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LG G2 im Praxistest: Technik und Bedienung überzeugen

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Das LG G2 überzeugt durch Technik und eine einzigartige Bedienung

18.10.2013, 09:52 Uhr |

LG G2 im Praxistest: Technik und Bedienung überzeugen. Der Homescreen des LG G2 im Breitformat (Quelle: t-online.de)

Der Homescreen des LG G2 im Breitformat (Quelle: t-online.de)

LG trat bislang kaum als Hersteller hochwertiger Smartphones in Erscheinung. Neben Modellen vom Marktführer Samsung werden fast nur Smartphones von Sony, HTC und Google wahrgenommen. Mit dem neuen G2 will LG jetzt endlich die Konkurrenz in die Schranken weisen. Wir haben das Smartphone mit 5,2-Zoll-Display einem Praxistest unterzogen.

Weil der Rahmen um das Display extrem schmal ist, wirkt das LG G2 nicht größer als die Konkurrenten. Beim genauen Nachmessen ist es ganze zwei Millimeter länger als das Samsung Galaxy S3 und gleich breit. Durch die gebogene Rückseite, die – ähnlich wie beim HTC One – zu den Kanten dünner werden, wirkt es flacher als es ist.

Die Rückseite sorgt auch dafür, dass es äußerst gut in der Hand liegt. Wem die Samsung-Modelle Galaxy S3 und S4 nicht zu groß sind, der kann seine Bedenken aufgrund der Abmessungen vergessen.

Kunststoff, aber kein Wechselakku

Der erste Eindruck der Beschaffenheit des Gehäuses: Das LG ist aus Kunststoff. Das wirkt durch die gute Verarbeitung nicht billig, ist aber nicht mit einem Metallgehäuse eines HTC One zu vergleichen.

Ärgerlich ist, dass trotz Plastik weder der Akku austauschbar noch ein Speicherkartenplatz vorhanden ist. Ebenfalls unschön ist die Tatsache, dass die Rückseite glänzt und schnell mit Fingerspuren verschmiert.

Empfang dank Plastik gut

Immerhin vermeidet LG mit dem Plastikgehäuse Probleme beim Netzempfang, weil Metall die Strahlung abschirmen würde. Sprach- und Empfangsqualität sind gut, sowohl beim Sprechen als auch beim Hören. Wunder vollbringt das G2 aber nicht. Dort, wo auch andere Smartphones nur eine schwache Verbindung zustande bringen, tut sich das LG-Modell ebenfalls schwer. Verbindungsabbrüche aufgrund einer bestimmten Handhaltung kamen nicht vor.

Ungewöhnliche Tastenanordnung

Ungewöhnlich und bislang einzigartig ist die Anordnung der Tasten: Der Ein-Aus-Schalter und die Lautstärkewippe sind mitten auf der Rückseite unterhalb der Kameralinse platziert. Das Einzige, was an der seitlichen Kante zu finden ist, ist der Einschub für die Micro-SIM-Karte.

Was auf den ersten Eindruck zumindest ungewohnt ist, entpuppt sich schnell als genialer Einfall. Knopf und Wippe sind jederzeit erreich- und ertastbar, jegliches Umgreifen entfällt. Weitere Tasten gibt es nicht. Wer eine separate Taste zu Einschalten des Kameramodus gewohnt ist, wird sie vermissen. Immerhin wird die Lautstärkewippe bei aktivierter Kamera auch als Auslöser.

LG G2 Bedienung

Wie fast alle Hersteller hat auch LG ordentlich an Googles Android herumgeschraubt und es an vielen Stellen abgeändert. Doch von der Verschlimmbesserung vieler Hersteller ist LG weit entfernt: Das G2 lässt sich in fast allen Belangen besser bedienen als das Original-Android des Nexus 4 – das übrigens auch von LG produziert wird.

Die Menüs sind übersichtlich gestaltet, und es gibt deutlich mehr Einstellmöglichkeiten als bei den Nexus-Modellen. So lässt sich zum Beispiel die Anordnung der Softkeys unterhalb der Anzeigefläche verändern, auf Wunsch finden dort auch vier Tasten Platz. Wer es mag, kann sich den Homescreen quer anzeigen lassen. Auch gut gelöst ist die Gestaltung der Schnelleinstellungen: Jeder Benutzer kann selbst bestimmen, was er dort vorfinden möchte.

Es ließen sich noch etliche weitere Punkte anführen, die sich individualisieren lassen. Das Fazit nach mehreren Tagen Benutzung: Das LG G2 überzeugt mit einer hervorragenden Bedienbarkeit – kein anderes Android-Smartphone hat im Test einen so guten Eindruck hinterlassen wie das LG.

Hardware: Display und Prozessor

Das Display ist knackscharf und leuchtet schön hell, wie man es von einer Full-HD-Auflösung erwarten kann. Darüber hinaus überrascht die Darstellung mit einem enormen Kontrast und sattem Schwarz. Auch die Blickwinkelstabilität erstaunt – kaum zu glauben, dass es sich um ein LCD- und kein AMOLED-Display handelt. Das LG G2 lässt hier die Konkurrenten wie das Sony Xperia Z oder das HTC One klar hinter sich, selbst das Samsung Galaxy S4 macht beim Bildschirm keinen besseren Eindruck.

Prozessortempo

Schneller als das LG G2 ist kein derzeit im Handel befindliches Smartphone (Phablets wie das Samsung Galaxy Note außen vor gelassen). Der Snapdragon 800 mit vier Rechenkernen á 2,26 Gigahertz sorgt dafür, dass alle Menüs, Anwendungen und Internetseiten flüssig laufen. Das G2 wird allerdings an der Rückseite recht warm, wenn die CPU gefordert wird.

Es wäre Zeitverschwendung, das LG G2 einem Benchmarktest unterziehen zu wollen. Wie bekannt ist, tricksen hier viele Hersteller. Auch für das G2 gilt, dass der Prozessor im Vollgasmodus läuft, wenn das System ein Testprogramm wittert.

Musik und Kamera

LG hat seinem Spitzenmodell einen vorzeigbaren Kopfhörer mit Metall-Optik spendiert, dessen Stöpsel leicht abgewinkelt sind. Sie klingen zwar nicht überragend, aber immer noch besser als viele andere mitgelieferte Kopfhörer. Nur Apple legt seinen iPhones ein deutlich besseres Headset bei. Musikfans mit hohen Ansprüchen sollten zunächst probehören und dann über die Zusatz-Anschaffung eines besseren Headsets nachdenken.

Für die Klanganpassung stehen softwareseitig fünf verschiedene Presets zur Verfügung, darüber hinaus lässt sich über einen Equalizer der Klang individuell anpassen.

Die Kamera protzt mit 13-Megapixel-Fotos, optischem Bildstabilisator und Full-HD-Videos. Selbst die Zweitkamera bietet 2,1 Megapixel und macht noch akzeptable Fotos. Zusätzliche Aufnahmemodi wie HDR, Panorama oder Sport sind tatsächlich brauchbar. Hier setzt sich das positive Bild des Tests fort: Die Hauptkamera macht sehr gute Bilder, nur beim LED-Blitz ist noch Luft nach oben. Passend zur weiteren Hardware hätte LG auch einen Xenon-Blitz verbauen können.

Fazit: viel Lob und einmal Kritik

Bestnoten verdient sich das G2 bei Display, Prozessor und vor allem bei der Bedienung. Auch die Kamera ist sehr gut, der mitgelieferte Kopfhörer noch knapp gut – in der Summe bietet das LG G2 das beste Gesamtpaket, das der Smartphone-Markt derzeit bietet und wenn die übergroßen Phablets einmal unbeachtet bleiben.

Das Gehäuse – fingerabdruckanfälliger Kunststoff ohne Speicherkartenslot und Wechselakku – trübt allerdings das Gesamtbild gewaltig. Einige Interessierte dürften schon deshalb das LG G2 nicht für einen Kauf in Betracht ziehen.

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