Makaberer Scherz
Polizei warnt vor Kettenbrief mit Todesdrohung über WhatsApp13.09.2013, 16:49 Uhr | t-online.de
Die Polizei warnt vor einem Kettenbrief über Whatsapp, der Jugendlichen mit dem Tod droht. (Quelle: Philipp Szyza/Michael Weber/Montage/imago)
Der Nachrichtendienst WhatsApp hat bei vielen Smartphone-Nutzern bereits die SMS ersetzt. Seit die Anwendung es erlaubt, auch Audio-Nachrichten zu verschicken, kursiert ein makaberer Kettenbrief. Dieser droht dem Empfänger und dessen Mutter mit dem Tod. Die Polizei rät davon ab, die Nachricht weiter zu verbreiten. Nach dem Urheber der Nachricht wird bereits gefahndet.
Kettenbriefe sind mindestens so alt, wie das Internet. Meist verbreiteten sie sich per E-Mail und versprachen Glück, die große Liebe, Reichtum oder ähnliches, wenn man die Nachricht nur an genügend befreundete Empfänger verschicke. Inzwischen hat das Phänomen auch den Nachrichtendienst WhatsApp erreicht.
Seit Anfang dieser Woche verbreitet sich eine solche Kettennachricht über Whatsapp, das seit Anfang August die Möglichkeit bietet, Sprachnachrichten zu verschicken. Dieser Funktion bediente sich auch der Urheber des Kettenbriefs, doch dessen Inhalt dürfte für die meisten erwachsenen Nutzer eher als schlechter Scherz durchgehen.
Eine Computerstimme fordert den Empfänger auf, die Nachricht an 20 Freunde weiter zu leiten. Wenn derjenige dem nicht nachkomme, würden sowohl er als auch seine Mutter getötet.
Der makabere Witz verbreitet sich rasend schnell und gerade junge Schüler fühlten sich von diesem tatsächlich bedroht, wandten sich an Lehrer und Polizei. Die fahndet nun bundesweit nach dem Urheber der Nachricht, bislang jedoch ohne Erfolg.
Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat inzwischen sogar Warn-E-Mails an alle 3300 niedersächsischen Schulen verschickt, um die Pädagogen über den Sachverhalt zu informieren. Das berichtet die Tageszeitung Hessische/Niedersächsische Allgemeine.
Davon abgesehen empfiehlt das LKA, die Nachricht präventiv mit seinen Kindern zu besprechen, damit diese vorbereitet sind, falls sie ebenfalls den Kettenbrief erhalten sollten.
Zudem sollte die Nachricht nicht weiter verbreitet, sondern einfach gelöscht werden, um das Problem einzudämmen. Eine weitere Meldung an die Behörden sei dagegen nicht nötig.
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13.09.2013, 16:49 Uhr | t-online.de
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