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Sony Xperia Z1 Compact im Test: Klein, schnell, wasserdicht

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Sony Xperia Z1 Compact im Test  

Klein, schnell, wasserdicht

10.02.2014, 16:48 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Sony Xperia Z1 Compact im Test: Klein, schnell, wasserdicht. Sony Xperia Z1 Compact (Quelle: Hersteller)

Sony Xperia Z1 Compact (Quelle: Hersteller)

Sony geht auf Schrumpfkurs. Das Xperia Z1 Compact hat dieselbe Technik wie das größere Z1, ist ebenso gut gegen Wasser und Staub geschützt – aber deutlich kleiner. Der Test zeigt, was die Mini-Variante leistet.

Endlich! Im Wettrüsten um das größte Mobiltelefon legt Sony den Rückwärtsgang ein. Hatten die Japaner im Herbst 2014 noch ein besonders großes Exemplar vorgestellt, das 6,4 Zoll große Z1 Ultra, geht das neue Z-Modell in eine andere Richtung. Das Xperia Z1 Compact ist eine geschrumpfte Version des Z1.

Statt fünf Zoll wie das Original misst der Bildschirm des Compact nur 4,3 Zoll in der Diagonalen. Der Unterschied mag sich gering anhören, ist aber deutlich spürbar. Alle Bereiche des Bildschirms können mit dem Daumen der Hand erreicht werden, in der man das kleine Z1 hält. Alle Funktionen lassen sich einhändig bedienen, gegenüber dem großen Z1-Modell ist das ein echter Komfortgewinn.

Aber auch diesen Komfort muss man sich erkaufen. Symbole, Schrift und virtuelle Tastatur zeigt der Bildschirm des Z1 Compact entsprechend kleiner an als die der großen Modelle. Echte Schwächen leistet sich das Display aber nicht: Mit 1280 × 720 Punkten ist die Auflösung hoch genug, um keine Pixel erkennen zu lassen. Schriften erscheinen scharf, Farbflächen homogen. Farben werden kräftig wiedergegeben, das Schwarz ist wirklich schwarz. Sogar ein manueller Weißabgleich ist vorgesehen.

Volle Auflösung nur im manuellen Modus

Für die Kamera wirbt Sony mit der Auflösung von 20,7 Megapixeln. Die bekommt man aber nur im manuellen Modus zu sehen. Sobald man die intelligente Automatik oder andere Funktionen nutzen will, muss man sich mit acht Megapixeln begnügen. Die Qualität der Fotos hängt stark vom Licht ab. Bei blauem Himmel sind die Ergebnisse sehr gut und vor allem Hauttöne werden realistisch abgebildet. Je dunkler es wird, desto deutlicher machen sich Rauschen und ein leichter Blaustich bemerkbar. Insgesamt lassen sich mit dem Z1 Compact gute, aber nicht immer sehr gute Schnappschüsse machen.

Die entsprechend großen Bilddateien lassen sich mühelos bearbeiten, da der Quadcore-Prozessor reichlich Leistung liefert. Im Geekbench-Testprogramm erreicht das Sony-Handy mehr als 2900 Punkte. Zum Vergleich: Das iPhone 5s erreicht rund 2500 Punkte.

Die Ausstattung mit Funktechnik passt gut zu diesen überdurchschnittlich guten Details. Neben LTE und HSPA+ für unterwegs beherrscht das kleine Sony Gigabit-WLAN, Bluetooth 4.0 und hat einen NFC-Chip eingebaut. Verglichen mit dem großen Z1 muss man keine Abstriche machen.

Eine Folie schützt den Bildschirm

Das gilt auch für den Schutz gegen Umwelteinflüsse. Wie alle aktuellen Sony-Smartphones ist auch das Z1 Compact gegen Wasser und Staub geschützt. Man kann es also ruhig mal in eine Pfütze oder den beutellosen Staubsauger fallen lassen, ohne dass es Schaden nimmt. Dafür soll auch eine Schutzfolie sorgen, die auf das Deckglas des Bildschirms aufgeklebt ist. Sie soll ein Zersplittern und Zerkratzen des Glases verhindern. Wie nötig diese Folie ist, zeigt ein Blick auf die ebenfalls verglaste Rückseite des Handys, die bei unserem Testgerät nach einigen Tagen intensiver Nutzung mehrere deutliche Kratzer aufwies.

Während dieser Testphase zeigte sich auch, dass die Ausdauer des Akkus eher mittelmäßig ist. Einen Tag hält das Sony durch, nicht länger. Das Aufladen des Stromspeichers dauert relativ lange. Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt es vor dem Zubettgehen ans Ladegerät an.

Fazit

Gegenüber dem Xperia Z vom vergangenen Jahr hat das Z1 Compact in allen Bereichen zugelegt, nur nicht bei seinen Maßen. Es ist schneller, hat eine aktuelle Version des Google-Betriebssystems Android (4.3), eine höher auflösende Kamera und alle modernen Funkstandards an Bord. Die einzigen wahrnehmbaren Unterschiede sind der kleine Bildschirm und der um 50 Euro günstigere Preis: Ohne Mobilfunkvertrag kostet es 500 Euro.

Vorteile und Nachteile

+ Hochwertige technische Ausstattung
+ Schneller Prozessor
+ Gute Kamera
+ Gut einhändig bedienbar
+ Wasserdicht und staubfest

- In Automatik-Modi reduzierte Kameraauflösung
- Kratzempfindliche Rückseite


Gerade weil der Preisunterschied so gering ist, bleibt die Entscheidung für oder wider des kleineren Modells am Ende eine Geschmacksfrage. Wer sich kein Mobiltelefon von der Größe eines kleinen Tablet-Computers in die Tasche stecken mag, bekommt mit dem kompakten Sony das bessere, weil handlichere Smartphone und muss dafür sogar weniger zahlen.

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