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Deutsche Telekom lockt Android-Hacker in die Falle

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Sicherheitsrisiko Smartphone  

Telekom stellt Android-Hackern mobile Fallen

27.10.2013, 08:32 Uhr | t-online.de, dpa

Deutsche Telekom lockt Android-Hacker in die Falle. Die Deutsche Telekom lockt Hacker von Android-Smartphones in die Falle, um Internetverbindungen sicherer zu machen. (Quelle: Hersteller/Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom lockt Hacker von Android-Smartphones in die Falle, um Internetverbindungen sicherer zu machen. (Quelle: Deutsche Telekom/Hersteller)

Die Deutsche Telekom hat auf die steigende Zahl von Hacker-Attacken gegen Handys reagiert und stellt Angreifern vermehrt Fallen. Ziel ist dabei vornehmlich der Schutz der eigenen Kunden, denn die täglich über 800.000 registrierten Attacken geben Aufschluss über das Vorgehen der Hacker.

In ihrem Bericht "Sicherheit im Internet", den das Unternehmen zweimal im Jahr herausgibt, stellte die Deutsche Telekom Sicherheitsmaßnahmen vor, mit der sie Hacker von Android-Smartphones in die Falle lockt. Dafür setzt der Konzern erstmals mobile Versionen von "Honigtöpfen" ein.

Realistische Rahmenbedingungen

Was bisher in Rechenzentren betrieben wurde, habe die Telekom nun in ersten Smartphone-Prototypen untergebracht, die mit einer speziell angepassten Version des Google-Betriebssystems Android laufen. Derzeit wird dies laut Telekom auf einem Samsung Galaxy S4 und einem HTC Desire getestet. Die Geräte ließen sich komplett nutzen, während die Software Angriffe erkenne und die Daten an das Frühwarnsystem der Telekom weiterleite.

Bislang hatte das Unternehmen Smartphone-Schädlinge beobachtet, indem sie die Netzwerkeigenschaften der Android-Geräte auf einem Linux-System simulierten. Dies bestand aus einem Einplatinen-Computer mit UMTS-Stick, SIM-Karte, Display und Akku und konnte sowohl Android- als auch iPhone-Smartphones nachstellen.

Smartphones ziehen mit PC gleich

Gerade Smartphones seien für Hacker heutzutage beinahe interessanter als ein klassischer PC, um Schadsoftware zu verbreiten. Grund: Handys sind meist mehr oder weniger rund um die Uhr mit dem Internet verbunden, das inzwischen mit LTE eine enorme Datendurchsatzrate erreicht habe. Privat-PCs dagegen seien tagsüber in der Regel ausgeschaltet.

Einmal infizierte Smartphones lassen sich schließlich für die selben Untaten nutzen, wie es früher nur ein PC ermöglicht hat – der Nutzer muss dem Hacker zuvor nur über eine infizierte App oder ähnliches Zugang gewährt haben.

Deutschland unter den Top 5

Die sogenannten "Honeypots" täuschen deshalb ungeschütztes Internet-Gerät vor. So sollen Angriffe mit Spam oder Schadsoftware provoziert werden. Die Schadprogramme werden dann analysiert, um einen Schutz dagegen zu entwickeln. Insgesamt legte die Telekom bisher nach eigenen Angaben 180 solcher Fallen aus und stößt damit auf bis zu 800.000 Hackerangriffe täglich.

Abseits der Art und Weise wie die Hacker die Smartphones angreifen, registrierte die Telekom auch, aus welchen Ländern die Attacken gestartet wurden. Im Zeitraum von Februar bis Oktober 2013 befand sich Deutschland dabei auf Platz 5. Die Plätze eins bis vier belegten Bulgarien, Russland, USA und Taiwan. Allerdings – so räumen die Experten ein – stammen die Hacker nicht zwingendermaßen aus eben diesen Ländern, sondern nutzen dort gekaperte Rechner, um ihre Schadsoftware etwa über Spam-Nachrichten zu verteilen.

Das raten die Telekom-Experten

Von diesen Ermittlungserfolgen leiten die Sicherheitsexperten der Deutschen Telekom die fünf wichtigsten Tipps für die mobile Sicherheit ab, bei deren Befolgung sich ein Smartphone-Nutzer wenig Sorgen um sein Handy machen müsse:

Zunächst raten die Fachleute davon ab, das Betriebssystem des Smartphones – egal ob iOS oder Android – zu manipulieren oder durch ein durch einen Drittanbieter verändertes zu ersetzen. Dies würde die Standardsicherheit aushebeln. Außerdem sollten im zweiten Schritt Apps nur von offiziellen Quellen bezogen werden, da diese dort bereits einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden.

Persönliche Daten schützen

Zudem sollten vertrauliche Daten nicht gedankenlos preisgegeben werden. Dafür sollte bei der Installation von Apps stets geprüft werden, auf welche Daten diese zugreifen möchten und ob dieser Zugriff überhaupt notwendig erscheint. Wer außerdem die verschiedenen Cloud-Dienste nutzt, die angeboten werden, sollte dort keine sensiblen Daten hinterlegen.

Auch Nutzer von sozialen Netzwerken sollten achtsam mit ihren persönlichen Informationen umgehen, um Hackern nicht schon im Vorfeld eventuelle Hilfestellung zu leisten, indem zu viele Details recherchierbar sind.

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