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iPhone 5s: Hacker sollen Fingerabdruck-Sensor überlisten

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Riesiges Preisgeld winkt  

Hacker sollen Fingerabdruck-Sensor des iPhone 5s knacken

20.09.2013, 15:16 Uhr | Andreas Lerg

iPhone 5s: Hacker sollen Fingerabdruck-Sensor überlisten. Fingerabdrucksensor am iPhone 5s (Quelle: Reuters)

Der Fingerabdrucksensor des iPhone 5s ist noch fehleranfällig. Hat Apple etwa ein unfertiges Teil verbaut? (Quelle: Reuters)

Hacker haben den Fingerabdruck-Sensor des iPhone 5s ins Visier genommen, denn in einem Hacker-Wettkampf winkt ein richtig großes Preisgeld. Ziel des Wettbewerbes: Es soll versucht werden, den biometrischen Schutz des neuen Apple-Smartphones mit einem reproduzierten Fingerabdruck auszuhebeln.

“Ich werde der ersten Person, die erfolgreich einen Fingerabdruck vom Bildschirm des iPhone 5s abnimmt, reproduziert und in weniger als fünf Versuchen ein iPhone entsperrt, 100 Dollar zahlen.” Mit diesem Aufruf startete Nick De Petrillo, einer der Initiatoren des Wettbewerbs, über Twitter den Hacker-Wettkampf.

Auf der Internetseite istouchidhackedyet.com sind die genauen Teilnahmebedingungen zu finden. Wer gewinnen will, muss ein Video einreichen, dass den gesamten Vorgang vom Abnehmen des Abdrucks bis zum Entsperren des iPhones 5s zeigt.

15.000 US-Dollar Belohnung

Mittlerweile haben viele Personen via Crowd-Funding das Preisgeld in die Höhe getrieben. Der Wagniskapitalgeber I/O Capital Partners hat es sogar um 10.000 US-Dollar aufgestockt, sodass dem Gewinner jetzt eine Prämie von über 15.000 US-Dollar winkt, umgerechnet über 11.000 Euro.

Neben viel Geld bieten die Unterstützer des Wettbewerbs dem Gewinner auch viel Kurioses. So will der Twitter-Nutzer @EricMichaud dem glorreichen Hacker zum Beispiel 100 Dollar plus einen Türstopper spendieren. Andere füllen den Gewinnerkorb mit Büchern, Weinflaschen und Whisky auf. Doch die Aufgabe ist schwierig.

Hochsensibler Sensor ist schwer zu knacken

Der im iPhone 5s verbaute Fingerabdruck-Sensor ist nicht etwa eine Art Kamera, die den Fingerabdruck optisch scannt. Der Sensor arbeitet elektrisch. Registriert der Besitzer seinen Finger erstmals über den Home-Button des iPhone 5s, dann misst dieser Sensor über winzig kleine Kontaktpunkte die Berührung der Fingerkuppe.

Dort wo die sogenannten "Minutien" – das sind die winzigen Verzweigungen, Linien und Bögen, die einen Fingerabdruck definieren – den Sensor berühren, erfasst dieser Spannungsunterschiede. So erkennt das iPhone 5s das genaue Muster der Fingerkuppe. Der Sensor erkennt dabei auch, ob der Finger "lebt", oder ob beispielsweise nur ein künstlicher Abdruck des eigentlichen Fingers gescannt wird.

Mathematischer Code repräsentiert Fingerabdruck

Aus dieser elektrischen Signatur des Fingerabdrucks errechnet die Software einen mathematischen Code, der dann verschlüsselt im A7-Prozessor des iPhone 5s gespeichert wird. Berührt der gleiche Finger in Zukunft den Sensor, wird der Code aus dem Chip mit der aktuellen Messung verglichen und das iPhone frei geschaltet, wenn es der richtige und echte Finger ist.

Fingerabdruck-Sensor im iPhone 5s in der Kritik

Kurz nach der Vorstellung des iPhone 5s hatte der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar vor der neuen Funktion gewarnt. "Biometrische Merkmale kann man nicht löschen. Sie begleiten uns das Leben lang. Fingerabdrücke sollte man daher nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden", sagte Caspar dem Magazin Spiegel.

Ein Apple-Sprecher erklärte im Gespräch mit der US-Tageszeitung Wall Street Journal, dass Apples neues Touch-ID-Verfahren den Fingerabdruck ausschließlich auf dem Gerät selbst und nicht etwa auf Apple-Servern speichere – und das nur in verschlüsselter Form. Außerdem hätten Apps und andere Software keinen Zugriff auf diese Daten und Funktion.

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