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Smartphone Oneplus One: Der "Flaggschiff-Killer" im Test

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Oneplus One  

Super-Smartphone im Praxistest

30.09.2014, 13:08 Uhr | Yaw Awuku

Smartphone Oneplus One: Der "Flaggschiff-Killer" im Test. Das Oneplus One im Praxistest (Quelle: t-online.de)

Das Smartphone Oneplus One für 300 Euro gibt es nur auf Einladung und überflügelt im Test sogar die Topmodelle namhafter Konkurrenz. (Quelle: t-online.de)

Das Smartphone Oneplus One will fast jeder haben. Kein Wunder, denn die Ausstattung ist top, das Design edel und der Preis unverschämt günstig. Doch der "Flaggschiff-Killer" ist äußerst rar. Wir konnten das Oneplus One testen und verraten, ob das Überflieger-Smartphone seinem Ruf gerecht wird.

Der chinesische Hersteller Oneplus mit Sitz in den USA stellt sein als "Flaggschiff-Killer" beworbenes Smartphone "One" nur in sehr geringen Stückzahlen her. Wer es haben möchte, muss sich registrieren, anschließend möglichst eifrig in Diskussionen des Online-Forums mitmischen, sich auf Facebook und Twitter als Fan outen und dann und wann eine kuriose Herausforderung annehmen. Erst dann besteht eine reelle Chance, die erhoffte Einladung zum Kauf eines Oneplus One zu erhalten – ein 300-Euro-Smartphone mit der Ausstattung eines Samsung Galaxy S5 (etwa 520 Euro).

Schon die edle Verpackung verspricht ein Smartphone vom Feinsten. Das Innere bestätigt dies: Vierkern-Prozessor mit 2,5 Gigahertz, 3 Gigabyte Arbeitsspeicher, LTE, superschnelles WLAN ac, Bluetooth 4.0 und Videoaufnahmen in 4K (vierfaches Full HD) sowie Zeitlupe.

Solides XL-Smartphone aus China

Der erste Griff zum Smartphone überrascht. Das Oneplus One lässt sich mit 5,5 Zoll wie andere Telefone im XL-Format zwar kaum mit einer Hand bedienen, dennoch liegt das knapp 9 Millimeter flache Gerät gut in der Hand. Die angeraute Rückseite ist zudem griffig und lässt Fingerabdrücken keine Chance.

Das Gehäuse aus Kunststoff ist gut verarbeitet. Sogar bei kraftvolleren Versuchen, die Ränder zu verbiegen, war weder ein Quietschen noch Knarzen zu hören. Das Samsung Galaxy S5 machte da einen weniger soliden und eleganten Eindruck.

Full-HD-Display mit kleinen Schwächen

Das IPS-Display zeigt 1080 × 1920 Pixel (Full HD) und ist wie bei allen Top-Smartphones durch ein besonders widerstandsfähiges Deckglas geschützt. Das Oneplus One zeigt zwar scharfe Farben und auch an der Helligkeit des Displays hatten wir nichts auszusetzen, der Blickwinkel ist jedoch recht klein. Schon bei leichter Neigung ist auf dem Smartphone kaum noch etwas zu erkennen. Etwas weniger Spiegelungen wären ebenfalls wünschenswert. Ganz andere Erfahrungen machten wir hier beim Nokia Lumia 930.

Android-Klon unter der Haube

Ein weiteres Highlight des Oneplus One ist CyanogenMod. Dabei handelt es sich um ein Betriebssystem auf Basis von Android. Im Vergleich zum originären Android von Google bietet CyanogenMod dem Nutzer mehr Freiheiten: So lassen sich etwa die Berechtigungen von Apps leichter einschränken und die Privatsphäre im Internet besser schützen. Auch lassen sich verschiedene Designs installieren. Auf dem Oneplus One kommt CyanogenMod im Look von Android L daher – das ist nett, in unserem Test konnten wir allerdings keine weiteren Vorteile bemerken.

Benchmarks: Licht und Schatten

Der Antutu-Benchmark bestätigt dem Oneplus One ein tolle Leistung. In unserem Test erzielte das China-Smartphone knapp 1500 Punkte mehr als das Galaxy S5. In der Praxis dürften sich jedoch kaum Unterschiede feststellen lassen. Das gilt auch für den Browser-Test Sunspider, bei dem das Smartphone weitaus schlechter als das Galaxy S5 abschnitt. Beim Surfen und Scrollen war aber nur selten ein kleines Ruckeln bemerkbar.

Empfang und Sprachqualität

Der Mobilfunk-Empfang beim "Flaggschiff-Killer" war ausgesprochen gut. Das Smartphone stellte auch in Gebäudeteilen eine Verbindung her, in denen viele andere Mobiltelefone bereits ins Funkloch stürzen. Die Sprachqualität hinkt der Empfangsbereitschaft des Oneplus One leider etwas hinterher. Zwar sind in dem Gehäuse drei Mikrofone verbaut, die dabei helfen sollen, störende Nebengeräusche zu filtern. Bei unserem Test erzeugte der prasselnde Regen im Hintergrund jedoch einen Hall auf der anderen Seite der Leitung.

Was am Oneplus One nicht gefällt

Leider lässt sich der Akku des Oneplus One nicht austauschen. Nutzerberichten zufolge liefert die Lithium-Ionen-Zelle mit 3100 mAh im Normalbetrieb Energie für knapp einen Tag. Nach System-Updates für CyanogenMod häuften sich allerdings Berichte über verkürzte Laufzeiten.

Auch ein Speichkartenslot ist nicht vorhanden. Bei der 64-Gigabyte-Variante dürfte das vor allem diejenigen nerven, die mit der hochgelobten 4K-Filmfunktion der Kamera experimentieren möchten. Denn die Clips in vierfacher HD-Auflösung belegen eine Menge Speicher.

Der fehlende Schacht für Speicherkarten hat einen weiteren Nachteil: Zum Datenaustausch mit dem Computer muss das mitgelieferte USB-Kabel bemüht werden. Bei unserem Testgerät steckte der mit Widerhaken besetzte Micro-USB-Stecker derart fest im Gerät, dass wir fürchteten, den Stecker nur samt Smartphone-Buchse wieder entfernen zu können.

Fazit: Wozu die ganze Aufregung?

Das Oneplus One ist ein schickes und wertiges Smartphone. Abgesehen vom konkurrenzlos niedrigen Preis zeigt das One keine wesentlichen Unterschiede zu anderen Android-Smartphones der Oberklasse: Der Prozessor ist schnell, die Kamera klasse, die Verarbeitung top.

Die kleinen Unzulänglichkeiten am USB-Anschluss, der relativ geringe Blickwinkel des Displays und die Anfälligkeit für Nebengeräusche lassen sich angesichts der gebotenen Ausstattung für 300 Euro (64-GB-Modell) durchaus verkraften. Ob das Oneplus One es Wert ist, mit Aktionen auf Facebook und Twitter um eine Kauf-Einladung zu wetteifern, steht auf einem anderen Blatt – aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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