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LG G3 im Test: Display zu scharf für beliebte Apps

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Rekord-Smartphone im Test  

LG G3: Zu scharf für 11 Freunde

30.06.2014, 18:36 Uhr |

LG G3 im Test: Display zu scharf für beliebte Apps. Smartphone LG G3 (Quelle: LG)

Das LG G3 im Praxistest (Quelle: LG)

Hersteller LG hat ein Rekord-Smartphone auf den Markt gebracht. Kein anderes Smartphone-Display ist so scharf wie das des LG G3. Doch leider verschmäht der Pixelmeister beliebte Apps und drückt auf die Prozessorleistung. Dennoch hat das LG G3 der Konkurrenz mehr entgegenzusetzen als ein Rekord-Display.

Im Prinzip war LGs Aufgabe, ein besseres G2 auf den Markt zu bringen, recht einfach. So beachtenswert und erfolgreich der Vorgänger auch ist – Nachteile wie der fehlende Speicherkartenslot oder die gegen Fingerabdrücke sehr empfindliche Plastik-Rückseite sind offensichtlich. LG tat gut daran, diese Schwächen mit dem LG G3 zu beheben.

Die Gehäuserückseite ist zwar immer noch aus Plastik, was man ihr jedoch nicht ansieht. Durch die gebürstete Oberfläche wirkt sie elegant, fühlt sich beinahe an wie aus Metall und ist tatsächlich unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Dazu ist sie abnehmbar, darunter liegt ein Speicherkartenschacht und ein austauschbarer Akku. Auch die in die Rückseite eingelassene Multifunktionstaste hat LG leicht verändert, die Kamera mit einer Doppel-LED bestückt und obendrein eine Laser eingebaut, um den Autofokus zu beschleunigen.

Ohne die Wertigkeit und Qualität eines HTC One zu erreichen, macht das Gehäuse einen solideren Eindruck als beim LG G2. Das innere Metallskelett ist stärker und macht das G3 verwindungssteifer als den Vorgänger. All diese Veränderungen verdienen ein Lob.

Display des LG G3 markiert Rekordwerte

Leider ist es nicht dabei geblieben. LG hat das Display nochmals vergrößert, obwohl das G2 mit 5,2 Zoll kaum jemandem zu klein gewesen sein dürfte. Damit hat es auch an Gesamtgröße ordentlich zugelegt, sodass es einhändig kaum noch zu bedienen ist – trotz des sehr schmalen Rahmens. Auch die Auflösung hat LG erhöht, sie entspricht jetzt 1440×2560 Pixeln (QHD) und erreicht damit sowohl bei der Pixelanzahl als auch bei der Pixeldichte (534 ppi) einen neuen Rekordwert.

Das Display verdient – wie nicht anders erwartet – Bestnoten bei Schärfe und Kontrast, könnte jedoch etwas heller sein. Zu kritisieren wären auch die Spiegelungen bei starkem Lichteinfall, doch das G3 passt sich hier dem Trend an, die Konkurrenz macht es auch nicht besser.

Pixelmeister verschmäht beliebte Apps

Der Pixel-Rekord zieht einige Nachteile mit sich: Nicht alle Apps unterstützen die hohe Auflösung und verweigern die Installation. Nach einer kleinen Stichprobe sind das Microsoft Office Mobile, die Fußball-App 11 Freunde sowie die Spiele Real Racing 3 und Angry Birds Go!. Dramatisch ist das zwar nicht, weil die Entwickler ihre Apps mittelfristig auch für die QHD-Auflösung freigeben dürften. Doch einen Beigeschmack hinterlässt es allemal.

Hier kann man probieren, ob eine entsprechende apk-Datei woanders heruntergeladen und direkt installiert werden kann. Das dürfte in einigen Fällen problemlos funktionieren, allerdings bergen inoffizielle Download-Quellen gerade bei beliebten Apps immer ein Viren-Risiko.

Pixelrekord drückt auf Akku und Prozessor

Die Mehrpixel wirken sich zudem negativ auf den Stromverbrauch und die Rechenleistung aus. Der Akku des LG G3 bietet genauso viel Kapazität wie sein Vorgänger, muss aber Strom für deutlich mehr Pixel liefern. Die 3000 mAh reichen immer noch weit über einen Tag und halten einem Vergleich zur Konkurrenz durchaus stand, doch den Vergleich zum G2 verliert das G3 – auch wenn LG durch spezielle Akkusparmaßnahmen das Verbrauchsverhalten verbessert haben will.

Beim Prozessor frisst die Pixelflut nominelle Mehrleistung des neu verbauten Snapdragon 801 auf. Bei den Benchmarktests erzielte das G3 keine Bestwerte, wir bemerkten außerdem an manchen Stellen kleine Ruckler bei der Bedienung. Hier ist anzumerken, dass unser Testgerät mit 16 GB Speicher und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet war, die 32-GB-Variante verfügt über 3 GB Arbeitsspeicher und könnte daher schneller sein.

Schnellere Kamera mit abgespeckten Funktionen

Die Kamera hat LG bei 13 Megapixeln belassen, aber einen zweifarbigen LED-Blitz und einen Laserfokus ins Gerät montiert, von der die Auslöseverzögerung merklich profitiert. Die Bilder sind für eine Smartphone-Kamera außerordentlich gut. Auch die Videos hinterlassen einen guten Eindruck.

Doch auch hier gibt es einen Haken: LG hat die Benutzeroberfläche überarbeitet und dabei die manuellen Einstellungsmöglichkeiten für die Kamera aussortiert. Wer sich nicht überfordert fühlte, ISO-Zahl oder Weißabgleich selbst einzustellen, wird diese Optionen vermissen.

Oberfläche mit Flach-Design

Auf dem LG G3 ist Android 4.4.2 installiert und mit einer LG-eigenen Oberfläche versehen, die im Vergleich zum G2 deutliche Unterschiede aufweist. Das betrifft das Aussehen generell und auch einige Funktionen wie etwa bei der Kamera-App. Neu ist eine Splitscreen-Option, bei der sich zwei Apps die Bildschirmfläche teilen. Der 5,5 Zoll große Bildschirm ist für diese Funktion jedoch etwas zu klein.

Nach wie vor bietet die LG-Oberfläche auch die Qslide-Funktion, bei der eine App als Fenster darstellt, das sich in der Größe verändern oder transparent stellen.

Fazit: viel gewagt, nicht alles gewonnen

Viele 2014er-Flaggschiffe vom Samsung Galaxy S5 bis zum Sony Xperia Z2 sind allenfalls Verbesserungen des Vorgängermodells, die deren Besitzern kaum ausreichen dürften, um ihr Smartphone gegen die Neuauflage auszutauschen.

Beim G3 sind die Verlockungen größer: Es fühlt sich besser an als der Vorgänger, und endlich lässt sich der Speicher erweitern sowie der Akku tauschen. Doch nicht alles am G3 ist besser: Während man sich an das neue Design gut gewöhnen kann, lassen sich die abgespeckten Kamera-Funktionen schwerer verschmerzen.

LG wagt viel – das war schon beim G2 so, das alle Bedienknöpfe auf die Rückseite verbannt hat. Beim G3 ist es die enorme Größe, die wieder einmal die Grenzen nach oben schraubt, denn das G3 ist auch größer als das Samsung Galaxy S5. Und da wäre noch die Bildschirmauflösung, die mehr schadet als nutzt, weil sie mehr Strom und Rechenleistung verbrät und (zurzeit noch) inkompatibel zu einigen Apps ist. Letzteres wird sich hoffentlich recht schnell erledigen, wenn andere Smartphone zum LG G3 aufschließen und die App-Entwickler ihre Programme auch für die Auflösung entwerfen.

Im Vergleich zum derzeit erfolgreichsten Android-Smartphone, dem Galaxy S5 von Samsung, sprechen Materialwahl, Bedienelemente, Systemoberfläche und Autofokus für das LG G3.

LG G2 und G3 im Vergleich

LG G2 LG G3
Display5,2 Zoll / 13,2 cm5,5 Zoll / 14,0 cm
Auflösung1080×1920 Pixel1440×2560 Pixel
Pixeldichte424 ppi534 ppi
CPU4× 2,26 GHz4× 2,46 GHz
RAM2 GB2/3 GB*
Speicher16/32 GB16/32 GB* (erweiterbar)
Kameras13 MP / 2,1 MP13 MP / 2,1 MP
Akku3000 mAh3000 mAh
Abmessungen138,5×70,9×8,9 mm146,3×74,6×8,9 mm

*Variante mit 32 GB Speicher hat 3 GB RAM

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