzen will, muss das manuell ändern, die 13-Megapixel-Fotos haben das Seitenverhältnis 4:3.

Launenhafte Gestensteuerung

Samsung hat ein ganzes Bündel an Apps beigelegt, die die Bedienung des Galaxy S4 verbessern sollen. Dazu gehört Gestensteuerung oder eine App, die registriert, ob der Benutzer auf das Display guckt. Nicht alle dieser Apps funktionieren immer und zuverlässig, manche reagieren eher widerwillig.

Die Gestensteuerung funktioniert zum Beispiel nur, wenn die Hand sehr dicht über dem Display schwebt. Hier gilt es auszuprobieren, was jeder einzelne sinnvoll einsetzen kann und was überflüssig ist. Ein Kaufgrund für das S4 sind die Zusatz-Apps eher nicht.

Ebenfalls hakelig wirkt das automatische Drehen des Bildschirminhalts von hochkant auf quer und zurück. Es dauert eine Zeit, bis das S4 reagiert – das könnte aber auch Absicht sein. Andere Smartphones reagieren jedenfalls deutlich schneller.

Fazit

Das Galaxy S4 ist extrem schnell, das Display herausragend und die Verarbeitung gut. Die Materialien könnten hochwertiger sein, nicht zuletzt bei einem Preis von 600 Euro – dazu kommt ein zusätzlicher Kopfhörer. Wer damit und mit dem Plastikgehäuse leben kann, wird mit Wechselakku und Kartenslot belohnt.

Perfekt ist das Galaxy S4 nicht, aber es wird eine Menge Käufer finden. Für Besitzer des Galaxy S3 lohnt sich ein Umstieg eher nicht, dafür bietet es zu wenig Mehrwert gegenüber dem inzwischen recht günstig zu bekommenden Vorgänger.

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