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Angriff der Preisbrecher  

Smartphones Motorola Moto E und Nokia Lumia 630 im Test

28.05.2014, 16:58 Uhr | Matthias Kremp, Spiegel Online

Smartphones Motorola Moto E und Nokia Lumia 630 im Test. Mit dem Moto E (links) und dem Lumia 630 (rechts) zeigen die Hersteller Motorola und Nokia, dass günstige Smartphones dennoch ordentlich ausgestattet sein können. (Quelle: Montage/Motorola/Nokia)

Mit dem Moto E (links) und dem Lumia 630 (rechts) zeigen die Hersteller Motorola und Nokia, dass günstige Smartphones dennoch ordentlich ausgestattet sein können. (Quelle: Montage/Motorola/Nokia)

Man muss keine teuren Tophandys kaufen, um die neueste Version von Android oder Windows Phone zu bekommen. Nokia und Motorola zeigen, dass es auch mit günstigen Geräten geht.

Motorola und Nokia versuchen es mal anders als üblich. Normalerweise bringen Handyhersteller neue Versionen von Mobilbetriebssystemen zuerst auf teuren High-End-Modellen auf den Markt. Die beiden Smartphones Moto E und Lumia 630 hingegen gehören klar in den Bereich der Billig-Smartphones – sie kosten 119 beziehungsweise 159 Euro – und werden doch mit den aktuellsten Versionen von Android und Windows Phone ausgeliefert. Motorola liefert Android 4.4.2 mit, auf dem Nokia läuft Windows Phone 8.1.

Niedriger Preis führt zu Abstrichen bei Hardware

Das ist schon deshalb erstaunlich, weil neue Betriebssystemversionen oft nur auf leistungsstarker Hardware rundlaufen. In den beiden Low-Cost-Modellen hingegen ackern Prozessoren, die mit moderaten 1,2 GHz getaktet sind. Und auch sonst sind Moto E und Lumia 630 eher sparsam bestückt: Der interne Speicherplatz ist klein, die Kameras sind nur Fünf-Megapixel-Modelle, weder LTE noch Gigabit-WLAN ist eingebaut.

Auch auf das Design schlägt sich der Verkaufspreis nieder: Statt aus hippem Leichtmetall sind die Low-Cost-Smartphones aus Plastik gebaut. Das nutzen die Hersteller allerdings, um einen alten Trend wieder aufleben zu lassen: Sie bieten zu den Handys austauschbare Rückendeckel in verschiedenen Farben an. Im direkten Vergleich hat Motorola diese Aufgabe besser gelöst, weil seine Rückendeckel sich organisch ins Design einfügen. Beim Lumia 630 fühlen sie sich zwar sehr wertig an, wirken aber wie übergestülpt und deshalb billig.

Für Selbstdarsteller nicht geeignet

Die Bildschirme der Geräte sind mit 4,3 und 4,5 Zoll ausreichend groß und ausreichend scharf. Billig wirken sie nicht, sie zeigen kräftige Farben und scharf gezeichnete Schriften an. Beim Lumia würde man sich bei Sonnenlicht allerdings eine etwas kräftigere Hintergrundbeleuchtung wünschen.

Umgekehrt kann die Kamera des Moto E nicht überzeugen. Sie bietet keine Möglichkeit auszuwählen, auf welchen Bildbereich fokussiert werden soll, produziert oft unscharfe Bilder mit blassen Farben. Nokias Kamera hingegen liefert bei identischer Auflösung – fünf Megapixel – brauchbare Bilder mit frei wählbarem Fokus, guter Schärfe und Farbdarstellung. Zudem bietet Nokias Kamera-App zum Beispiel eine Serienbildfunktion. Für Selfies sind die Geräte von Motorola und Nokia nicht geeignet, da sie ohne Frontkameras gebaut werden.

Ausreichend Leistung, zu wenig Speicher

Fast alles andere aber schaffen die Low-Cost-Modelle problemlos, vom Websurfen bis zum Navigieren. Auch die meisten Spiele, die wir ausprobiert haben, machten keine Probleme. Grafisch anspruchsvolle Games wie "Riptide GP2" laufen zwar vielleicht nicht in all ihrer Pracht, aber sie laufen.

UMFRAGE
Welches der beiden Smartphones würden Sie sich kaufen?

Problematisch ist die Knauserigkeit eher beim Massenspeicher. Mit nur vier Gigabyte ist das Moto E sehr bescheiden bestückt, zumal dem Nutzer davon nur wenig mehr als die Hälfte zur Verfügung steht. Den Preis für eine MicroSD-Speichererweiterungskarte sollte man beim Kauf also gleich einkalkulieren. Mehr als 32 GB kann man beim Motorola leider nicht nachrüsten.

Beim Lumia 630 sieht das etwas besser aus. Zwar wird es mit acht Gigabyte Massenspeicher geliefert, was nicht viel mehr ist. Allerdings kann man den Speicher um bis zu 128 Gigabyte erweitern. Das wäre dann zwar ausgesprochen üppig, angesichts von Preisen zwischen 80 und 150 Euro für eine solche Speicherkarte aber auch purer Luxus.

Fazit

Angesichts ihrer Preise bieten Moto E und Lumia 630 sehr viel, sie bessern das Image der Smartphone-Billigangebote auf. Die Geräte sind weder langsam, noch mit veralteter Hard- und Software ausgestattet, da ruckelt nichts. Verzicht muss man an anderer Stelle üben: Die Kameras sind nur Mittelmaß, gute Selfies unmöglich, es gibt kein LTE, kein edles Design und nur sehr wenig Speicherplatz. Wer sich damit arrangieren kann oder womöglich jetzt gerade sein erstes Smartphone anschaffen will, kann aber nicht viel falsch machen.

Technische Daten*

HerstellerMotorolaNokia
ModellMoto E Lumia 630
Maße (Millimeter) 65×125×12 67×130×9
Gewicht142 Gramm 134 Gramm
Sprechzeitk.A. bis zu 16,4 Std.
Standbyk.A. 25 Tage
Display-Diagonale 4,3 Zoll 4,5 Zoll
Display-Auflösung 960×540 Pixel854×480 Pixel
Prozessor1,2 GHz Dualcore 1,2 GHz Quadcore
Arbeitsspeicher1 GB 0,5 GB
Massenspeicher4 GB 8 GB
SpeichererweiterungmicroSD (bis 32 GB) microSD (bis 128 GB)
Kamera5 MPx 5 MPx
MobilfunktechnikHSPA+ HSPA+
WLAN 802.11 b/g/n 802.11. b/g/n
Bluetooth4.0 4.0
BetriebssystemAndroid 4.4.2 Windows Phone 8.1
BesonderheitenWasserabweisende Beschichtung, austauschbare Rückseite Kostenloses Mix-Radio Musik-Streaming, austauschbare Rückseite
Preis119 Euro 159 Euro

*Alle Daten sind Herstellerangaben

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