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Samsung Galaxy mit Backdoor: Fernzugriff nur in seltenen Fällen möglich

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Überschätzte Hintertür  

Fernzugriff auf Samsung-Smartphones wohl nur in seltenen Fällen möglich

14.03.2014, 11:52 Uhr

Samsung Galaxy mit Backdoor: Fernzugriff nur in seltenen Fällen möglich. Samsung Galaxy S2 (Quelle: imago/Xinhua)

In mehreren Samsung Smartphones und Tablets steckt eine gefährliche Hintertür. (Quelle: Xinhua/imago)

Die Entwickler eines alternativen Android-Betriebssystems haben bekannt gegeben, eine Hintertür in Smartphones und Tablets von Samsung entdeckt zu haben. Online-Kriminelle könnten über die Lücke auf das Dateisystem der Geräte zugreifen, warnen sie. Sicherheitsexperten sehen die vermeintliche Hintertür aber als wenig bedrohlich an.

Die meisten Smartphone-Hersteller ergänzen Android um selbst entwickelte Funktionen und Bedienelemente. In Samsungs Android-Code stecke laut den Entwicklern des unabhängigen Betriebssystems Replicant OS ein brisanter Fehler.

Der Code, der die Kommunikation zwischen Modem und dem restlichen System steuert, erlaube Hackern Zugriff auf Samsung-Smartphones und -Tablets. Dies sei auch per Fernzugriff, also über das Internet, möglich. Angreifer könnten Dateien lesen und löschen, Kamera und Mikrofon einschalten oder die GPS-Ortung missbrauchen, schreiben die Entwickler auf der Internetseite Free Software Foundation.

Samsung untersucht die Lücke

Von der Schwachstelle sind laut Replicant betroffen: Nexus S, Galaxy S, S2 und S3, Galaxy Note und Note 2, Galaxy Nexus, Galaxy Tab 2 7.0 und 10.1. Samsung hat dem Computer-Magazin Heise Online erklärt, dass der Sachverhalt derzeit untersucht werde. Eine offizielle Lösung für das Problem gebe es noch nicht.

Fest stehe laut den Entwicklern von Replicant OS, dass diese Lücke nicht in Googles Betriebssystem Android stecke, sondern in einer darunter liegenden Systemschicht, die Samsung selbst für seine Mobilgeräte entwickelt hat. Daher könne auch nur Samsung selbst das Leck schließen.

Nur veraltete Software ist angreifbar

Kurz nachdem die Entwickler von Replicant OS ihre Entdeckung kund getan hatten, meldeten sich einige Sicherheitsprofis zu Wort. Wie das Entwickler-Netzwerk xdadevelopers.com meldet, habe ein renommierter Experte, der anonym bleiben wolle, das geschilderte Szenario untersucht.

Seine Analyse habe ergeben, dass die Hintertür nur ausnutzbar wäre, wenn der Smartphone- oder Tablet-Nutzer eine veraltete Firmware auf seinem Gerät nutze, die bestimmte Sicherheitsfunktionen deaktiviere. Geräte mit aktueller Firmware könnten dagegen über die beschriebene Hintertür nicht angegriffen werden.

Betroffener Speicherbereich scheint überschaubar

Das Technik-Magazin Ars Technica befragte zudem den Sicherheitsspezialisten Dan Rosenberg. Seiner Meinung nach gebe es keine Hinweise darauf, dass die vermeintliche Hintertür in der Praxis ausnutzbar sei. Und selbst wenn, könnten Angreifer nur begrenzte Speicherbereiche der Geräte auslesen, auf die das Modem Zugriff hat.

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