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Google und Microsoft bauen "Kill Switch" in Smartphones ein

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Diebstahlschutz  

Google und Microsoft wollen "Kill Switch" in Smartphones einbauen

20.06.2014, 16:11 Uhr | t-online.de

Google und Microsoft bauen "Kill Switch" in Smartphones ein. Dieb klaut Smartphone aus fremder Hosentasche (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Für Langfinger soll es sich ab 2015 nicht mehr lohnen, ein Smartphone zu stehlen. Nach Apple wollen auch Google und Microsoft entsprechende Schutzsysteme entwickeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Samsung, Apple, Google und andere große Smartphone-Hersteller haben sich Mitte April darauf geeinigt, einen stärkeren Diebstahlschutz für Smartphones einzuführen. Die auch als "Kill Switch" bezeichnete Funktion soll gestohlene Geräte für Langfinger unbrauchbar machen. Am Donnerstag sicherten mit Microsoft und Google die ersten beiden Hersteller neben Apple zu, die nächste Version ihres Smartphone-Betriebssystems mit einer entsprechenden Funktion auszurüsten.

Die leitenden Staatsanwälte von New York und San Francisco gaben die Entscheidungen von Microsoft und Google am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt. Demnach sollen die nächsten Versionen von Android und Windows Phone mit Diebstahlschutzfunktionen ausgestattet werden, über die gestohlene Smartphones aus der Ferne unbrauchbar gemacht werden können. Konkurrent Apple bietet eine solche Schutzfunktion seit der Einführung von iOS 7.

Grundsätzliche Einigung erfolgte im April

Bereits Mitte April veröffentlichte der US-amerikanische Branchenverband CTIA eine freiwillige Übereinkunft, die neben Samsung, Apple, Google, Microsoft, HTC, Huawei, Motorola und Nokia auch die großen Mobilfunkanbieter der USA unterzeichneten. Nach dem Juli 2015 verkaufte Smartphones und Tablets sollen laut dieser Übereinkunft einen sogenannten "Kill Switch" haben – einen einheitlichen Notschalter, über den sich gestohlene Geräte aus der Ferne sperren und private Daten löschen lassen.

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Bisher wurde die Anti-Diebstahlfunktion lediglich für die USA angekündigt. Da es sich um ein Software-Update handelt, ist aber anzunehmen, dass der Kill Switch zumindest kurze Zeit später auch weltweit eingeführt wird.

Ebenso dürften Nutzer von LG- und Sony-Geräten von dem neuen Diebstahlschutz profitieren. Die beiden Hersteller fehlen zwar auf der Liste der Unterzeichner, wenn Google den Kill Switch jedoch als Grundfunktion in Android ergänzt, sollten keine neueren Geräte, die mit dem mobilen Betriebssystem laufen außen vor bleiben.

So funktioniert der Smartphone-Notschalter

Der Diebstahlschutz soll über vier Funktionen verfügen. Per Fernzugriff sollen Nutzer alle persönlichen Daten – etwa das Adressbuch, Fotos und E-Mails – von einem gestohlenen oder verlorenem Gerät löschen können.

Darüber hinaus soll eine Aktivierungssperre per Passwort den Zugriff auf ein entwendetes Smartphone oder Tablet verhindern. Nur noch Notrufe sind möglich.

Ist die Zugriffssperre aktiv, können die Langfinger die Geräte auch nicht mehr auf ihre Werkeinstellung zurücksetzen, um sich auch ohne Passwort Zugriff zu verschaffen. Ausschließlich der rechtmäßige Besitzer soll das Gerät wieder aktivieren können. Auf diese Weise ließe sich das Diebesguts kaum weiterverkaufen.

Zu guter Letzt plant die Anti-Diebstahl-Allianz eine Backup-Funktion einzuführen, die es dem Benutzer erlaubt, seine Daten beispielsweise auf einem Onlinespeicher zu sichern und von dort aus auch wieder aufzuspielen.

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Reicht der Kill Switch aus?

Die Smartphone-Hersteller und Mobilfunkanbieter reagierten mit ihrer Übereinkunft auf Druck aus der US-Politik. Allerdings sind nicht alle mit der geplanten Umsetzung eines einheitlichen Diebstahlschutzes zufrieden. Wie das Magazin Mac & i berichtet, kritisierte ein kalifornisches Senats-Mitglied, dass der Kill Switch nach dem "Opt-in"-Prinzip von jedem Nutzer aktiviert werden müsse. Das reiche nicht aus, um Straßenkriminalität und gewalttätige Diebstähle zu bekämpfen.

Diebstahlschutz bietet wenig Neues

Zudem bieten Apple, Google und Microsoft ähnliche Funktionen bereits jetzt schon an. Unter allen Mobil-Betriebssystemen lässt sich ein Smartphone über Internetseiten der Hersteller entweder orten oder aber es lässt sich ein Ton ferngesteuert abspielen, damit ein verlegtes Smartphone leichter wiedergefunden werden kann.

Im Fall eines Diebstahls lassen sich bereits jetzt bei allen Anbietern persönliche Daten aus der Ferne zu löschen. Apple und Microsoft erlauben sogar, das Gerät mit einem Passwort zu sperren. Die Diebstahlschutz-Funktionen sind allerdings auch hier meist nicht standardmäßig aktiviert und liefen was die Ortungsfunktion betrifft nicht immer fehlerfrei.

Einzig neu scheint somit die Backup-Funktion zu sein und die Absicht der Hersteller, die bestehenden Systeme soweit abzusichern, dass auch technikversierte Langfinger diese nicht mehr ohne Weiteres umgehen können.

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