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Unsichere SIM-Karten: Deutsche Handynutzer kaum betroffen

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Unsichere SIM-Karten: Deutsche Handynutzer kaum betroffen

23.07.2013, 14:39 Uhr | dpa, t-online.de

Unsichere SIM-Karten: Deutsche Handynutzer kaum betroffen. SIM-Karte (Quelle: imago/Jochen Tack)

Deutsche Handynutzer kaum von unsicheren SIM-Karten betroffen. (Quelle: Jochen Tack/imago)

Deutsche Mobilfunkanbieter geben Entwarnung zu der entdeckten Sicherheitsschwachstelle bei älteren SIM-Karten. Entsprechende Karten mit der veralteten Verschlüsselungstechnik DES seien in Deutschland kaum noch im Einsatz, sagten die Deutsche Telekom, E-Plus und Vodafone. Ein Sicherheitsexperte hatte die Lücke entdeckt und geschätzt, dass weltweit 900 Millionen Handys und Smartphones betroffen sein könnten. Solche Geräte könnten mit einer speziellen SMS gekapert werden.

Dem Sicherheitsexperten Karsten Nohl war es nach eigener Darstellung gelungen, bestimmte SIM-Karten zu entschlüsseln und so das zugehörige Handy zu übernehmen. Dazu sei die veraltete Verschlüsselung nach dem Standard DES geknackt worden. Ohne dass der Besitzer es bemerkt, könnte ein Hacker mit der fremden Karte telefonieren, Anrufe umleiten oder sogar Gespräche belauschen.

SIM-Karten der Telekom nicht betroffen

Ein Sprecher der Deutschen Telekom sagte, dass die Manipulation keine Telekom-Kunden beträfe. "Wir weisen darauf hin, dass die SIM-Karten von Kunden der Telekom Deutschland nach unseren Erkenntnissen nicht betroffen sind." Selbst bei älteren SIM-Karten nutze die Telekom einen stärkeren Algorithmus als den aktuell diskutierten.

Bei Vodafone würden SIM-Karten automatisch aktualisiert und dabei auch auf den neuesten Stand der Verschlüsselungstechnik gebracht, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Darüber hinaus seien im Mobilfunknetz Filter vorhanden, die solche SMS ausfiltern wie Sicherheitsexperte Karsten Nohl sie benutzt hatte. Nohl schreibt in seinem Bericht, er habe unter anderem Wartungs-SMS für das Knacken der entsprechenden SIM-Karten benutzt.

Sehr alte O2-Karten könnten betroffen sein

E-Plus betonte, eigene Kunden seien von der Sicherheitslücke nicht betroffen. Bei der überwiegenden Zahl der Kunden sei die angreifbare veraltete Verschlüsselungstechnik nicht aktiv, sagte ein Sprecher. Selbst ältere SIM-Karten im eigenen Netz seien vor einem solchen Angriff geschützt.

Eine Sprecherin von Telefónica Deutschland sagte, das Unternehmen prüfe derzeit, ob und wie viele Kunden betroffen seien. Bei SIM-Karten, die älter als 11 Jahre sind, könne eine Betroffenheit nicht vollständig ausgeschlossen werden. Neuere SIM-Karten seien jedoch auf keinen Fall davon betroffen. Auch ein Hersteller von SIM-Karten versicherte, die eigenen Produkte seien mit dem angewandten Trick nicht angreifbar.

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