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Das Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS im Praxistest

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Firefox-Smartphone  

Das Alcatel One Touch Fire im Praxistest

27.09.2013, 13:52 Uhr | Christian Fenselau

Das Alcatel One Touch Fire mit Firefox OS  im Praxistest. App-Menü des Firefox OS (Quelle: t-online.de)

Das Firefox OS zeigt Potenzial, doch die Hardware ist spartanisch. (Quelle: t-online.de)

Mit Firefox OS steht ein weiteres Smartphone-Betriebssystem in der Warteschleife vor dem Marktstart. Gleich mehrere Einsteiger-Smartphones werden in den kommenden Wochen und Monaten erscheinen, auch Provider wie die Deutsche Telekom werden den Vertrieb übernehmen. Wir haben uns das erste Firefox-Smartphone für den deutschen Markt, das Alcatel One Touch Fire, angeschaut und auf Praxistauglichkeit getestet.

Firefox sowie die übergeordnete Organisation Mozilla stehen für kostenfreie und millionenfach erprobte Software wie das Mailprogramm Thunderbird oder eben den Browser Firefox. Die Erwartungen an das neue Betriebssystem sind aus diesem Grund höher als bei so manchem Startup ohne Erfahrung.

System hält, was es verspricht

Nach den ersten Eindrücken kann das Betriebssystem halten, was es verspricht: Der Einstieg ist intuitiv; wer schon einmal ein Smartphone in der Hand gehalten hat, findet sich sofort zurecht. Die Bedienoberfläche ist in drei Bereiche unterteilt. Neben dem Homescreen befindet sich linksseits eine Auswahl verschiedener Apps, die nach Kategorien geordnet sind. Diese Apps lassen sich entweder direkt starten oder zum Homescreen hinzufügen.

Ein Wisch zur anderen Seite zeigt die installierten Apps, deren Symbole sich beliebig verschieben lassen, also eine Art Schnellstartschirm. Hier befinden sich bereits einige Anwendungen wie Twitter, ein Kalender oder ein Audio-Player, die Sammlung lässt wie nach Wunsch ergänzen. Ganz unten sind fünf feststehende Symbole platziert, wie es auch bei Android oder iOS üblich ist. Dazu gehören neben dem Firefox-Browser die Telefonfunktion, der Nachrichten-Eingang, die Kamera-App sowie ein UKW-Radio.

Alcatel One Touch Fire ist ein echtes Einsteiger-Smartphone

Das Alcatel One Touch Fire ist äußerlich ein echtes Einsteiger-Smartphone. Ein Preis dafür ist noch nicht bekannt, er dürfte aber deutlich unter 100 Euro liegen.

Der Bildschirm misst 8,9 Zentimeter (3,5 Zoll), der umgebende Rand ist relativ breit. Bei einer Dicke von 1,2 Zentimetern wirkt es nicht sonderlich elegant.

Das Gehäuse besteht aus Kunststoff. Der hintere Deckel ist zwecks Akkutausch abnehmbar, unterhalb des 1400-mAh-Akkus befinden sich die Schächte für SIM- und MicroSD-Speicherkarte. Der Deckel sitzt zwar fest und knarzt nicht, doch insgesamt wirkt das Gehäuse spartanisch.

Handhabung des Alcatel One Touch Fire

Die Lautstärkewippe ist linksseitig und lässt sich recht gut erreichen, der Powerknopf befindet sich an der Oberseite. Zwischen Display und unterer Gehäusekante gibt es nur einen Home-Button – ähnlich wie beim Apple iPhone.

Die Beschränkung auf einen Knopf führt dazu, dass bei der Anzeige von Internetseiten unterhalb des sichtbaren Bereichs ständig eine zusätzliche Funktionsleiste mit einem Zurück-Knopf und einer Lesezeichenfunktion eingeblendet wird, die zu einer Verkleinerung der dargestellten Seite führt – angesichts des recht kleinen Displays und der geringen Auflösung von 320 × 480 Pixeln ein Nachteil. Insgesamt lässt sich das Smartphone im Internet-Betrieb nicht gut bedienen. So gibt es beispielsweise keinen Knopf, um eine einmal eingeblendete virtuelle Tastatur wieder zu schließen.

Display wie beim iPhone 3GS

Der Bildschirm entspricht in Größe sowie Auflösung den älteren iPhone-Modellen bis zum iPhone 3GS. Das mag nicht mehr zeitgemäß erscheinen, ist für Viele aber trotzdem noch ausreichend. Doch das Display des One Touch Fire wirkt schon auf den ersten Blick grobpixelig, die Schrift ausgefranst. Das mag am mauen Kontrast liegen, überdies ist die Beleuchtung ungleichmäßig.

Prozessor (1 Gigahertz) und Arbeitsspeicher (256 Megabyte) sind knapp bemessen. Das Firefox-Betriebssystem soll sehr genügsam sein, doch die Darstellung ist nicht wirklich flüssig. Auch die Darstellung größerer Webseiten gerät ins Stottern.

Kamera nur für Schnappschüsse

Die 3,2-Megapixel-Kamera reicht allenfalls für einfache Schnappschüsse. Die Fotos sind stark überstrahlt, sobald auch nur ein wenig Sonnenlicht vorhanden ist. Praktisch: Da die Bilder extrem überbelichtet sind, lassen sich auch im Halbdunkel noch Fotos schießen. Unpraktisch: Eine Fotoleuchte fehlt und selbst bei guten Lichtverhältnissen wirken die Bilder stark verrauscht.

Ein Einstellungsmenü für Aufnahme-Optionen wie Belichtung, Aufnahmemodus oder Weißabgleich fehlt. Videos werden lediglich mit VGA-Auflösung gedreht, der Effekt der Überbelichtung tritt auch hier auf.

MP3-Player und Headset

Der mitgelieferte Kopfhörer entspricht in etwa den Erwartungen, die man bei einem Einsteiger-Smartphone haben kann. Der Tragekomfort ist mäßig, Bässe sind fast keine vorhanden. Zudem produziert der Anschlussstecker störende Knackser, sobald man ihn berührt. Der Player selbst klingt akzeptabel, wenn ein vernünftiger Kopfhörer angeschlossen ist. Dann sind auch die Knackser weg. Erwähnenswert ist, dass ab einer gewissen Lautstärkestufe eine Meldung eingeblendet wird, die vor Hörschäden warnt.

Fazit

Eine Eigenschaft, die nur Firefox OS mitbringt, ist die Option, Dritten mitzuteilen, dass man nicht verfolgt werden möchte. Wer also seine Daten weder Apple, Google oder Microsoft mitteilen will, sollte ein Firefox-Smartphone in Betracht ziehen.

Der Praxistest zeigt ein durchwachsenes Bild. Die Software ist intuitiv, einige Ungereimtheiten der Vorversion des Testgeräts sollten bis zum Marktstart noch beseitigt werden. Die Hardware verdient die Bezeichnung Smartphone nur ganz knapp. Immerhin kann das One Touch Fire per WLAN ins Internet – anders als einige andere Touchscreen-Handys dieser Preisklasse. Trotz allem: Die Ausstattung und Qualität der Bauteile von Kamera über Prozessor bis zum Display erfüllt nur geringe Ansprüche.

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