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Ubuntu Edge: Linux-Smartphone kann doch nicht gebaut werden

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Ubuntu Edge  

Super-Smartphone sammelt Rekordsumme ein – und scheitert

25.08.2013, 11:34 Uhr | t-online.de, dpa

Ubuntu Edge: Linux-Smartphone kann doch nicht gebaut werden. Ubuntu Edge Designstudie (Quelle: Canonical)

Ubuntu Edge Designstudie (Quelle: Canonical)

Das Super-Smartphone Ubuntu Edge kann nicht gebaut werden. Trotz der Rekordsumme von fast 13 Millionen Dollar, die Unterstützer für das Projekt beisteuerten, sind nur 40 Prozent des Geldes zusammengekommen, das nötig gewesen wäre. Das Ubuntu Edge wäre das erste Smartphone mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher und zwei Betriebssystemen gewesen, dem Linux-Betriebssystem Ubuntu mobile OS und Android. Die Unterstützer erhalten nun ihr Geld zurück.

Die 32 Millionen Dollar waren von Anfang an ein überaus ambitioniertes Ziel. Die Unterstützer sollten 695 Dollar für ein Telefon zahlen, dass nur in Entwürfen existierte. Dafür versprachen ihnen die "Edge"-Entwickler ein High-Tech-Telefon mit vier Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicher, das sowohl mit der Linux-Variante Ubuntu mobile OS als auch mit dem Google-Betriebssystem Android laufen und zudem einen Desktop-PC ersetzen sollte.

Das Projekt sorgte international für Aufsehen, unter anderem nachdem der Finanzdienstleister Bloomberg sich für 80.000 Dollar ein "Unternehmenspaket" aus 115 Geräten sicherte. Es blieb aber die einzige Großbestellung dieser Art.

Stifter bekommen ihr Geld zurück

Kurz nach Ablauf der Kampagne, die nach einem Monat Laufzeit am Donnerstagvormittag zu Ende gegangen war, äußerte sich Mark Shuttleworth, Gründer des Ubuntu-Betreibers Canonical, in einem Statement zum Scheitern des Projekts.

Auch wenn das Ziel nicht erreicht worden sei, würde das Team viel Positives aus der Kampagne mitnehmen. Der Crowdfunding-Rekord sei eine enorme Leistung, fast 20.000 Menschen hätten das Projekt unterstützt. Darunter waren auch etliche aus Deutschland, nach Ländern sortiert, kamen deutsche Unterstützer an dritter Stelle. Alle Stifter sollen binnen fünf Werktagen nun ihr Geld zurück bekommen.

Effiziente Produktion des Smartphones angestrebt

Auf Kritik an dem sehr hoch angesetzten Finanzierungsziel entgegnete Canonical, das sei die nötige Größenordnung für eine effiziente Produktion gewesen. Die Entwickler setzen nun mit Rückenwind der neuen Aufmerksamkeit weiter auf Gespräche mit Handy-Herstellern und Netzbetreibern.

Den bisherigen Rekord beim "Crowdfunding", wie das Finanzieren von Projekten durch Beiträge von Internet-Nutzern genannt wird, hatte die Computer-Uhr "Pebble" im Mai vergangenen Jahres mit knapp 10,27 Millionen Dollar aufgestellt. Während die Auslieferung der Geräte in diesem Jahr begann, warten einige der Unterstützer immer noch auf ihre Uhren.

Regisseure sammeln Geld für Filmproduktionen

Auch Hollywood entdeckte zuletzt das Crowdfunding: Zuletzt sammelte Regisseur Spike Lee bei der Plattform Kickstarter über 1,4 Millionen Dollar für seinen nächsten Film ein. Auch "Scrubs"-Hauptdarsteller Zach Braff sammelte dort Geld für ein Filmprojekt ein, ebenso wie die Macher der Fernsehserie "Veronica Mars".

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