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Journalistin wegen Google Glass überfallen und ausgeraubt

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Reporterin wegen Google Glass überfallen und ausgeraubt

27.02.2014, 15:01 Uhr | fwe

Journalistin wegen Google Glass überfallen und ausgeraubt. Google Glass (Quelle: imago/GlobalImages)

Google Glass führte in den USA zu Handgreiflichkeiten. (Quelle: GlobalImages/imago)

Eine Gruppe von Männern und Frauen hat am Freitag eine Journalisten überfallen und ausgeraubt, die gerade in einer Bar die Funktionen ihrer Datenbrille Google Glass demonstrierte. Der Fall zeigt deutlich, mit welcher Ablehnung sich Glass-Nutzer immer häufiger konfrontiert sehen und wirft Fragen zu Datenschutz und Persönlichkeitsrechten auf.

Wie die Journalistin Sarah Slocum auf Twitter berichtete, sei sie während eines Aufenthaltes in einer Bar zunächst von zwei aufgebrachten Frauen attackiert worden und habe im Anschluss von einem ihr unbekannten Mann die Brille vom Kopf gerissen bekommen. In dem anschließend aufgekommenen Tumult seien ihr des Weiteren Tasche, Geldbörse und Smartphone entwendet worden. Im Gegensatz zu Google Glass haben diese Gegenstände bislang nicht den Weg zurück zu ihrer Besitzerin gefunden.

"Google-Glass-Hasser" schlagen zu

Am Samstag darauf machte Slocum ihrem Unmut über die Attacke über ihr Facebook-Profil Luft: "Das werdet ihr nicht glauben, aber... ich wurde letzte Nacht in der Stadt verbal und physisch attackiert, wurde ausgeraubt, nach mir wurden Gegenstände geworfen und das alles wegen ein paar Google-Glass-Hassern., [...]". Wie es letztendlich zu den Handgreiflichkeit kam, ist unklar.

Einstimmigen Augenzeugenberichten zufolge war Slocum "sehr freundlich" zu den anwesenden Gästen, von denen einige offenbar auch echtes Interesse daran zeigten, Glass aus erster Hand betrachten zu können. Einer anderen Quelle zufolge ist die Journalistin "sehr aufgeregt umher gerannt", was möglicherwiese dazu führte, dass Anwesende sich "durch die Meinung beleidigt fühlten, es sei in Ordnung, sie dauerhaft zu filmen, solange sie sich in der Öffentlichkeit bewegen".

Während nun vielerlei Debatten über die Recht- und Verhältnismäßigkeit einer solchen Reaktion geführt werden, zeigt sich also auch der soziale Sprengstoff, den die so genannte "wearable technology" mit sich bringt. Kürzlich sorgte bereits ein anderer Fall für Aufsehen, in dem eine Frau freigesprochen wurde, nachdem sie wegen der Verwendung von Glass am Steuer angeklagt worden war.

Google fordert respektvollen Umgang mit Glass

Inwiefern können Datenbrillen und Smartwatches von Kriminellen ausgenutzt werden? Ist das Tragen solcher potentiell aufzeichnenden Geräte überhaupt legal? Mit solchen und weiteren Fragen wird man sich auseinandersetzen müssen – und das am Besten, bevor die tragbaren Stücke Technologie zum globalen Standard werden.

Dass die Geschichte von Sarah Slocum möglicherweise kein Einzelfall bleiben wird, scheint auch den Verantwortlichen bei Google bewusst zu sein. Bereits letzte Woche hat man daher proaktiv ein Dokument veröffentlicht, welches einige Nettiquette-Richtlinien für den Umgang mit Google Glass enthält.

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Darin werden Nutzer der Brille beispielsweise aufgefordert, die Spracherkennung des Gadgets zu verwenden und um Erlaubnis zu fragen, wenn die Kamerafunktion zum Einsatz kommt. Mit dem Satz "Don't be a Glasshole" unterstreicht das amerikanische Unternehmen seine Bitte um verantwortungsvollen Umgang und gegenseitigen Respekt noch einmal deutlich.

Google Glass kann seit Februar 2013 von Entwicklern bestellt werden ("Explorer Edition"), eine Auslieferung an Verbraucher ist ab April oder Mai diesen Jahres geplant. Die Explorer Edition kostet derzeit 1.500 US-Dollar und kann nur in den USA erworben werden. Exakte Termine und Preise für den europäischen Verkaufsstart sind derzeit noch nicht bekannt.

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