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iOS 7: Apples Pannenserie reißt nicht ab

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Peinlich  

Apples Pannenserie reißt nicht ab – immer neue Fehler in iOS 7

07.10.2013, 16:55 Uhr | Sebastian Weber

iOS 7: Apples Pannenserie reißt nicht ab. Seit dem Update tauchen immer wieder Fehler und Sicherheitsmägel an iOS7 auf. Apple bessert so gut es geht nach. (Quelle: imago/T-Online/Philipp Szyza)

Seit dem Update tauchen immer wieder Fehler und Sicherheitsmägel an iOS7 auf. Apple bessert so gut es geht nach. (Quelle: T-Online/Philipp Szyza/imago)

Apples mobiles Betriebssystem iOS 7 hat bereits kurz nach seiner Veröffentlichung Mitte September durch Sicherheitsmängel und Funktionsstörungen für Unmut gesorgt. Ein System-Update von Apple konnte die schwersten Fehler schnell beheben. Doch es tauchen ständig neue Probleme auf. Wir sagen, wo es bei iOS 7 und iPhone 5s hakt und wie sich die Macken zumindest teilweise beheben lassen.

Mit der Funktion "Find my iPhone" können Anwender ihr Apple-Smartphone oder -Tablet über das Internet orten und sperren lassen. Im Falle eines Diebstahls besteht so eine Chance das Gerät wiederzubekommen – und mithilfe der Sperre kann der Besitzer zumindest schnell seine persönlichen Daten schützen.

Kein Internet, kein Diebstahlschutz

Doch Apples Fernsperre lässt sich ganz einfach aushebeln, wie deutsche Forscher der Sicherheitsfirma Security Research Labs behaupten. Der Dieb müsse lediglich verhindern, dass sich das gestohlene iPhone oder iPad mit dem Internet verbinden kann, berichten die Forscher. Einen Beweis für die Sicherheitslücke blieben die Experten bisher jedoch schuldig.

Ist das Smartphone weg, schützt auch der Fingerabdrucksensor des iPhone 5s nicht zuverlässig vor Identitätsdiebstahl. Bereits wenige Tage nach dem Marktstart des neuen iPhone konnte der Chaos Computer Club die Funktion überlisten.

Sobald der Verbrecher bestimmte Schritte ausgeführt hat, kann er das Smartphone so manipulieren, dass es nicht mehr deaktiviert werden kann. Im schlimmsten Fall stehen ihm auch alle Kontakte, E-Mail-Adressen oder Benutzerkonten von sozialen Netzwerken offen, inklusive der Möglichkeit, deren Nutzerdaten möglicherweise nach eigenen Wünschen zu ändern.

Siri hört auch auf Kriminelle

Auch Siri sorgt für Ärger. Selbst mit einem gesperrten iPhone erlaubt es der Spracherkennungsdienst, dass Anrufe ausgeführt werden. Über die FaceTime-Funktion und mit ein wenig Geschick kann hierüber die Sperre umgangen werden, sodass Unbefugte in das Adressbuch der Smartphones gelangen. Einmal dort angekommen, lassen sich SMS-Nachrichten und E-Mails verschicken – sogar mit Anhang und aus der Fotogalerie heraus.

Hersteller Apple hat sich bislang zu beiden Sicherheitsmängeln nicht geäußert, arbeitet jedoch bereits am nächsten Software-Update.

iOS 7 verschickt keine iMessages

Abgesehen von diesen beiden bedenklichen Problemen, die iOS 7 momentan aufweist, sind einige iPhone-Nutzer vom Dienst iMessage genervt. Dieser erlaubt – vergleichbar mit der Whatsapp – das Versenden kostenloser Nachrichten zwischen iOS-Geräten.

Inzwischen häufen sich jedoch die Beschwerden, dass Nachrichten im Nirgendwo verschwinden. Apple bestätigte das Problem, entschuldigte sich und versprach eine Lösung. Bis dahin müssen Betroffene den Inhalt entweder als reguläre SMS-Nachricht verschicken oder das iOS-Gerät jedes Mal neustarten, wenn iMessage den Dienst verweigert.

Bewegungssensoren des iPhone 5s spielen verrückt

Ein Neustart hilft dagegen bei den Problemen des iPhone 5s mit den verbauten Bewegungssensoren nicht. Das erste Smartphone, das nativ mit iOS 7 ausgeliefert wurde, weißt laut diversen Nutzerbeschwerden und einem ausführlichen Test des amerikanischen Online-Magazins Gizmondo in der Kompass-App eine Abweichung von acht bis zehn Grad im Vergleich zum iPhone 5 auf.

Beim Neigungsmesser fällt die Differenz mit zwei bis drei Grad zwar geringer aus, dennoch sollten die beiden verschiedenen Smartphones exakter beieinander liegen. Ob die Probleme mit den Bewegungssensoren des iPhone 5s durch eine fehlerhafte Kalibrierung der Hardware oder durch einen Software-Fehler ausgelöst werden, ist bisher ungeklärt.

iOS 7 macht krank

Weniger ein Fehler als eine kuriose Nebenwirkung stellt die Reaktion von manchen Nutzern auf das neue Design und die Effekte von iOS 7 dar. Der sogenannte Parallax-Effekt scheint einige "seekrank" zu machen, sodass ihnen schlecht wird. Der Effekt führt dazu, dass sich die App-Symbole auf dem Bildschirm bewegen, wenn das Smartphone oder der Tablet-PC geneigt wird.

Wer an der "Parallax-Übelkeit" leidet, der braucht aber nicht auf ein iOS-Update zu warten, sondern kann den Effekt ganz einfach abschalten. Dazu muss unter "Einstellungen - Allgemein - Bedienungshilfen" der Punkt "Bewegung reduzieren" aktiviert werden.

Einige Probleme sind bereits behoben

Vorherige Sicherheitsmängel im Zusammenhang mit dem Sperrbildschirm der iOS-Geräte hat Apple dagegen bereits behoben. So war es trotz gesichertem iPhone möglich, mit ein paar Tricks Anrufe zu tätigen oder aber den Sperrbildschirm über das Kontrollzentrum auszuhebeln und auf die Kontakte und andere Funktionen zuzugreifen.

Einfache Schutzmaßnahmen

Wer sein iOS-Gerät also absichern möchte, sollte zunächst alle verfügbaren Updates installieren, damit eventuell bestehende Sicherheitslücken gestopft werden.

Darüber hinaus sollten iOS-Nutzer das neu eingeführte Kontrollzentrum im Sperrbildschirm deaktivieren, über das Funktionen wie WLAN, Bluetooth oder der Flugmodus per Schnellzugriff ein- beziehungsweise ausgeschaltet werden können – unter anderem auch ein Knackpunkt am oben genannten "Find my iPhone"-Trick. Dazu wählen Sie unter "Einstellungen" den Menüpunkt "Kontrollzentrum" und entfernen den standardmäßig gesetzten Haken bei "Zugriff im Sperrbildschirm".

Ebenso empfehlen Sicherheitsexperten Nutzern des iPhone 5s, sich nicht lediglich auf den Fingerabdrucksensor TouchID zu verlassen. Vielmehr sollte auch ein PIN-Code zum Schutz des Smartphones eingesetzt werden. Dieser sollte länger als die standardmäßigen vier Zeichen sein und Zahlen, Buchstaben sowie Sonderzeichen enthalten.

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