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ZTE, Xiaomi, Oppo: Das taugen No-Name-Smartphones

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Oppo, Xiaomi, Meizu etc.  

No-Name-Smartphones mischen den Markt auf

18.03.2016, 19:07 Uhr |

ZTE, Xiaomi, Oppo: Das taugen No-Name-Smartphones. Das technischen Datenblatt sieht super aus – in der Praxis müssen Käufer von No-Name-Smartphones aber mit einigen Macken rechnen. (Quelle: t-online.de)

Das technischen Datenblatt sieht super aus – in der Praxis müssen Käufer von No-Name-Smartphones aber mit einigen Macken rechnen. (Quelle: t-online.de)

Oppo, Xiaomi, Meizu oder OnePlus – immer stärker drängen weitgehend unbekannte Hersteller auf den Smartphone-Markt. Dazu kommen Unternehmen wie ZTE und Huawei, die HTC, Sony oder Motorola weltweit an Marktanteilen längst den Rang abgelaufen haben. Ihr Erfolgsrezept ist der günstige Preis trotz hochwertiger Einzelteile. Doch wie gut sind die No-Name-Smartphones aus Fernost im Vergleich zur etablierten Konkurrenz?

Es sind nicht nur die Chinesen, die den Traditionsherstellern das Leben schwer machen. Auch in anderen Teilen der Welt machen neue Hersteller mit günstigen Smartphones auf sich aufmerksam. In Frankreich sind das beispielsweise Wiko sowie Alcatel, und in Osteuropa ist das zyprische Unternehmen Prestigio recht erfolgreich.

"Made in China" gilt für alle

Der Boom der No-Name-Smartphones ist vor allem auf große Chiphersteller zurückzuführen. Seit 2011 liefern sie fertige Systeme aus Bauteilen und Chips, auf denen Android und andere Software vorinstalliert ist. Dadurch können auch kleinere Firmen die Komponenten einkaufen und zusammenbauen – sie müssen nicht mehr in eigene Entwicklungen investieren.

Bei der Verarbeitung gibt es kaum noch Unterschiede zu den Platzhirschen der Branche. Denn fast alle Smartphones werden in China produziert, viele in der Stadt Shenzhen. Auftragsfertiger wie Foxconn, Quanta, Compal oder Pegatron bauen Elektronikgeräte aller Art für den Weltmarkt und für alle Hersteller. Auch wenn deren Hauptsitz sich nicht in China befindet, stehen dort die meisten Fertigungsstätten. Mit dem Fabrikationsland kann sich also keine Marke von der Konkurrenz absetzen – auch nicht Apple oder Samsung.

Topmodelle machen den Unterschied

Unterschiede werden bei den Spitzen-Smartphones deutlich: Wer nach dem besten Display, dem schnellsten Prozessor, dem ausdauerndsten Akku, der besten eingebauten Kamera und der umfassendsten Ausstattung sucht, wird bei den Billig-Chinesen wenig Erfolg haben.

Samsung, Sony oder LG entwerfen Komponenten wie Prozessoren, Kameras oder Displays selbst und sind damit der Billig-Konkurrenz überlegen. Trotz Platzknappheit einen ausdauernden Akku einzubauen, ist mit Konstruktionsaufwand verbunden – der zu hoch ist, wenn der Preis das Hauptargument bei einem Smartphone ist. Nicht umsonst sind die Spitzenplätze vieler Smartphone-Rankings von den etablierten und teureren Namen dominiert.

Mittelklasse holt auf

Anders sieht es bei Mittelklasse-Smartphones aus. Hier sind Modelle von Xiaomi, ZTE, Vivo oder Oppo auf Augenhöhe mit der etablierten Konkurrenz, wie diverse Tests zeigen. Die Zeitschrift c't beispielsweise berichtete schon 2014, dass sich die China-Phones nicht vor den Mittelklasse-Modellen bekannter Hersteller verstecken müsse. Auch andere Tester waren von Smartphones wie dem Mi3 von Xiaomi, dem OnePlus One oder dem Oppo Find 7 überzeugt.

Smartphones unterliegen generell einem schnellen Modellwechsel. Bei Billigmarken gilt das umso mehr. Viele Hersteller werfen im Laufe eines Jahres etliche neue Modelle auf den Markt, genauso werden Neuanschaffungen in kürzester Zeit zum Auslaufmodell – das auf dem Gebrauchtmarkt kaum noch etwas wert ist und den günstigen Anschaffungspreis relativiert. 

Android-Updates

Zu bedenken ist bei No-Name-Smartphones das Thema Android-Updates: Wenn der Hersteller ein Update bereitstellt, ist nicht sicher, ob deutsche Kunden davon profitieren. Updates gibt es in der Regel zunächst für die wichtigsten Märkte – für chinesische Hersteller ist das China, Europa spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Allerdings aktualisieren auch Samsung, Sony und Co. in der Regel nur ihre Top-Modelle, viele Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones erhalten nie ein Android-Update. Selbst Google gibt bei seinen Nexus-Modellen nur für 18 Monate eine Update-Garantie.

Eigenwillige Android-Variante

Die Software der China-Smartphones birgt unter Umständen einen weiteren Nachteil. Zwar verändern fast alle Smartphone-Hersteller das Android-System auf ihre Art und Weise. Doch einige der chinesischen Hersteller zeigen hier fortgeschrittene Eigenwilligkeit, die am europäischen Geschmack vorbeigeht.

Sogar Huawei, inzwischen weltweit verbreitet, hat ganz spezielle Vorstellungen, wie Android auszusehen hat. Die Icons sind kaum wiederzuerkennen, alle Apps befinden sich auf bis zu neun HomeScreens; die übliche Gesamtübersicht, den App Drawer, gibt es nicht. Schon deshalb sind alternative Launcher nicht nur beliebt, sondern manchmal schlicht notwendig. Hersteller ZTE hat hingegen gerade angekündigt, sich enger an Googles Android-Variante orientieren zu wollen.

Service und Rückrufe

Auch mit dem Service so manches etablierten Herstellers geht nicht immer alles glatt. Doch wenn ein Unternehmen nicht einmal in Deutschland vertreten ist, muss es sich nicht um die deutschen Verbraucherschutzgesetze kümmern. Im Schadensfall hat der Käufer kaum Möglichkeiten, den Hersteller zur Rechenschaft zu ziehen. 

Der Kauf bei einem unbekannten Online-Händler birgt ebenfalls ein Risiko, da meist nicht nur das Smartphone unbesehen gekauft werden muss, sondern auch die Vertrauenswürdigkeit der Händler schlecht einzuschätzen ist.

Fazit: Teils gute Technik zum günstigen Preis

Günstige Smartphones unbekannterer Hersteller haben den namhaften Mittelklasse-Modellen vor allem den günstigeren Preis voraus. Für rund 250 Euro bekommt man ein gut verarbeitetes und ausgestattetes Smartphone. Gibt man mehr als 300 Euro aus, kann man bei vielen Komponenten Spitzenklasse-Technik erwarten, Beispiele sind das Alcatel Idol 4, das Oppo Find 7, das OnePlus 2 oder das ZTE Axon Elite. Allesamt haben schnelle Prozessoren und hochauflösende Displays. Dass das Design oft nachgeahmt, die Software manchmal eigenwillig und der Support weniger verlässlich ist, muss kein Kaufhindernis sein.

Bei anderen Modellen sollten Käufer jedoch genau hinschauen. Die Auswahl an No-Name-Smartphones ist riesig und trotz teilweise gut klingender Ausstattung mangelt es in der Praxis oft an Empfangsqualität oder Akkuleistung. Und viele der China-Smartphones sind nicht nur billig, sondern wirken auch so beim Anfassen. Kaufwillige sollten vor der Bestellung daher unbedingt entsprechende Testberichte im Internet lesen.

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